Hausarbeit (Hauptseminar), 2012
19 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Legasthenie/ Dyslexie – Was ist das?
2.1. Begriffsklärungen und mögliche Ursachen
2.2. Symptome und deren Therapie
3. Wie können sich Erwachsenenbildner auf Legastheniker/ Dyslektiker einstellen?
4. Fazit
5. Literatur- und Quellenverzeichnis
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Herausforderungen von Legasthenikern und Dyslektikern im Kontext der Erwachsenenbildung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Dozenten und Kursleiter ihre Methoden und Lernumgebungen an die spezifischen Bedürfnisse dieser Personengruppe anpassen können, um den Lernerfolg trotz bestehender Einschränkungen zu gewährleisten.
2.1. Begriffsklärungen und mögliche Ursachen
Der Begriff „Legasthenie“ ist ein zusammengesetztes lateinisch- griechisches Wort. Der erste Teil kann von dem lateinischen Wort „legere“ abgeleitet werden, was dem Verb „lesen“ entspricht. Der zweite Part ist auf das griechische Wort „astheneia“ zurückzuführen und bedeutet: „die Schwäche“. Hierbei ist also die Rede von einer Schwäche beim Lesen. Der Begriff der Legasthenie wurde erstmalig 1916 durch Pål Ranschburg als Leseschwäche geprägt. Es handelt sich dabei nicht um eine Lernbehinderung im allgemeinen Sinn, sondern um eine Teilleistungsstörung. Dies bedeutet, dass bei den Betroffenen bestimmte Bereiche des Gehirns ausgefallen sind, sie ansonsten aber ein normales Leistungsniveau besitzen können. Legasthenie kann auch bei Kindern mit geringerer Intelligenz oder sogar in Kombination mit anderen Leistungsstörungen auftreten. Maria Lindner, eine schweizerische Legasthenieforscherin, definierte den Begriff wie folgt: „Unter Legasthenie verstehen wir demnach eine spezielle und aus dem Rahmen der übrigen Leistungen fallende Schwäche im Erlernen des Lesens (und indirekt auch des selbstständigen orthographischen Schreibens) bei sonst intakter oder [...] relativ guter Intelligenz.“ Es handelt sich dabei also nicht um eine Lese- Rechtschreibschwäche, deren Ursachen auf Schwachsinn, körperliche Behinderungen, mangelnde Übung, schlechte Schulmethoden oder eine gestörte Schüler- Lehrer- Beziehung zurückzuführen sind. 1951 hob Lindner hervor, dass ein Kind ein Legastheniker sei, wenn es offensichtlich ist, dass es „das Lesen und damit auch das Schreiben nicht oder nur mit größter Mühe erlernen kann, während in anderen Fächern keine entsprechenden Schwierigkeiten bestehen.“ Die Störungen, welche bei den betroffenen Personen auftreten, können unterschiedliche Ursachen besitzen. So können sie z.B. durch biologische, pädagogische oder psychische Probleme verursacht werden und sich im weiteren Verlauf sekundär auf beispielsweise das Selbstwertgefühl oder Selbstbewusstsein auswirken. Die Störungen treten meist auch in den Bereichen des Sehens, Hörens oder der Motorik auf.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Sprache als Medium ein und skizziert die Fragestellung bezüglich der Herausforderungen für Legastheniker sowie die Zielsetzung der Arbeit in der Erwachsenenbildung.
2. Legasthenie/ Dyslexie – Was ist das?: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Legasthenie und Dyslexie, erläutert die neurologischen und genetischen Ursachen und beschreibt die damit verbundenen Symptome sowie Ansätze zur Therapie.
3. Wie können sich Erwachsenenbildner auf Legastheniker/ Dyslektiker einstellen?: Hier werden praktische Strategien für Dozenten erörtert, um Lerninhalte, Methoden und Räumlichkeiten so zu gestalten, dass sie den spezifischen Bedürfnissen betroffener Erwachsener gerecht werden.
4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Verständnis und Anpassungsfähigkeit im Bildungswesen, um Betroffenen trotz ihrer Schwächen eine erfolgreiche Weiterbildung zu ermöglichen.
5. Literatur- und Quellenverzeichnis: Dieses Kapitel listet sämtliche verwendete gedruckte und digitale Literatur auf, die zur Erarbeitung der Hausarbeit herangezogen wurde.
Legasthenie, Dyslexie, Erwachsenenbildung, Leseschwäche, Rechtschreibschwäche, Teilleistungsstörung, Lernumgebung, Didaktik, Gehirnforschung, Inklusion, Fördermethoden, Lernpsychologie, Sprachverarbeitung, Unterrichtsgestaltung, Selbstwertgefühl
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Legasthenie und Dyslexie und überträgt diese Erkenntnisse spezifisch auf den Bereich der Erwachsenenbildung.
Die zentralen Felder umfassen die medizinisch-psychologische Definition, die Ursachenforschung, die Symptomatik sowie didaktische Handlungsoptionen für Lehrende.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Dozenten ihre Lehre inklusiver gestalten können, damit Legastheniker und Dyslektiker trotz ihrer Beeinträchtigung Lernziele erreichen können.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis von Fachliteratur und Erkenntnissen aus der Hirnforschung sowie pädagogischen Studien erstellt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Begriffs- und Ursachenanalyse sowie einen praxisorientierten Teil, der konkrete methodische Anpassungen für Seminare vorschlägt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Teilleistungsstörung, Erwachsenenbildung, methodische Differenzierung und neurologische Grundlagen beschreiben.
Da Betroffene im Erwachsenenalter oft noch unter den negativen Erfahrungen aus ihrer Schulzeit leiden und selten diagnostiziert wurden, ist eine sensible und fachkundige Unterstützung durch Kursleiter entscheidend.
Der Autor diskutiert den Einsatz von Medien wie Flipcharts, PowerPoint oder Tonaufnahmen als hilfreiche Werkzeuge, weist aber auch auf deren spezifische Vor- und Nachteile bei der Arbeit mit Legasthenikern hin.
Das Fazit lautet, dass auch ohne explizite Sonderpädagogik allein durch Empathie, Flexibilität in der Raumgestaltung und methodische Vielfalt eine inklusive und effektive Lernumgebung geschaffen werden kann.
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