Masterarbeit, 2012
327 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Sprachliche Bilder
2.1 Metaphern nach Lakoff/Johnson
2.1.1 Die Kognitive Linguistik als Rahmen der Metapherntheorie
2.1.2 Das Wesen der Metapher
2.1.3 Arten von Metaphern
2.1.3.1 Konventionalisierte Metaphern
2.1.3.2 Unkonventionelle Metaphern
2.1.3.2.1 Kreative Metaphern
2.1.3.2.2 Innovative Metaphern
2.1.4 Erkennen und Verstehen von Metaphern
2.2 Vergleiche
2.2.1 Das Wesen der Vergleiche
2.2.2 Arten von Vergleichen nach Ortony
2.2.2.1 Vergleiche im engeren Sinne
2.2.2.2 Similes
2.3 Leistungen und Funktionen von sprachlichen Bildern
2.3.1 Textextern
2.3.2 Textintern
2.4 Abgrenzung zu ähnlichen sprachlichen Mitteln
3. Die Schema-Theorie
3.1 Definition
3.2 Arten
3.2.1 Objektschemata
3.2.2 Ereignisschemata
4. Fußballberichterstattung
4.1 Stellung der Sportsprache im Gesamtsystem der Sprache
4.1.1 Kategorien der Sportsprache
4.1.1.1 Fachterminologie
4.1.1.2 Fachjargon
4.1.1.3 Reportsprache
4.2 Medienarten der Sportberichterstattung
4.2.1 Printmedien
4.2.1.1 Arten
4.2.1.1.1 Tageszeitungen
4.2.1.1.2 Fachzeitschriften
4.2.1.2 Textsorten
4.2.2 Fernsehen
4.2.3 Hörfunk
4.2.4 Internet
4.3 Sprachliche Besonderheiten der Fußballsprache
5. Empirische Untersuchung
5.1 Leitfragen und Textkorpus
5.2 Methodisches Vorgehen
5.3 Untersuchungsergebnisse
5.3.1 KRIEGSWESEN/KAMPF
5.3.2 GLAUBE
5.3.3 KUNST
5.3.4 MEDIZIN
5.3.5 WIRTSCHAFT
5.3.6 TECHNIK
5.3.7 HANDWERK
5.3.8 STAATSWESEN
5.3.9 RECHTSWESEN
5.3.10 REISE
5.3.11 NATUR
5.3.12 SPORT und SPIEL
5.3.13 ALLTAG
5.3.14 GEISTESTÄTIGKEIT
5.3.15 EMOTION
5.3.16 MATERIELLES
5.4 Diachrone Auswertung der Ergebnisse
5.4.1 Quantitative Verteilung
5.4.2 Kreativer Umgang
6. Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht den Gebrauch sprachlicher Bilder in der deutschen Fußballberichterstattung in Printmedien. Die zentrale Forschungsfrage ist, welche bildhaften Ausdrücke verwendet werden, um den Fußball kognitiv zugänglich zu machen, wie sich dieser Sprachgebrauch diachron über den Zeitraum von 1954 bis 2010 verändert hat und inwieweit dabei eine kreative Sprachentwicklung feststellbar ist.
2.1.2 Das Wesen der Metapher
Lakoff/Johnson stellen heraus, dass die Metaphern nicht nur in Gedichten oder Dramentexten zu finden sind, sondern vielmehr omnipräsent sind und daher als Bestandteil unserer Alltagssprache angesehen werden müssen (vgl. Lakoff/Johnson 2008, 11). Aus diesem Grund werden die Metaphern oft nicht als solche wahrgenommen und unbewusst produziert.
Lakoff/Johnson definieren die Metapher folgendermaßen:
Das Wesen der Metapher besteht darin, dass wir durch sie eine Sache oder einen Vorgang in Begriffen einer anderen Sache bzw. eines anderen Vorgangs verstehen und erfahren können. (ebd., 13)
1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die Popularität und Tradition des Fußballs und definiert den Fokus auf die Lexik und sprachliche Bilder in der Fußballberichterstattung.
2. Sprachliche Bilder: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Metaphern und Vergleichen (Similes) sowie deren Funktionen und Abgrenzung zu anderen sprachlichen Mitteln.
3. Die Schema-Theorie: Es wird die Schema-Theorie als kognitionspsychologisches Modell eingeführt, um zu erklären, wie menschliches Wissen über Objekte und Ereignisse organisiert ist.
4. Fußballberichterstattung: Das Kapitel verortet die Sportsprache im Gesamtsystem und differenziert zwischen Fachterminologie, Fachjargon und Reportsprache in verschiedenen Medien.
5. Empirische Untersuchung: Hier wird das Textkorpus (FAZ und SZ, WM-Berichte 1954-2010) beschrieben und die Analyse der sprachlichen Bilder nach Ursprungsbereichen durchgeführt.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert diachrone Tendenzen sowie die methodischen Herausforderungen der Untersuchung.
Fußball, Fußballberichterstattung, Metaphern, Similes, kognitive Linguistik, Lakoff, Johnson, Schema-Theorie, Reportsprache, Lexik, Sprachwandel, diachrone Analyse, Sport, Printmedien, Kreativität.
Die Arbeit untersucht, wie sprachliche Bilder (Metaphern und Vergleiche) in der deutschen Print-Fußballberichterstattung genutzt werden, um das Spielgeschehen kognitiv zu strukturieren.
Die Arbeit verknüpft kognitive Linguistik, speziell die Metapherntheorie nach Lakoff und Johnson, mit der Sportpublizistik und der Schema-Theorie.
Ziel ist es, die Verwendung und diachrone Entwicklung sprachlicher Bilder in der Fußballberichterstattung zwischen 1954 und 2010 zu analysieren und deren Funktionen zu beleuchten.
Es wird eine empirische Analyse von Zeitungsartikeln (FAZ und SZ) durchgeführt, um sprachliche Bilder zu identifizieren, in Ursprungsbereiche zu kategorisieren und deren Innovationsgrad zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu sprachlichen Bildern und Schemata, eine Einordnung der Fußballberichterstattung sowie die empirische Untersuchung der 54 ausgewählten Zeitungsartikel.
Fußball, Metaphern, kognitive Linguistik, Reportsprache, Diachronie, Schema-Theorie und Sportberichterstattung.
Schemata dienen als methodisches Werkzeug, um das Verständnis von komplexen Ereignisabläufen (wie dem Fußballspiel) in der Analyse zu strukturieren und einzuordnen.
Kreative Metaphern erweitern bekannte konzeptuelle Konzepte, während innovative Metaphern völlig neue Ursprungsbereiche mit einem Zielbereich verknüpfen und somit schwerer zu deuten sind.
Die Analyse zeigt tendenziell eine Abnahme der Kreativität im Sprachgebrauch über die Jahre, was die Autorin teilweise mit dem Textsortenwandel und der gestiegenen Bedeutung visueller Medien erklärt.
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