Bachelorarbeit, 2012
61 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen für Geschäftsprozesse
2.1 Ziele und Aufgaben von Geschäftsprozessmanagement
2.2 Anwendung und Status quo in Unternehmen
2.3 Modellierung von Geschäftsprozessen
3 Modellierungsmethoden für Geschäftsprozesse
3.1 Kriterienkatalog zum Modellvergleich
3.2 Auswahl der Modellierungsmethoden
3.3 Vergleich verschiedener Modellierungsmethoden
3.4 Ergebnis des Vergleichs der Methoden
4 Umsetzung eines Beispielprozesses
4.1 Selektion und Beschreibung eines Geschäftsprozesses
4.2 Erstellung eines Prozessmodells
4.3 Reflexion der Beispielmodellierung
5 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Geschäftsprozessmanagements für Unternehmen unabhängig von Branche und Größe sowie den Status quo in der Praxis. Ein zentraler Fokus liegt auf dem Vergleich verschiedener Modellierungsmethoden, um Unternehmen bei der Prozessgestaltung bestmöglich zu unterstützen, was anhand eines praxisnahen Beispielprozesses unter Anwendung von BPMN 2.0 veranschaulicht wird.
3.1 Kriterienkatalog zum Modellvergleich
Bevor nun die einzelnen Methoden analysiert werden können, gilt es, einen Kriterienkatalog aufzustellen, anhand dessen die im nachfolgenden Kapitel ausgewählten Methoden verglichen werden. Es erfolgt eine Unterteilung in drei verschiedene Kategorien:
Formale Kriterien: Dabei geht es speziell um die Grundeigenschaften der Notation.
Unternehmenskriterien: Hierunter fallen alle Eigenschaften, die besonders für das Unternehmen selbst wichtig sind und die Auswahl der Modellierungsmethode beeinflussen können.
Anwenderkriterien: welche Eigenschaften sind für den Anwender, d.h. denjenigen, der mit der Notation arbeiten soll, von Bedeutung? Dabei kann die Arbeitsintensivität, also wie tief sich derjenige mit der Notation befasst, je nach Anwender variieren.
Tabelle 3.1 fasst alle Kriterien zusammen, welche im nachfolgenden einzeln erläutert werden.
Änderbarkeit ist ein Kriterium, das aussagt, wie einfach sich das bestehende Modell an geänderte Rahmenbedingungen anpassen lässt. In der heutigen schnelllebigen Zeit kann es durchaus vorkommen, dass ein Prozess innerhalb kurzer Zeit verändert werden muss, da es sonst unter Umständen auch zu Compliance Problemen oder Verlusten finanzieller Art kommen kann. Je schneller das Modell angepasst werden kann, desto besser für das Unternehmen.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Herausforderungen von Unternehmen und die wachsende Bedeutung sowie den Nutzen von Geschäftsprozessmanagement.
2 Grundlagen für Geschäftsprozesse: Dieses Kapitel erläutert elementare Begriffe, den Status quo in der Praxis sowie das Prinzip der Geschäftsprozessmodellierung.
3 Modellierungsmethoden für Geschäftsprozesse: Hier werden relevante BPM-Standards vorgestellt, ein Kriterienkatalog entwickelt und die Methoden EPK, UML, BPMN und BPEL verglichen.
4 Umsetzung eines Beispielprozesses: Dieses Kapitel beschreibt die praktische Anwendung von BPMN 2.0 anhand des Prozesses der Neueinstellung eines Mitarbeiters bei der ESG GmbH.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit von toolgestützter Modellierung sowie den Forschungsbedarf bei Ad-hoc-Prozessen.
Geschäftsprozessmanagement, GPM, Prozessmodellierung, BPMN, EPK, UML, BPEL, Geschäftsprozess, Prozessorientierung, Prozessautomatisierung, Methodenvergleich, Kriterienkatalog, Prozessgestaltung, Business-IT-Alignment, Prozessoptimierung
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Geschäftsprozessmanagement und der Modellierung von Geschäftsprozessen, um deren Bedeutung für Unternehmen zu untersuchen und verschiedene Modellierungsmethoden systematisch zu vergleichen.
Die Arbeit umfasst das Geschäftsprozessmanagement, die Geschäftsprozessmodellierung, den Vergleich gängiger Modellierungsstandards sowie die praktische Umsetzung eines Unterstützungsprozesses.
Ziel ist es, herauszuarbeiten, welchen Nutzen Geschäftsprozessmanagement bietet, den aktuellen Anwendungsstand in Unternehmen zu analysieren und eine Empfehlung für die geeignetste Modellierungsmethode zu geben.
Zur methodischen Untersuchung wird ein Kriterienkatalog erstellt, der formale Kriterien, Unternehmenskriterien und Anwenderkriterien umfasst, um die ausgewählten Modellierungsmethoden vergleichend zu bewerten.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen gelegt, danach die Standards EPK, UML, BPMN und BPEL detailliert vorgestellt und anhand des Kriterienkatalogs verglichen, gefolgt von einer praktischen Fallstudie.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Geschäftsprozessmanagement, Prozessmodellierung, BPMN, Methodenvergleich und Prozessautomatisierung beschreiben.
Die Analyse ergab, dass BPMN 2.0 am ehesten den definierten Anforderungen entspricht und Unternehmen bei der Durchführung von Prozessmanagement sowie bei der Prozessautomatisierung am besten unterstützen kann.
Der Prozess der Neueinstellung eines Mitarbeiters wird anhand eines Szenarios der ESG GmbH, eines mittelständischen System- und Softwarehauses, modelliert.
Der Autor stellt fest, dass die Prozessautomatisierung komplex ist und empfiehlt dringend den Einsatz toolgestützter technischer Modellierung, um den automatischen Ablauf zuverlässig umzusetzen.
Das Business-IT-Alignment wird als entscheidender Faktor für den Erfolg von Prozessmanagement gewertet, da es die Verbindung zwischen den Anforderungen der Fachbereiche und der technischen Umsetzung sicherstellt.
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