Diplomarbeit, 2012
131 Seiten, Note: 1,5
1 Einführung
1.1 Motivation und Hinweise
1.2 Kontext des Untersuchungsfeldes
1.3 Aufgabenstellung und Thesenformulierung
1.4 Konzept und Methoden
1.5 Vorgehensweise
2 Teilbereiche der Wissensgesellschaft
2.1 Wissen und Wissenschaft
2.2 Wirtschaft
2.3 Politik
2.4 Medien
2.5 Kultur
3 Der Wandel sozialer Systeme in der Wissensgesellschaft
3.1 Pädagogik
3.1.1 Ökonomisierung des Bildungssystems
3.1.2 Entgrenzungen
3.1.3 Neue Lernkultur
3.1.4 Bildung in der Pädagogik
3.2 Journalismus
3.2.1 Verlust des Informationsmonopols
3.2.2 Entgrenzungen
3.2.3 Multimediale Berichterstattung
3.2.4 Bildung im Journalismus
4 Grundlegende Berührungspunkte
4.1 Gesellschaftlicher Auftrag
4.2 Kommunikation
4.3 Didaktik
5 Arbeitstechnische Berührungspunkte
5.1 Vermittlung
5.2 (Online-) Recherche
5.3 Moderation
6 Thematische Berührungspunkte
6.1 Medienpädagogik
6.2 Nutzwertjournalismus
6.3 Informationspädagogik
6.4 Bildungsjournalismus
7 Drei-Phasen-Modell der Bildung
7.1 Digitalisierung der Allgemeinbildung (Phase I)
7.2 Neue Bildungskultur (Phase II)
7.3 Erweiterung des Bildungsbegriffs (Phase III)
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die zunehmende Notwendigkeit von Allianzen zwischen den sozialen Systemen Pädagogik und Journalismus in der Wissensgesellschaft. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie diese beiden Disziplinen angesichts eines tiefgreifenden sozialstrukturellen Wandels ihre professionellen Arbeitsweisen und Strukturen neu konzipieren müssen, um als Orientierungshilfen in einer zunehmend komplexen und informationsüberfluteten Gesellschaft fungieren zu können.
1.1 Motivation und Hinweise
Vor rund eineinhalb Jahren wechselte ich von der Universität Trier an die Gutenberg-Universität Mainz. Ein Standortwechsel, der es mir ermöglichen sollte, zum einen das Wahlpflichtfach Medienpädagogik belegen zu können und zum anderen meinem Berufsweg durch unterschiedliche Praktika näher zu kommen. Zum Zeitpunkt meines Wechsels waren meine beruflichen Vorstellungen sehr vage. Ich wusste nur, dass ich gerne etwas im Medienbereich machen möchte. Ein loser Wunsch, den Berufsberater heutzutage sicherlich oft zu hören bekommen. Durch eine Aushilfstätigkeit in der Fachredaktion Jugend und Bildung der Universum Kommunikation und Medien AG begann ich mich für den Journalismus zu interessieren. Ein paar Monate zuvor hatte ich bereits damit begonnen, kürzere Texte zu verfassen, sodass ich dieses aufkeimende Interesse als logische Folge empfand, kurzum: Ich hatte einen echten Anhaltspunkt gefunden, was meine beruflichen Ziele angeht.
Ich erhielt ein Praktikum bei der Tageszeitung Frankfurter Neue Presse, wo ich die Grundlagen des journalistischen Arbeitens kennenlernte. Im Anschluss daran absolvierte ich zwei Praktika bei der Verlagsgruppe Rhein-Main im Online-Desk und bei der Allgemeinen Zeitung. In beiden Bereichen bin ich heute als Aushilfe beziehungsweise freier Mitarbeiter tätig. Ich habe meine Prinzipien, Ideale und Werte, die mich einst zur Pädagogik führten, nicht ad acta gelegt, sondern meine grundlegende Einstellung lediglich auf ein anderes berufliches Segment projiziert. Aufgrund dieser journalistischen Tätigkeiten während meines Studiums begann ich darüber nachzudenken, welche konkreten Verbindungen es zwischen der Pädagogik und dem Journalismus geben könnte. Als zusätzliche Motivation diente diesbezüglich, dass ich bei vielen Kommilitonen und Berufstätigen häufig auf Unverständnis stieß, wenn ich von meinem Pädagogik-Studium und meinem Berufswunsch Journalist erzählte.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation des Verfassers, den Kontext der Wissensgesellschaft sowie die zentralen Thesen und methodischen Ansätze der Arbeit.
