Bachelorarbeit, 2011
105 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Nötiges Vorwissen
2.1 Vorgeburtliche Entwicklung
2.2 Rechtliche Grundlagen
2.3 Verfahren der PND
2.3.1 Nichtinvasive Verfahren
2.3.2 Invasive Verfahren
3. Hypothesen
4. Empirischer Teil und Methodik
4.1 Halboffenes Interview
4.2 Interviewpartner und -situation
4.3 Interviewleitfaden
4.3.1 Anmerkungen zum Leitfaden
4.3.2 Fragestellungen
5. Auswertung der Forschungsergebnisse
5.1 H1: Entscheidungsfragen
5.2 H2: Schwangerschaftserleben
5.3 H3: Einflüsse von außen
5.4 H4: Emotionale Bindung zum Kind
5.5 H5: Beratung
5.6 H6: Risiken
5.7 H7: Nach auffälligem Befund
5.8 H8: PND als Selektion
6. Aussicht und mögliche Lösungsansätze
7. Fazit und eigene Stellungnahme
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss pränataldiagnostischer Verfahren auf das Schwangerschaftserleben werdender Mütter sowie die daraus resultierenden Implikationen für die psychosoziale Beratung.
2.3.1 Nicht-invasive Verfahren
Nichtinvasive Verfahren sind Untersuchungen, die nicht oder in geringem Maße in den Körper der Schwangeren eingreifen.
Die wichtigste Methode dabei ist die Ultraschalldiagnostik, bei der über einen Schallkopf ausgesendete vom fötalen Gewebe zurückgeworfene Schallwellen auf einem Monitor in ein Bild umgesetzt werden. Diese Methode erfolgt über die Bauchdecke, wobei der Schallkopf auf diese gesetzt wird. Es gibt zudem den vaginalen Ultraschall bei dem ein stabförmiger Schallkopf in die Scheide eingeführt wird. Diese Methode bereitet den Frauen oft Unannehmlichkeiten und Schmerzen. Der Ultraschall wird zur Feststellung einer Schwangerschaft sowie der Bestimmung des Schwangerschaftsstadiums durchgeführt. Außerdem dient er dem Ausschluss einer Bauchhöhlen oder Eileiterschwangerschaft, dem Erkennen von Mehrlingen, der Wachstumskontrolle, der Kontrolle der Herztätigkeit und der Lage des Ungeborenen, der Entwicklung von Mutterkuchen und Ungeborenen sowie der Messung der Blutversorgung.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Pränataldiagnostik und Formulierung der zentralen Forschungsfrage bezüglich des Einflusses auf das Schwangerschaftserleben.
2. Nötiges Vorwissen: Theoretische Darstellung der vorgeburtlichen Entwicklung, rechtlicher Rahmenbedingungen sowie der medizinischen Verfahren der Pränataldiagnostik.
3. Hypothesen: Präsentation der Arbeitshypothesen, die den Zusammenhang zwischen PND, Schwangerschaftserleben, Beratung und gesellschaftlichen Einflüssen thematisieren.
4. Empirischer Teil und Methodik: Beschreibung des Forschungsdesigns unter Verwendung halboffener Interviews mit jungen Müttern sowie die Erläuterung der Interviewführung.
5. Auswertung der Forschungsergebnisse: Analyse und Diskussion der Hypothesen auf Basis der durchgeführten Interviews sowie unter Einbeziehung vorhandener Fachliteratur.
6. Aussicht und mögliche Lösungsansätze: Vorschläge zur Verbesserung der Beratungsqualität und der Zusammenarbeit zwischen medizinischen und psychosozialen Fachkräften.
7. Fazit und eigene Stellungnahme: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion des gesellschaftlichen Umgangs mit Pränataldiagnostik.
Pränataldiagnostik, PND, Schwangerschaftserleben, psychosoziale Beratung, Ultraschall, Fruchtwasseruntersuchung, Fehlgeburt, Schwangerschaftsabbruch, vorgeburtliche Entwicklung, Pränatale Therapie, Ethik, Behindertenrecht, Selbstbestimmung, emotionale Bindung, Schwangerschaftskonfliktgesetz.
Die Arbeit analysiert, wie pränataldiagnostische Verfahren (PND) das subjektive Erleben der Schwangerschaft bei jungen Müttern beeinflussen und welche Bedeutung dies für die psychosoziale Beratung hat.
Die Themen umfassen die rechtlichen Grundlagen, medizinische Untersuchungsverfahren, psychische Belastungen durch Wartezeiten, den Einfluss des sozialen Umfelds sowie die Problematik einer möglichen Selektion.
Ziel ist es, einen selten betrachteten Blickwinkel auf das Erleben der PND aus der Sicht der schwangeren Frau zu eröffnen und Defizite in der aktuellen Beratungskultur aufzuzeigen.
Die Verfasserinnen führten insgesamt acht persönliche, halboffene Interviews mit jungen Müttern durch, deren Aussagen transkribiert und qualitativ ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung und eine empirische Auswertung von acht aufgestellten Hypothesen, unterlegt mit Zitaten aus den geführten Interviews.
Zentrale Begriffe sind Pränataldiagnostik, psychische Belastung, psychosoziale Beratung, Schwangerschaftskonflikt und die ethische Abwägung zwischen technischer Kontrolle und natürlichem Schwangerschaftserleben.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Alter bei jüngeren Müttern als Faktor für die Wahl der Diagnostik oft in den Hintergrund tritt, während das soziale Umfeld und ärztliche Anraten eine dominantere Rolle spielen.
Die Befragten gaben an, dass eine spezifische psychosoziale Beratung im Kontext der PND praktisch nicht stattgefunden hat; Ärzte konzentrierten sich primär auf die medizinische Ebene.
Überraschenderweise widerlegt die Arbeit die Hypothese, dass PND die Bindung generell behindert; viele Mütter erleben Ultraschallbilder als Mittel zur Stärkung der Bindung, sofern die Befunde unauffällig sind.
Es wird eine enge Verzahnung von medizinischer und psychosozialer Beratung gefordert, idealerweise durch interprofessionelle Kooperationen, um Betroffene bereits vor der ersten Diagnose umfassend zu begleiten.
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