Diplomarbeit, 2012
78 Seiten, Note: 1,7
1 Work-Health-Balance
2 Veränderungen der Arbeits- und Personalpolitik im Kontext der demografischen Entwicklung
3 Belastungen im heutigen Arbeitsprozess
3.1 Ausgewählte Belastungen
3.1.1 Arbeits- und Anforderungsverdichtung
3.1.2 Restrukturierung
3.1.3 Arbeitsplatzunsicherheit
3.1.4 Ständige Erreichbarkeit
3.1.5 Nacht- und Schichtarbeit
3.1.6 Zusätzliche Belastungen für Väter und Mütter
3.1.7 Mobbing
3.2 Stress als Reaktion des Körpers infolge zunehmender Arbeitsbelastungen
3.3 Untersuchung zu Arbeitsbelastungen im Gesundheitswesen/Altenpflegebereich
3.3.1 Mangel an Fachkräften
3.3.2 Gewalt und Aggression
3.3.3 Kommunikationsbarrieren
3.3.4 Weitere Belastungsfaktoren
3.4 Zusammenfassung
4 Arbeitsmotivation als Frühindikator nachlassender Arbeitsleistungen und gesundheitlicher Veränderungen
4.1 Führungsdefizite
4.2 Veränderung der persönlichen Einstellungen
4.3 Innere Kündigung als Folge persönlicher Arbeitsunzufriedenheit
4.4 Fehlzeiten- und Fluktuationsverhalten
4.5 Zusammenfassung
5 Gesundheitliche Folgen durch steigende Arbeitsbelastungen
5.1 Die bisherigen Volkskrankheiten
5.1.1 Muskel- und Skeletterkrankungen
5.1.2 Atemwegserkrankungen
5.1.3 Psychische Störungen
5.1.4 Magen-Darm-Erkrankungen
5.1.5 Herz-Kreislauf-Erkrankungen
5.1.6 Weitere arbeitsbedingte Erkrankungen
5.2 Psychische Erkrankungen auf dem Weg zur Volkskrankheit Nummer 1
5.2.1 Diagnose Burnout?
5.2.2 Depressionen
5.3 Häufige Erkrankungen im Altenpflegebereich
5.4 Arbeitsbedingte Kosten physischer und psychischer Erkrankungen
5.5 Zusammenfassung
6 Der Umgang mit Human Ressourcen im 21 Jahrhundert
6.1 Betriebliche Gesundheitsförderung
6.1.1 Bewertung der Arbeitsbelastungen und Ableitung von Arbeitsschutzmaßnahmen
6.1.2 Deeskalierendes Arbeiten durch gesunde Mitarbeiterführung
6.2 Persönliche Gesundheitsförderung
6.2.1 Strategien zur Stressbewältigung
6.2.2 Fitness und Ernährung
6.2.3 Was ist der Kohärenzsinn?
6.3 Weitere Präventionsmaßnahmen und ihre Bedeutung für die Arbeitswelt allgemein und speziell für die Altenpflege
6.4 Zusammenfassung
7 Work-Health-Balance – Gibt es sie?
Die vorliegende Arbeit untersucht die Korrelation zwischen zunehmenden Arbeitsbelastungen und dem Auftreten ausgewählter Volkskrankheiten. Das primäre Ziel ist es, den Begriff „Work-Health-Balance“ als notwendiges Optimum zwischen Arbeitsanforderungen und präventiven Gesundheitsmaßnahmen zu definieren und Strategien für ein gesundes Human-Ressourcen-Management im 21. Jahrhundert aufzuzeigen.
