Masterarbeit, 2012
58 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit
2 Zeitarbeit
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Rahmenbedingungen
2.3 Unternehmens- und Beschäftigungsstrukturen
2.4 Ökonomische und arbeitsmarktliche Bedeutung
2.5 Zwischenfazit
3 Konzeption allgemeiner betrieblicher Weiterbildung
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Feststellung von Weiterbildungsbedarfen
3.3 Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen
3.4 Bildungscontrolling
3.5 Zwischenfazit
4 Besonderheiten bei der Weiterbildung von Zeitarbeitnehmern
4.1 Empirische Untersuchung: Befragung von Zeitarbeitsunternehmen
4.2 Kurze Beschäftigungsdauern
4.3 Wechselnde Einsatzorte
4.4 Weitere Problemfelder
4.5 Zwischenfazit
5 Handlungsoptionen
5.1 Feststellung von Weiterbildungsbedarfen in Zeitarbeitsunternehmen
5.2 Mögliche Weiterbildungsmaßnahmen in der Zeitarbeit
5.2.1 Lehrgänge / Trainings / Seminare
5.2.2 E-Learning
5.2.3 Blended Learning
5.2.4 Verbundausbildung
5.2.5 SGB III geförderte Maßnahmen
5.2.6 Weitere Maßnahmen
5.3 Bildungscontrolling in Zeitarbeitsunternehmen
5.4 Zwischenfazit
6 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Weiterbildungsbedarfen und den spezifischen Arbeitsmarktbedingungen der Zeitarbeitsbranche. Ziel ist es, ein Verständnis für das Grunddilemma der Kompetenzentwicklung unter Bedingungen kurzer Beschäftigungsdauern zu schaffen und realistische Handlungsoptionen für Zeitarbeitsunternehmen aufzuzeigen.
1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit
Mit „Weiterbildung“ und „Zeitarbeit“ verknüpft diese Arbeit zwei Aspekte des Arbeitsmarktes, die an Bedeutung gewinnen, aber offensichtlich nicht kompatibel sind, weil sie „unterschiedlichen Logiken“ folgen:
Weiterbildung braucht Zeit – in ihrem Wirksamwerden, ggf. bei der Durchführung, aber auch schon bei der Planung: „Eine effiziente Weiterbildung verlangt eine Weiterbildungsplanung mit einer längerfristigen Laufzeit (ein- bis zweijährig).“ Und das Postulat des „lebenslangen Lernens“ macht deutlich, dass Weiterbildung eine kontinuierliche Aufgabe mit weitem Zeithorizont ist.
„Diese Langwierigkeit bildet […] zur Zeitweiligkeit, oft sogar zur Kurzzeitigkeit der Zeitarbeit einen diametralen Gegensatz, den man als Grunddilemma der Kompetenzentwicklung in der Zeitarbeit charakterisieren kann.“ Denn das Zeitarbeitsverhältnis gilt als Inbegriff der flexiblen und damit unsicheren Beschäftigung, als „besonders instabil“: Zeitarbeitnehmer – so die Vermutung – müssen sich immer wieder auf neue Arbeitssorte einstellen, ohne zu wissen, wie lange ihre Einsätze dauern und ob sie nicht beim nächsten Auftragsmangel arbeitslos werden.
Diese Arbeit untersucht, wie groß der Widerspruch zwischen Weiterbildung und Zeitarbeit ist. Die Ausgangsthese ist, dass sich Weiterbildungsinvestitionen in der Zeitarbeitsbranche nur dann rechnen, wenn es sich um kurze, einsatzorientierte Maßnahmen handelt, wenn sich der Mitarbeiter längerfristig an das Unternehmen bindet oder wenn das Kundenunternehmen (der Entleiher) bei Übernahme des Zeitarbeiternehmers bereit ist, einen Teil der Weiterbildungskosten zu erstatten.
1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Einleitung in die Thematik der Kompatibilität von Weiterbildung und Zeitarbeit sowie Definition der Forschungsfrage.
2 Zeitarbeit: Darstellung der rechtlichen, strukturellen und arbeitsmarktlichen Merkmale sowie der Bedeutung der Zeitarbeitsbranche.
3 Konzeption allgemeiner betrieblicher Weiterbildung: Theoretische Herleitung der idealtypischen Prozesse der Weiterbildung von der Bedarfsanalyse bis zum Controlling.
4 Besonderheiten bei der Weiterbildung von Zeitarbeitnehmern: Empirische Analyse der branchenspezifischen Hindernisse für Weiterbildungsaktivitäten in der Zeitarbeit.
5 Handlungsoptionen: Diskussion konkreter Möglichkeiten zur Umsetzung betrieblicher Weiterbildung unter Berücksichtigung der zeitarbeitstypischen Anforderungen.
6 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Synthese der Forschungsergebnisse und Einordnung der Bedeutung von Weiterbildung für die Zukunftsfähigkeit der Zeitarbeitsbranche.
Zeitarbeit, Weiterbildung, Arbeitnehmerüberlassung, Kompetenzentwicklung, Bildungscontrolling, Amortisationsdauer, Personalentwicklung, Matching-Prozess, Geringqualifizierte, Fachkräftesicherung, Beschäftigungsdauer, betriebliche Weiterbildung, Flexibilität, Qualifizierung, Arbeitsmarkt.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie betriebliche Weiterbildung in einem Umfeld umgesetzt werden kann, das durch kurze Beschäftigungsdauern und hohe Flexibilitätsanforderungen gekennzeichnet ist.
Die zentralen Felder sind die Struktur der Zeitarbeitsbranche, die theoretischen Konzepte betrieblicher Weiterbildung, die empirische Analyse von Hindernissen sowie die Ableitung von Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen.
Das primäre Ziel ist die Untersuchung des Widerspruchs zwischen den langwierigen Prozessen der Weiterbildung und der Kurzzeitigkeit der Zeitarbeit, um Wege zur Überwindung dieses Grunddilemmas zu finden.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Fundierung mit einem qualitativen Forschungsansatz, basierend auf problemzentrierten Experteninterviews mit Vertretern aus vier verschiedenen Zeitarbeitsunternehmen.
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der Zeitarbeit und Weiterbildung dargelegt. Anschließend werden die speziellen Herausforderungen wie kurze Beschäftigungsdauern und wechselnde Einsatzorte analysiert und daraus Lösungsansätze wie E-Learning oder Verbundausbildung abgeleitet.
Schlüsselbegriffe sind vor allem Zeitarbeit, Weiterbildung, Kompetenzentwicklung, Amortisationsdauer, Bildungscontrolling und Personalentwicklung.
Die Herausforderung liegt darin, dass Weiterbildungskosten zwar gut kalkulierbar sind, die zurechenbaren Erlöse jedoch aufgrund der Fluktuation und schwer zu identifizierender kausaler Effekte auf den Umsatz oft nur schwer exakt bestimmt werden können.
Die Amortisationsdauer fungiert als kritische Kennzahl: Übersteigt sie die (erwartete) Beschäftigungsdauer des Zeitarbeitnehmers, rechnet sich die Investition in die Weiterbildung aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht für das Zeitarbeitsunternehmen nicht.
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