Diplomarbeit, 2012
118 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Forschungsidee/Forschungsinteresse
1.2 Wissenschaftliche Relevanz/Forschungsstand
2. Abgrenzung der Begriffe Werbung und Public Relations
3. Intersystembeziehungen des Journalismus
3.1 Journalismus und Wirtschaft
3.2 Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit
4. Zeitschriften in Deutschland
4.1 Begriffsabgrenzung
4.2 Allgemeine Marktdaten
5. Die Printanzeige
5.1 Akzeptanz und Wirkung von Anzeigen
5.2 Rechtliche Rahmenbedingungen der Printwerbung
5.3 Nicht-rechtliche Rahmenbedingungen der Printwerbung
5.3.1 Richtlinien des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft
5.3.2 Der Pressekodex
6. Untersuchungsdesign
6.1 Forschungsleitende Fragestellungen
6.2 Hypothesenformulierung
6.3 Methode: Die Inhaltsanalyse
6.4 Untersuchungsgegenstand
6.4.1 Alpin
6.4.2 Bergsteiger
6.4.3 Outdoor
6.5 Untersuchungszeitraum
6.6 Ablaufmodell der Analyse
6.6.1 Untersuchungs- und Analyseeinheit
6.6.2 Kategorienschema
6.6.3 Erfassung der Anzeigenkunden
6.6.4 Pretest
6.6.5 Reliabilitätsprüfung
7. Präsentation der Ergebnisse
7.1 Basisdaten
7.1.1 Inhaltsanalyse
7.1.2 Erfassung der Anzeigenkunden
7.2 Quantität der Erwähnungen
7.2.1 Alpin
7.2.2 Bergsteiger
7.2.3 Outdoor
7.3 Qualität der Erwähnungen
7.3.1 Arten der Erwähnung
7.3.2 Sprachliches Umfeld der Erwähnungen
7.3.3 Zusätzliche qualitätsbestimmende Faktoren
7.3.4 Korrelation zwischen Anzeige und Erwähnung
7.3.5 Produkttests
8. Diskussion der forschungsleitenden Fragen sowie Hypothesen
9. Exkurs: Durch Pressemitteilungen der Firma Salewa kommunizierte, redaktionelle Inhalte
10. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Anzeigenkunden auf die redaktionelle Berichterstattung in drei führenden Special-Interest-Zeitschriften im Bereich Berg- und Outdoorsport. Ziel ist es, aufzudecken, ob eine Korrelation zwischen dem geschalteten Anzeigenvolumen und der Häufigkeit sowie Qualität von redaktionellen Erwähnungen existiert, um die Problematik einer möglichen Vermischung von werblichen und redaktionellen Inhalten empirisch zu beleuchten.
1. Einleitung
„Ich kauf mir eine Zeitung.“(Heiser, 2012) Mit dieser provozierenden Überschrift betitelte Sebastian Heiser im Frühjahr des Jahres 2011 einen Artikel, für den er über Monate hinweg verdeckt recherchiert hatte und in welchem er deutliche Missstände in der deutschen Tageszeitungslandschaft aufdeckt. Als Mitarbeiter einer Werbeagentur getarnt, hatte er sich an Anzeigenabteilungen unterschiedlicher Tageszeitungen gewandt, um herauszufinden ob deren Themenfindung käuflich ist.
Weiterhin legt Klaus-Dieter Altmeppen in einem Text zur Beziehung zwischen Journalismus und Wirtschaft dar, dass „ökonomische Faktoren […] auf die Veröffentlichungsentscheidungen“ (Altmeppen, 2004, S.514) der Medien immer mehr Einfluss gewinnen.
Auch der persönliche Eindruck, des Autors dieser Arbeit, gewonnen während der täglichen Arbeit in einer Public-Relations-Abteilung der werbenden Wirtschaft, weist darauf hin, dass sich im Zeitschriftenjournalismus eine gefährliche, durch den Leser nicht erkennbare Vermischung von werbendem und redaktionellem Inhalt etabliert.
Der Leser ist also der Leidtragende. Für ihn ist nicht ersichtlich ob über bestimmte Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen mehr oder besser berichtet wird, weil sie sich durch herausragende Qualität auszeichnen oder vielmehr weil herausragend viele Anzeigen geschaltet werden. Was die empirische Erforschung dieser Vermutung angeht gleicht die deutsche Publikumszeitschriften-Landschaft einer weißen Landkarte.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der möglichen Einflussnahme von Anzeigenkunden auf redaktionelle Inhalte ein und begründet die Relevanz der Untersuchung für den Bereich der Special-Interest-Zeitschriften.
