Hausarbeit (Hauptseminar), 2009
13 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Was meint Lebensform-Konzeption?
3. Welche Bedeutung hat ataraxia für Epikur?
4. Welche Bedeutung hat ataraxia für Pyrrhon von Elis?
5. Gegenüberstellung beider Positionen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die unterschiedlichen Lebensform-Konzeptionen von Epikur und Pyrrhon von Elis vergleichend zu untersuchen, um zu prüfen, inwiefern beide Ansätze das gleiche Ziel der Seelenruhe (ataraxia) verfolgen.
4. Welche Bedeutung hat ataraxia für Pyrrhon von Elis?
Pyrrhon von Elis hat selbst keine Werke verfasst, alle Kenntnisse die wir über die pyrrhonische Skepsis haben, stammen von Sextus Empiricus, der ungefähr 500 Jahre später, im 2. Jh. n. Chr. lebte. Eine zweite Quelle stammt, ein weiteres Jahrhundert später, von Diogenes Laërtios, der sich auf eine Biographiensammlung von Antigonos von Karystos aus dem 3. Jh. v. Chr. bezieht. Pyrrhons Schüler Timon verehrte seinen Lehrer und erwähnte ihn sehr häufig in seinen Schriften, die allerdings nur noch in wenigen Fragmenten vorliegen. Ich beziehe mich bei der Definition der ataraxia nach Pyrrhon ausschließlich auf Sextus´ „Grundriß der pyrrhonischen Skepsis“.
Pyrrhon gilt als Begründer des radikalen Skeptizismus und bezweifelt alles, indem er jedem Argument ein gleichwertiges entgegensetzt. Er stellt fest, dass man bei diesem Verfahren unweigerlich in einen unendlichen Regress gerät. D.h. um die Wahrheit einer Sache festzustellen, bedarf es einer Erklärung mittels einer anderen „Wahrheit“, diese muss aber auch bewiesen werden. Das Verfahren lässt sich scheinbar endlos fortführen. In der heutigen Zeit gibt es den Begriff des „Münchhausen-Trilemmas“, geprägt durch Hans Albert, der auch den logischen Zirkel, also das Wiederankommen am Ausgangspunkt während der Beweisführung, und den Abbruch des Beweisverfahrens, welcher impliziert, dass eine bestimmte Sache schon als wahr vorausgesetzt wird, umfasst. Einer dieser drei Aspekte tritt prinzipiell immer auf, denn uns ist es nach Pyrrhon nicht möglich, die Wahrheit bzw. die Tiefe zu erkennen.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die beiden Philosophen vor, definiert das Ziel der Seelenruhe als zentralen Punkt ihrer Lehren und erläutert die vergleichende Herangehensweise der Hausarbeit.
2. Was meint Lebensform-Konzeption?: Das Kapitel definiert die beiden Bestandteile „Lebensform“ und „Konzeption“ und bettet diese in den historischen Kontext des Hellenismus und das Ideal der Glückseligkeit ein.
3. Welche Bedeutung hat ataraxia für Epikur?: Es wird Epikurs Weg zur Seelenruhe beschrieben, der eng mit der Lust (hēdonē) verknüpft ist und die Überwindung von Ängsten und Bedürfnissen erfordert.
4. Welche Bedeutung hat ataraxia für Pyrrhon von Elis?: Dieses Kapitel analysiert die pyrrhonische Skepsis und zeigt auf, wie durch Zurückhaltung (epochē) gegenüber Urteilen der Zustand der Seelenruhe erreicht werden soll.
5. Gegenüberstellung beider Positionen: Hier werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Konzepte analysiert, wobei die Differenz zwischen der erreichbaren Lehre Epikurs und der radikalen Skepsis Pyrrhons hervorgehoben wird.
Ataraxia, Epikur, Pyrrhon von Elis, Lebensform-Konzeption, Seelenruhe, Hellenismus, Skepsis, Epoche, Aponia, Glückseligkeit, Hedonismus, Unerschütterlichkeit, Urteilsenthaltung.
Die Arbeit vergleicht die philosophischen Ansätze von Epikur und Pyrrhon von Elis hinsichtlich ihrer Konzeptionen zur Erreichung der „Seelenruhe“.
Die zentralen Felder sind die hellenistische Ethik, die Rolle des Skeptizismus, das Streben nach Glückseligkeit und der Vergleich von Lebensentwürfen.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie beide Philosophen trotz unterschiedlicher methodischer Ansätze dasselbe Ziel, die ataraxia, als Ideal für ein glückliches Leben definieren.
Es handelt sich um eine vergleichende philosophische Analyse, die sich primär auf die Interpretation klassischer Texte und Sekundärliteratur stützt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die spezifische Betrachtung von Epikurs hedonistischem Ansatz und Pyrrhons skeptischem Ansatz sowie deren vergleichende Gegenüberstellung.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind ataraxia, Lebensform-Konzeption, Skepsis, Epikureismus und Seelenruhe.
Während Epikur einen aktiven Weg über die Vernunft und die Kontrolle von Begierden (Lust) vorschlägt, setzt Pyrrhon auf die radikale Urteilsenthaltung, da er die menschliche Erkenntnisfähigkeit prinzipiell bezweifelt.
Der Begriff dient dazu, das logische Problem des unendlichen Regresses bei der Wahrheitsfindung zu illustrieren, welches für Pyrrhon der Grund ist, warum wir keine absoluten Wahrheiten erkennen können.
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