Bachelorarbeit, 2012
72 Seiten, Note: 1,5
1. Technologie als Treiber für ein verändertes Arbeitswesen
2. Grundlagen
2.1 Kollektive Intelligenz
2.2 Wissensbasierte Kollaboration
2.3 Erkenntnisprozesse in Industrie und Wissenschaft
3. Kulturelle Bedingungen
3.1 Zur Vorgeschichte des Kulturbegriffs in Organisationen
3.2 Merkmale einer kollaborativen Kultur im 21. Jahrhundert
4. Wissensbasierte Kollaborationen in Industrie und Wissenschaft
4.1 Web 2.0-Einsatz in Industrie und Wissenschaft
4.2 Öffentliche Initiativen
4.2.1 Crowdsourcing in der Industrie
4.2.2 Crowdsourcing in der Wissenschaft
4.2.3 Bewertung hinsichtlich kollaborativer Kulturfaktoren
4.3 Initiativen innerhalb einer Gemeinschaft
4.3.1 Kollaborative Wissensgenerierung im Unternehmen
4.3.2 Kollaborative Wissensgenerierung unter Wissenschaftlern
4.3.3 Bewertung hinsichtlich kollaborativer Kulturfaktoren
4.4 Zwischenfazit
5. Lösungsansatz für die Integration kultureller Faktoren innerhalb wissensbasierter Kollaborationen
5.1 Methodische Vorüberlegungen
5.2 Praxisorientierte Konzeption einer Online-Plattform
6. Abschließende Bemerkung zum weiteren Forschungsbedarf
Die vorliegende Hausarbeit untersucht, inwiefern der Erfolg internetbasierter Zusammenarbeit in Industrie und Wissenschaft von der Gestaltung der virtuellen Arbeitsumgebung und dem individuellen Kulturverständnis der beteiligten Akteure abhängt. Ziel ist es, Voraussetzungen für eine kollaborative Kultur zu definieren, die Wissen nicht nur teilt, sondern gemeinsam generiert und in verwertbare neue Erkenntnisse überführt.
3.2 Merkmale einer kollaborativen Kultur im 21. Jahrhundert
Nach Kuhlen sind „Kollaboration und Kommunikation unverzichtbar für eine Vision der Informationsgesellschaft, die erst dann zur Realität gebracht werden kann, wenn sie sich als Kommunikationsgesellschaft versteht, die auf den Prinzipien des Teilens, Austauschens und der symmetrischen Anerkennung der Rechte der jeweiligen Kommunikations-/Kollaborationspartner beruht“ (2004b: 236). Folglich stellt sich die Frage, wie Arbeitsumgebungen in der Industrie und Wissenschaft beschaffen sein müssen, damit innerhalb wissensbasierter Kollaborationen Wissen zunächst geteilt und sodann als gemeinsame Neukonstruktion nachhaltig eingesetzt und angewendet werden kann.
Lévy merkt an, dass „die dauernde Veränderung der Techniken, Märkte und wirtschaftlichen Verbindungen [...] die Kollektive dazu [treibt], ihre rigiden, hierarchischen Organisationsstrukturen aufzugeben und die aktiven Fähigkeiten zu Initiative und Kooperation ihrer Mitglieder zu entwickeln“ (1997: 45). Nun gilt es dazulegen, inwiefern einzelne kulturelle Elemente im Rahmen einer kollaborativen Kultur verinnerlicht werden müssen, um damit die kollektive Wissensgenerierung und letztlich den Erfolg wissensbasierter Kollaborationen positiv zu beeinflussen. Sobald eine heterogen gemischte Gruppe von Menschen mit individuellen Wissenshintergründen aufeinandertrifft, ist ein kollaboratives Kulturverständnis der Einzelpersonen unabdingbar: „No group can escpace culture“ (Hofstede et al., 2010: 11).
