Magisterarbeit, 2012
95 Seiten
1. Einleitung
2. Verwendete Quellen und deren Einordnung
2.1. Memoiren der Gouverneure
2.2. Reisebeschreibungen
2.3. Sonstige Quellen
3. Akteure und Umfeld bis 1761
3.1. Klimatische und naturräumliche Gliederung von Ceylon
3.2. Die überregionalen Konstellationen im Vorfeld des Krieges
3.3. Entwicklung der Ceylonesischen Königreiche bis zum 18. Jahrhundert
3.4. Akteure
3.4.1. Die VOC
3.4.2. Das Königreich Kandy
3.4.3. Jan Schreuder
3.4.4. Lubbert Jan Baron van Eck
3.4.5. Iman Falck
3.4.6. Kirthi Sri Rajasingha
3.4.7. England und Frankreich
4. Der Krieg mit Kandy
4.1. Gründe für den Ausbruch des Krieges 1761
4.2. Der Kriegsverlauf
4.3. Der Vertrag von 1766
5. Das Verhältnis zwischen der VOC und Kandy nach 1766
6. Schlussfolgerungen
Die Arbeit analysiert die Ursachen und den Verlauf des Krieges zwischen der Vereenigten Oostindischen Compagnie (VOC) und dem Königreich Kandy auf Ceylon in den Jahren 1761 bis 1766, um die sozioökonomischen und machtpolitischen Hintergründe dieser Auseinandersetzung zu beleuchten.
3.1.Klimatische und naturräumliche Gliederung von Ceylon
Ceylon erstreckt sich von 6. bis zum 10. Grad nördlicher Breite über eine Länge von 445 km in Nord-Süd und 225 km in Ost-West Richtung im indischen Ozean südöstlich des indischen Subkontinents. Mit diesem war Ceylon vermutlich bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts durch eine feste Landverbindung, der sogenannten Adams Bridge, verbunden, wobei dies nicht abschließend gesichert ist. Die Topografie Ceylons besteht im Wesentlichen aus drei Bereichen: Die zentrale Hochebene mit Gebirgszügen bis 2500 Meter Höhe, die südlichen und westlichen Küstenbereiche mit tropischer Vegetation und die nördlichen und östlichen Tieflandebenen mit Trockenwald und Trockensavanne. Der Übergang von der Tiefebene zum Hochland ist abrupt, so dass Reisende über kurze Distanz große Höhen zu bewältigen haben. Gleichzeitig bilden die Gebirgszüge eine natürliche Barriere für die Stadt Kandy zu allen Seiten hin.
Ceylon liegt im Bereich der nördlichen Tropen und hat somit ein feuchtheißes Klima. Zwei Monsune haben Einfluss auf das Klimageschehen auf Ceylon, nämlich der Südwestmonsun von Mai bis Oktober und der Nordostmonsun von Dezember bis März. Die Zwischenperioden sind von trockenerem, aber teilweise wechselhaftem Wetter geprägt. Während der Südwestmonsun große Regenmengen zur gesamten Südküste und zum zentralen Hochland bringt, regnet über den nördlichen Gebieten kaum nennenswerter Niederschlag ab. Diese Gebiete erhalten Ihren Niederschlag zur Zeit des Nordostmonsuns, wobei die Restfeuchtigkeit wiederum an den Bergketten des zentralen Hochlands abregnet. Aufgrund der hohen Niederschlagsmengen entspringen zahlreiche Flüsse im Hochland und entwässern hauptsächlich in den westlichen, südlichen und östlichen Teil der Insel, so dass der Süden auch zu Zeiten des Nordostmonsuns über ausreichend Wasser verfügt.
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die komplexe historische Beziehung zwischen den kolonialen Mächten und dem Königreich Kandy, welches erfolgreich seine Unabhängigkeit bewahrte, und benennt die Forschungsabsicht.
2. Verwendete Quellen und deren Einordnung: Dieses Kapitel erläutert die Auswahl der primär niederländischen Quellen, deren Relevanz sowie die methodischen Herausforderungen bei deren Interpretation.
3. Akteure und Umfeld bis 1761: Hier werden die naturräumlichen Gegebenheiten, die geopolitische Lage sowie die Strukturen und Akteure der VOC und des Königreichs Kandy detailliert beschrieben.
4. Der Krieg mit Kandy: Der Hauptteil analysiert die vier Phasen des Krieges, von den Ursachen über den Kriegsverlauf bis hin zum Abschluss des Friedensvertrages von 1766.
5. Das Verhältnis zwischen der VOC und Kandy nach 1766: Dieses Kapitel beschreibt die Zeit nach dem Vertragsschluss, die geprägt war von anhaltender wirtschaftlicher Erschöpfung beider Seiten.
6. Schlussfolgerungen: Der abschließende Teil bewertet die Verantwortlichkeiten für den Krieg und ordnet das Scheitern der VOC-Politik in einen größeren historischen Kontext ein.
VOC, Ceylon, Königreich Kandy, Zimthandel, Kolonialgeschichte, Gouverneur, Kirthi Sri Rajasingha, Niederländische Ostindien-Kompanie, Landbesitz, Thombos, Indischer Ozean, Kriegführung, Diplomatie, 18. Jahrhundert, Handelsmonopol.
Die Arbeit untersucht die Hintergründe und den Ablauf des militärischen Konflikts zwischen der VOC und dem Königreich Kandy zwischen 1761 und 1766 auf Ceylon.
Im Zentrum stehen die Machtverhältnisse, die ökonomischen Abhängigkeiten im Gewürzhandel, die Auswirkungen kolonialer Verwaltung und die militärische Eskalation.
Ziel ist es, die Gründe für den Stimmungsumschwung in den Beziehungen beider Parteien zu analysieren und zu verstehen, warum der Konflikt in einen offenen Krieg mündete.
Die Untersuchung basiert auf einer quellenkritischen Analyse von zeitgenössischen Memoiren, Reiseberichten und offizieller Korrespondenz der VOC sowie ergänzender historischer Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen des Aufstandes, das Eingreifen des Königs, die Rückeroberungsversuche der VOC und den schließlichen Vertragsschluss von 1766.
Wichtige Begriffe sind VOC, Ceylon, Kandy, Zimthandel, Landrechte, koloniale Expansion und Machtpolitik.
Die Gouverneure wie van Eck prägten durch ihre militärische Ambition den Verlauf, wobei ihr Handeln oft im Widerspruch zu wirtschaftlicher Vernunft oder den Anweisungen aus Batavia stand.
Zimt war das Hauptprodukt der VOC auf Ceylon und der Versuch, die Produktion zu monopolisieren und Landbesitzrechte rigoros durchzusetzen, untergrub die Lebensgrundlage der einheimischen Bevölkerung.
Die Einführung einer neuen Herrscherdynastie aus Indien veränderte die Politik am Hofe in Kandy, da diese Herrscher aktiver am Handel teilhaben wollten, was zu direkten Konflikten mit den Handelsmonopolen der VOC führte.
Die Thombos waren offizielle Land- und Bevölkerungsregister, deren rigorose Überprüfung durch die VOC massiven Unmut auslöste, da sie zu Landverlusten für die einheimische Bevölkerung führten.
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