3.1.1 Arbeits- und Anforderungsverdichtung
Die Veränderungen in der Arbeitswelt erhöhen ständig den Druck auf die Unternehmen (z. B. Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit) und die Beschäftigten. Laut DGB-Index Gute Arbeit – 2012 haben 63% der Beschäftigten den Eindruck, immer mehr in der gleichen Zeit schaffen zu müssen. Die Ursachen der Arbeitsverdichtung liegen vor allem in den Rentabilitäts- und Wirtschaftlichkeitsbestrebungen der Unternehmen. Vermehrte Restrukturierungsmaßnahmen und erhöhte Leistungserwartungen an die Beschäftigten führen zu einer Intensivierung der Arbeit. Weiterhin können hohe Leistungserwartungen, eine quantitative Überforderung der Beschäftigten hervorrufen. Eine solche Überforderung tritt dann ein, wenn das verlangte Arbeitspensum die individuellen Voraussetzungen übersteigt. Das ist der Fall, wenn hohe Anforderungen (Zeit-/Termindruck, Arbeitstempo, Leistungsvorgaben, vorgegebene Arbeitsweise) mit geringen Handlungs- und Entscheidungsfreiräumen korrelieren. Demzufolge treten Überforderungszustände ein, wenn die Betroffenen nicht ausreichend qualifiziert sind. Wenn der Schwierigkeitsgrad zu hoch ist, schleichen sich Fehler ein, Misserfolge und Auseinandersetzungen mit dem Vorgesetzten führen zu weiteren Problemen. Auch die Übertragung von neuen Aufgaben kann von Mitarbeitern als belastend empfunden werden. Die Gründe dafür, sind oftmals unvollständige Aufgaben, Informationsüberlastung, unklare Aufgabenübertragung, zu viele Parallelarbeiten, widersprüchliche Anweisungen und unerwartete Unterbrechungen. Umgedreht kann sich eine quantitative Unterforderung durch die Zunahme monotoner Arbeiten herausbilden. Beide Formen können gleichermaßen die Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit senken und Stress auslösen. Das „Flow-Modell“ von CSIKSZENTMIHALYI (1997) erklärt den speziellen Zusammenhang zwischen Über- und Unterforderung (ausführlichere Erläuterung in Kapitel 4).
1 Work-Health-Balance: Einführung in das Thema und Definition der Zielsetzung der Diplomarbeit.
2 Veränderungen der Arbeits- und Personalpolitik im Kontext der demografischen Entwicklung: Analyse des Wandels des Arbeitsbegriffs und der Auswirkungen industrieller und gesellschaftlicher Veränderungen.
3 Belastungen im heutigen Arbeitsprozess: Untersuchung diverser Stressfaktoren, einschließlich Mobbing und spezifischer Belastungen im Gesundheitswesen.
4 Arbeitsmotivation als Frühindikator nachlassender Arbeitsleistungen und gesundheitlicher Veränderungen: Erörterung der Motivation als Indikator und Risiko der inneren Kündigung bei Überlastung.
5 Gesundheitliche Folgen durch steigende Arbeitsbelastungen: Darstellung physischer und psychischer Krankheitsbilder als Konsequenz beruflicher Überforderung.
6 Der Umgang mit Human Ressourcen im 21 Jahrhundert: Aufzeigen von Präventionsstrategien durch betriebliche und persönliche Gesundheitsförderung.
7 Work-Health-Balance – Gibt es sie?: Abschlussbetrachtung und Beantwortung der Kernfrage nach der Existenz eines Gleichgewichts in der modernen Arbeitswelt.
Work-Health-Balance, Arbeitsbelastung, Stress, Burnout, Depression, Gesundheitsförderung, Prävention, Arbeitsmotivation, Altenpflege, Fachkräftemangel, Human Resources, Arbeitsverdichtung, psychische Erkrankungen, Arbeitsschutz, Leistungsfähigkeit.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen den wachsenden Anforderungen im modernen Arbeitsprozess und dem Auftreten berufsbedingter gesundheitlicher Beeinträchtigungen.
Die zentralen Felder sind der demografische Wandel, die identifizierten Stressfaktoren im Arbeitsalltag, die Rolle der Arbeitsmotivation als Frühwarnsystem sowie die Möglichkeiten der betrieblichen und persönlichen Prävention.
Das Ziel ist die theoretische Fundierung des Begriffs „Work-Health-Balance“ als gesundes Optimum der Belastungsintensität und die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Der Autor nutzt zur Untersuchung der spezifischen Belastungen im Altenpflegebereich einen eigenen Fragebogen (W-H-B/ Kneissl 2012) sowie Experteninterviews, um Praxisnähe und wissenschaftliche Validität zu verbinden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Belastungsursachen, die Folgen für die Arbeitsmotivation und Gesundheit, sowie einen detaillierten Lösungsteil, der Führungsinstrumente und persönliche Stressbewältigung thematisiert.
Die Arbeit lässt sich als interdisziplinäre Untersuchung an der Schnittstelle von Betriebswirtschaftslehre, Psychologie und Gesundheitswissenschaften einordnen.
Die Altenpflege dient als Fallbeispiel für eine Branche, die durch einen drastischen Fachkräftemangel, physische Schwerstarbeit und emotionale Belastungen besonders stark von Arbeitsunzufriedenheit und Fluktuation betroffen ist.
Das Modell visualisiert den Zusammenhang zwischen Belastungsintensität und gesundheitlichen Auswirkungen in drei Zonen (Deeskalationszone, Grauzone, Eskalationszone) und definiert das „Optimum der Belastungsintensität“.
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