2 Teilbereiche der Wissensgesellschaft: Dieses Kapitel analysiert die Rahmenbedingungen der modernen Wissensgesellschaft durch die Betrachtung von Wissen, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Medien und Kultur.
3 Der Wandel sozialer Systeme in der Wissensgesellschaft: Hier werden die Entwicklungen der Pädagogik und des Journalismus im Kontext der Wissensgesellschaft, insbesondere unter dem Aspekt der Entgrenzung, skizziert.
4 Grundlegende Berührungspunkte: Untersuchung von Schnittstellen zwischen Pädagogik und Journalismus in Bezug auf gesellschaftlichen Auftrag, Kommunikation und Didaktik.
5 Arbeitstechnische Berührungspunkte: Detaillierte Betrachtung der Arbeitstechniken Vermittlung, (Online-) Recherche und Moderation als gemeinsame Kompetenzfelder.
6 Thematische Berührungspunkte: Anwendung der Ergebnisse auf spezifische Arbeitsfelder wie Medienpädagogik, Nutzwertjournalismus, Informationspädagogik und Bildungsjournalismus.
7 Drei-Phasen-Modell der Bildung: Vorstellung eines zukunftsorientierten Bildungsmodells in drei Phasen, basierend auf den Erkenntnissen der vorherigen Kapitel.
8 Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über die Leitthese sowie einen Ausblick auf die zukünftige Ko-Evolution beider Systeme.
Wissensgesellschaft, Pädagogik, Journalismus, Bildung, Entgrenzung, Medienkompetenz, Nutzwertjournalismus, Informationsgesellschaft, Orientierung, Digitalisierung, Online-Recherche, Bildungsjournalismus, Qualitätsjournalismus, Kommunikation, Medienpädagogik.
Die Diplomarbeit untersucht die Verbindungen und notwendigen Allianzen zwischen den sozialen Systemen Pädagogik und Journalismus innerhalb der Wissensgesellschaft.
Die Schwerpunkte liegen auf dem sozio-ökonomischen Wandel, der Medienkompetenz, den gemeinsamen Arbeitstechniken der beiden Disziplinen sowie der Entwicklung einer neuen Lernkultur.
Das Ziel ist es, Schnittpunkte zu identifizieren, um zu zeigen, wie beide Systeme durch Kooperation Orientierung in einer komplexen Informationswelt bieten können.
Es handelt sich um eine theoriegeleitete Literaturarbeit, die durch qualitative problemzentrierte Experteninterviews ergänzt wurde.
Der Hauptteil analysiert theoretische Rahmenbedingungen, führt einen Transfer auf praktische Arbeitstechniken durch und mündet in einem Drei-Phasen-Modell der Bildung.
Wissensgesellschaft, Pädagogik, Journalismus, Bildung, Entgrenzung, Medienkompetenz und Digitalisierung sind die prägenden Begriffe.
Es prognostiziert die Zukunft der Bildung in drei Schritten: Digitalisierung der Allgemeinbildung (Phase I), Entstehung einer neuen Bildungskultur (Phase II) und eine notwendige Erweiterung des Bildungsbegriffs (Phase III).
Der Autor sieht im Journalismus weniger eine eigene Bildungsinstanz, sondern vielmehr ein Medium, das Bildungsprozesse initiieren, vermitteln und kritisch begleiten kann.
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