2. Abgrenzung der Begriffe Werbung und Public Relations: Das Kapitel definiert und differenziert die Begriffe Werbung und Public Relations im Kontext der Unternehmenskommunikation und erläutert deren Intentionen sowie die Rolle der Abhängigkeit vom Journalismus.
3. Intersystembeziehungen des Journalismus: Hier werden die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Journalismus, Wirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit auf Basis systemtheoretischer Ansätze wissenschaftlich eingeordnet.
4. Zeitschriften in Deutschland: Dieses Kapitel liefert eine Begriffsbestimmung der Zeitschrift, klassifiziert Special-Interest-Medien innerhalb des Publikumszeitschriftenmarktes und präsentiert aktuelle Marktdaten.
5. Die Printanzeige: Es erfolgt eine Analyse der Bedeutung der Printanzeige als Finanzierungsinstrument sowie der rechtlichen und nicht-rechtlichen Rahmenbedingungen, die eine strikte Trennung von redaktionellem Teil und Werbung fordern.
6. Untersuchungsdesign: Das Kapitel legt die methodische Vorgehensweise der Arbeit dar, einschließlich der Forschungsfragen, Hypothesen und der detaillierten Beschreibung der gewählten Inhaltsanalyse sowie der Untersuchungsgegenstände.
7. Präsentation der Ergebnisse: Die erhobenen Daten aus der Inhaltsanalyse der Magazine Alpin, Bergsteiger und Outdoor werden deskriptiv dargestellt, insbesondere im Hinblick auf Quantität und Qualität der Erwähnungen von Anzeigenkunden.
8. Diskussion der forschungsleitenden Fragen sowie Hypothesen: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und mit den vorab aufgestellten Hypothesen abgeglichen, wobei die zentrale Fragestellung nach einem direkten Einfluss des Anzeigenvolumens diskutiert wird.
9. Exkurs: Durch Pressemitteilungen der Firma Salewa kommunizierte, redaktionelle Inhalte: Dieser Abschnitt beleuchtet anhand eines konkreten Unternehmensbeispiels, welchen Anteil PR-Material an der Erzeugung redaktioneller Berichterstattung in Fachzeitschriften hat.
10. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse, den Grenzen der Untersuchung und einem Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Anzeigenkunden, Journalismus, Special-Interest-Zeitschriften, Inhaltsanalyse, Printanzeige, Öffentlichkeitsarbeit, Medienökonomie, Werbewirtschaft, Schleichwerbung, Bergsport, Pressekodex, Medienforschung, Kopplungsgeschäft, Produktplatzierung, Redaktionelle Berichterstattung.
Die Diplomarbeit untersucht, ob und in welchem Maße Anzeigenkunden durch ihr finanzielles Engagement Einfluss auf die redaktionelle Berichterstattung in Special-Interest-Zeitschriften nehmen.
Zentral sind die Intersystembeziehungen zwischen Journalismus und Wirtschaft, die Abgrenzung von PR und Werbung sowie die Qualitätssicherung und ethischen Standards im Journalismus.
Das primäre Ziel ist es, die Vermutung zu prüfen, ob eine Abhängigkeit zwischen der Höhe des Anzeigengeldes und der Häufigkeit sowie Qualität der redaktionellen Erwähnung eines Unternehmens besteht.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativ-quantitativen Inhaltsanalyse von drei ausgewählten Bergsport-Zeitschriften im Untersuchungszeitraum des Jahres 2011.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Intersystembeziehungen, die Marktanalyse für Zeitschriften, die Erläuterung der rechtlichen Rahmenbedingungen und das detaillierte Untersuchungsdesign inklusive der Hypothesenformulierung.
Schlüsselwörter wie Anzeigenkunden, Inhaltsanalyse, Special-Interest-Zeitschriften, Medienökonomie und Schleichwerbung beschreiben den inhaltlichen Kern der Arbeit.
Die Arbeit analysiert die drei führenden deutschsprachigen Magazine im Bereich Bergsport: Alpin, Bergsteiger und Outdoor.
Nein, die Untersuchung konnte keine signifikante direkte Abhängigkeit oder einen klaren Zusammenhang zwischen der Höhe des Anzeigenbudgets und der redaktionellen Behandlung feststellen, was zur Falsifizierung der Hypothesen führte.
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