Hausarbeit, 2012
21 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Infektionserkrankung
2.1. Ätiologie und Pathogenese
2.2. Hygienemaßnahmen
2.3. Meldepflicht
3. Krisenmanagement des Bundes und der Länder
3.1. Der Informationsweg
3.2. Chronologie des EHEC-Ausbruchs 2011
3.3. Die Rolle der Gesundheitsämter
3.4. Die Arbeit des Robert Koch-Institut
3.5. Task Force EHEC
4. Krisenmanagement der Krankenhäuser
4.1. Am Beispiel des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein
4.2. Bedeutung für den pflegerischen Alltag
5. Schlussbetrachtung und Ausblick
Diese Arbeit analysiert das Krisenmanagement während des EHEC-Ausbruchs 2011 in Deutschland mit Fokus auf die behördliche Koordination sowie die Auswirkungen auf den pflegerischen Alltag in Krankenhäusern. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie die komplexen Prozesse bewertet werden können und welche Lehren für zukünftige Epidemien gezogen werden müssen.
4.2. Bedeutung für den pflegerischen Alltag
Um die Hygienemaßnahmen, die erforderlich waren, einhalten zu können, wurde die Station komplett umgeräumt. Nur das Patientenzimmer für kranke Neugeborene und Frühgeborene war groß genug um alle EHEC Patienten zu kohortieren, also gemeinsam und von anderen Patienten getrennt in einem Zimmer zu betreuen. Personell und räumlich wäre eine Einzelzimmerlösung nicht umsetzbar gewesen. Bis zu 4 Kinder waren gleichzeitig an Dialysegeräten auf der Station, die zwei ältesten Mädchen wurden später in der Dialyseeinheit der Erwachsenen therapiert.
Deutlich geringer waren die neurologischen Ausfälle bei den Kindern (wie z.B. Doppelbilder sehen), diese waren bei den erwachsenen Patienten doch sehr viel ausgeprägter. Eine enge Zusammenarbeit mit den Kolleginnen der Physiotherapie war Voraussetzung für die Erhaltung der Mobilität und der Prophylaxe einer Pneumonie, denn die Kinder trauten sich kaum sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen, da das Dialysegerät sehr schnell Alarm gab. Der notwendige großlumige Dialysekatheter war unangenehm und schmerzte bei den Bewegungen. Zu den vielfältigen pflegerischen Aufgaben wurde zunehmend psychologische Betreuung für die Kinder aber auch die Eltern notwendig, die sich alle in einem Ausnahmezustand befanden.
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den EHEC-Ausbruch 2011 als größte bakterielle Epidemie der Nachkriegszeit in Deutschland und definiert das Ziel der Untersuchung des behördlichen Krisenmanagements sowie der pflegerischen Versorgung.
2. Die Infektionserkrankung: Dieses Kapitel erläutert die medizinischen Grundlagen, die Symptomatik, Übertragungswege sowie die gesetzlich verankerten Hygienemaßnahmen und Meldepflichten.
3. Krisenmanagement des Bundes und der Länder: Hier wird die behördliche Koordination, die Rolle der Gesundheitsämter, des Robert Koch-Instituts und die Arbeit der Task Force EHEC bei der Ursachenfindung chronologisch dargestellt.
4. Krisenmanagement der Krankenhäuser: Dieses Kapitel beleuchtet am Beispiel des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein die praktische Bewältigung der Krise und die besonderen Belastungen für das Pflegepersonal.
5. Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit bewertet das Krisenmanagement, diskutiert die notwendige Verbesserung der Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln und zieht Lehren für künftige Epidemien.
EHEC, Krisenmanagement, Epidemie, HUS, Infektionsschutzgesetz, Robert Koch-Institut, Task Force, Gesundheitsämter, Pflegealltag, Hygienemaßnahmen, Bockshornkleesamen, Lebensmittelinfektion, Krankenhaus, Epidemiologie, Deutschland
Die Arbeit behandelt die Bewältigung des EHEC-Ausbruchs im Jahr 2011 in Deutschland und untersucht, wie staatliche Behörden und medizinische Einrichtungen auf die Krise reagiert haben.
Zu den zentralen Themen gehören das behördliche Krisenmanagement, die epidemiologische Ursachenforschung, die Koordination zwischen Bund und Ländern sowie die Auswirkungen auf die klinische Pflegepraxis.
Ziel ist es, das Krisenmanagement während der EHEC-Krise zu skizzieren, Schwachstellen zu identifizieren und Verbesserungsmöglichkeiten für zukünftige Notfälle aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, die offizielle Berichte, Studien und Pressemitteilungen relevanter Akteure wie des RKI und des Bundesministeriums analysiert.
Der Hauptteil analysiert die Infektionsbiologie, die behördliche Informationskette, die Chronologie der Ereignisse, die Arbeit der interdisziplinären Task Force sowie die spezifischen Herausforderungen auf einer Kinderintensivstation.
Wichtige Begriffe sind EHEC, Krisenmanagement, Infektionsschutzgesetz, Task Force, HUS, Gesundheitsämter und Lebensmittelinfektion.
Das RKI fungierte als zentrale wissenschaftliche Einrichtung für die Datenanalyse, Koordination der Ausbruchsuntersuchungen und Bereitstellung von Handlungsempfehlungen.
Es wurde erkannt, dass die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln verbessert werden muss und ein nationaler Krisenstab mit klaren Kompetenzen für zukünftige Epidemien entscheidend ist.
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