Unter einer kollaborativen Kultur versteht Kuhlen, „offen für das Wissen anderer zu sein und die Kompetenz zu haben, nicht nur das eigene, intern vorhandene Wissen zu verwenden, sondern dieses auch über externe Wissensressourcen der Informationsmärkte und Wissensallmenden zu erweitern und altes und neues Wissen mit anderen zu teilen“ (2006: URL). Hieraus lässt sich ableiten, dass Offenheit bzw. der offene Umgang mit Wissen, als zentrale Bedingung für jegliche kooperative Zusammenarbeit gilt. Doch eben genau der Gedanke der „Wissens(ver)teilung stößt auf kulturell verankerte Barrieren“ (Probst et al., 2003: 171) und löst sowohl Macht- als auch Vertrauensfragen auf verschiedenen Ebenen aus, mit denen es sich im Zusammenhang mit wissensbasierten Kollaborationen und somit auch im Rahmen dieser Arbeit (vgl. Kapitel 4) auseinanderzusetzen gilt. Erst wenn es gelingt, eine allgemeine Vertrauensbasis zu schaffen, können einzelne Akteure zur Beteiligung an einer Zusammenarbeit motiviert werden (vgl. Abb. 3, S. 18).
1. Technologie als Treiber für ein verändertes Arbeitswesen: Einführung in den Wandel zur Wissensgesellschaft und die Rolle des Internets bei der virtuellen Zusammenarbeit.
2. Grundlagen: Definition und theoretische Herleitung der Konzepte kollektiver Intelligenz sowie wissensbasierter Kollaboration.
3. Kulturelle Bedingungen: Untersuchung des Kulturbegriffs in Organisationen und Identifikation der Merkmale einer kollaborativen Kultur.
4. Wissensbasierte Kollaborationen in Industrie und Wissenschaft: Analyse aktueller Formen der internetbasierten Zusammenarbeit anhand von Fallbeispielen und deren Erfolgsfaktoren.
5. Lösungsansatz für die Integration kultureller Faktoren innerhalb wissensbasierter Kollaborationen: Entwicklung eines Konzepts für eine Open-Science-Plattform zur Optimierung der Wissensgenerierung.
6. Abschließende Bemerkung zum weiteren Forschungsbedarf: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.
Wissensbasierte Kollaboration, Kollektive Intelligenz, Crowdsourcing, Open Science, Wissensmanagement, Unternehmenskultur, Wissenschaftskultur, Online-Plattform, Web 2.0, Digitale Zusammenarbeit, Teilautonomie, Standardisierung, Innovationsprozess, Vertrauenskultur, Wissensgenerierung
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Gestaltung virtueller Arbeitsumgebungen und kulturellen Bedingungen bei der wissensbasierten Zusammenarbeit in Industrie und Wissenschaft.
Die zentralen Felder umfassen die Rolle kollektiver Intelligenz, die Einflüsse von Organisations- und Wissenschaftskultur auf Arbeitsprozesse sowie die Anwendung von Web-2.0-Technologien in Wissensgenerierungsprojekten.
Ziel ist es, die notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche kollaborative Kultur zu definieren, damit Wissen effizient geteilt, gemeinsam generiert und in nachhaltige Erkenntnisse überführt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu organisations- und kommunikationswissenschaftlichen Theorien sowie einer kritischen Betrachtung und Klassifizierung aktueller Fallbeispiele internetbasierter Kollaborationsmodelle.
Der Hauptteil analysiert verschiedene Formen von Crowdsourcing und gemeinschaftlicher Wissensgenerierung in Unternehmen und Forschungseinrichtungen hinsichtlich ihrer kulturellen Erfolgsfaktoren und bietet ein praktisches Konzept für eine Open-Science-Plattform.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wissensbasierte Kollaboration, Open Science, Kollektive Intelligenz, Unternehmenskultur und Innovationsprozess charakterisiert.
Die Arbeit zeigt, dass die bloße Bereitstellung technischer Werkzeuge nicht ausreicht; oft fehlen das gegenseitige Vertrauen und die Berücksichtigung kultureller Anforderungen an Kommunikation und Rollenverteilung, was zu geringer Nutzerbeteiligung führt.
Die Identifizierbarkeit von Beiträgen ist entscheidend, um den Schutz geistigen Eigentums zu gewährleisten und den Wissenschaftlern die notwendige Reputation für ihre Arbeit zu sichern, was wiederum ihre Motivation zur Beteiligung steigert.
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