Bachelorarbeit, 2012
45 Seiten, Note: 2,0
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
I.) Einleitung
II.) David Lewis` mögliche Welten und modaler Realismus
II.1.) Die Traditionelle Modallogik
II.2.) David Lewis` Kritik an der traditionellen Modallogik
II.3.) David Lewis` Theorie der mögliche Welten und des modalen Realismus
II.4.) Vorteile des modalen Realismus von David Lewis
III.) Analytische Betrachtung – Mögliche Welten als reine Fiktion
III.1.) Der modale Ersatzismus
III.2.) Der Fiktionalismus
IV.) Physikalische Betrachtung – Mögliche Welten als physikalische Realität
IV.1.) Die Mikroebene – Mögliche Welten als Interpretation der Quantenmechanik
IV.2.) Die Makroebene – Mögliche Welten der Stringtheorie
V.) David Lewis` mögliche Welten – Reine Fiktion oder physikalische Realität
Die Arbeit untersucht die philosophische These des modalen Realismus von David Lewis und stellt sie alternativen analytischen sowie physikalischen Ansätzen gegenüber. Das zentrale Ziel ist es, die Verteidigung von Lewis gegen das "ungläubige Staunen" zu bewerten und aufzuzeigen, ob seine Theorie trotz ihrer ontologischen Kosten als wirtschaftlichste Interpretation modaler Aussagen gelten kann.
II.3.) David Lewis` Theorie der mögliche Welten und des modalen Realismus
David Lewis sieht die möglichen Welten, wie bereits angedeutet, nun als existierend an. David Lewis` Theorie hierbei, um seine modale Realismus - Ontologie in eine mögliche Welten Semantik umzusetzen, ist die Counterpart - Theorie, wobei er die Zugänglichkeit durch eine Relation über Individuen interpretiert, durch die Counterpart - Relation. Eine Relation an Ähnlichkeitsbeziehungen von Individuen dieser Welt mit anderen Welten-Individuen. Die Counterpart - Analyse hängt nun im genaueren damit zusammen, dass wir in David Lewis` Theorie nur eine Welt in der Menge von raumzeitlich isolierten Welten bewohnen. Nach der Counterpart Analyse von de re - Modalität heißt das Beispiel: „Dass H. die Wahl hätte gewinnen können“, dass es Welten gibt, in denen jemand der H. nun hinreichend ähnelt, die Wahl gewinnt. H. selbst existiert jedoch nur ausnahmslos in unserer aktualen Welt, denn die H.`s in den anderen möglichen Welten sind nur H.`s Counterparts oder auch Stellvertreter. Counterparts oder Stellvertreter bedeutet für David Lewis, bezogen auf das Beispiel Individuen: Dass diese Individuen sind, die H. in der relevanten Sicht hinreichend ähneln. Nach der Counterpart-Theorie von David Lewis ist z.B. H. selbst (in der aktualen Welt) nun identisch zu der mereologischen Summe all seiner Vorgänger und Nachfolger, zeitlich betrachtet, und nicht identisch zu der merologischen Summe all seiner Counterparts.
I.) Einleitung: Einführung in die Thematik des modalen Realismus und Formulierung der Fragestellung hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit der Theorie von David Lewis.
II.) David Lewis` mögliche Welten und modaler Realismus: Darlegung der Grundlagen der Modallogik, der Kritik von Lewis daran und Vorstellung seiner zentralen Theorie der möglichen Welten und der Counterpart-Relation.
III.) Analytische Betrachtung – Mögliche Welten als reine Fiktion: Auseinandersetzung mit alternativen analytischen Theorien wie dem Ersatzismus und Fiktionalismus und deren Problematiken im Vergleich zum modalen Realismus.
IV.) Physikalische Betrachtung – Mögliche Welten als physikalische Realität: Übertragung der Fragestellung auf die physikalische Forschung, insbesondere durch die Multiversen-Theorie der Quantenmechanik und Stringtheorie.
V.) David Lewis` mögliche Welten – Reine Fiktion oder physikalische Realität: Fazit zur Wirtschaftlichkeit des modalen Realismus und Einordnung der Ergebnisse im Hinblick auf das ungläubige Staunen und die Vorteile der Theorie.
Modaler Realismus, David Lewis, mögliche Welten, Counterpart-Theorie, Modallogik, Ersatzismus, Fiktionalismus, Multiversum, Quantenmechanik, Stringtheorie, Aktualität, Kontrafaktuale, Ontologie, Wirtschaftlichkeit, Modalität.
Die Bachelor-Thesis analysiert die philosophische Position des modalen Realismus von David Lewis, der besagt, dass mögliche Welten real existieren.
Die zentralen Felder sind die modale Logik, die analytische Metaphysik (speziell Ersatzismus und Fiktionalismus) sowie naturwissenschaftliche Theorien wie das Multiversum.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die Theorie von David Lewis trotz der ontologischen Hürden eine wirtschaftlichere und überzeugendere Interpretation modaler Aussagen darstellt als alternative Ansätze.
Es handelt sich um eine systematische philosophische Analyse, die durch einen Vergleich mit physikalischen Theorien zur Untermauerung der Argumentation ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Lewis' Counterpart-Theorie, eine analytische Prüfung von Gegenentwürfen und eine physikalische Betrachtung mittels Multiversen-Hypothesen.
Wichtige Begriffe sind modaler Realismus, mögliche Welten, Counterpart-Theorie, Ersatzismus, Fiktionalismus und Multiversum.
Für Lewis ist Aktualität ein indexikalischer Begriff; das bedeutet, sie zeigt lediglich an, in welcher Welt sich der Sprecher gerade befindet, vergleichbar mit dem Wort "hier" oder "jetzt".
Das ungläubige Staunen beschreibt die philosophische Abwehrreaktion gegen die Behauptung, dass abstrakte "Möglichkeiten" ebenso real existieren wie unsere physische Welt.
Lewis argumentiert, dass der Fiktionalismus die Modalität bereits voraussetzt, um sinnvoll über mögliche Welten zu sprechen, und daher nicht die theoretische Wirtschaftlichkeit erreicht, die sein eigener Realismus bietet.
Die Stringtheorie wird als ein Ansatz diskutiert, der durch die Annahme vieler verschiedener Varianten der kompaktifizierten Dimensionen das Konzept des Multiversums unterstützt und somit Parallelen zur ontologischen Vielfalt bei Lewis aufweist.
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