Bachelorarbeit, 2011
57 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2. Begriffserklärung
2.1 Talententwicklung
2.2 Kompetenzentwicklung
2.3 Fußball
3. Theorien der Talententwicklung
3.1 Expertisenforschung
3.2 Talententwicklung nach K. A. Ericsson
3.2.1 10 Jahres Regel
3.2.2 Deliberate Practice
3.3 Eindimensionale Model der Talententwicklung
3.3.1 Das Münchener Hochbegabungsmodell nach Heller
3.3.2 Basale Fähigkeiten
3.3.3 Anthropometrische Merkmale
3.4 Talentförderung und sportliches Leitbild DFB
3.5 Talententwicklung und Spielphilosophie des brasilianischen Fußballs
4. Kompetenzentwicklung von Fußballern in ihrer Umwelt
4.1 Untersuchung des sozialen Systems Deutschland an Hand der BSC
4.2 Untersuchung des sozialen Systems Deutschland an Hand der BSC
4.3 Praxisbeispiel Profifußball
5. Ergebnis
5.1 Zusammenfassung
5.2 Bedeutung für die Praxis
5.3 Ausblick
Die Arbeit analysiert die Mechanismen der Talent- und Kompetenzentwicklung von Fußballern unter Berücksichtigung kultureller und umweltbedingter Unterschiede, insbesondere zwischen Deutschland und Brasilien, um die Erfolgsparameter für eine professionelle Laufbahn zu identifizieren.
3.2.2 Deliberate Practice
Die Übersetzung für Deliberate Practice lautet „bewusste Praxis“. K. A. Ericsson hebt in seiner Theorie der Talentforschung das deliberate practice auf Grund seines hohen Stellenwertes für die Talentenwicklung hervor. Laut dem Expertiseforscher steigert die „bewusste Praxis“ bzw. das intensive Training die Fähigkeiten und die Leistung des trainierenden Akteurs sukzessiv. Jedoch soll mit zunehmendem Alter und Erfahrung das Trainingsvolumen erweitert werden, damit die Leistungen des Akteurs sich verbessern.
Die Elemente die das Deliberate Practice charakterisieren, umschreibt K.A. Ericsson folgendermaßen: „ Based on a review of century of laboratory studies of learning and skill acquisition, Ericsson, Krampe, and Tesch Römer (1993) concluded that the most effective learning requires a well-defined task with an appropriate difficulty level for the particular individual, informative feedback, and opportunities for repetition and corrections of errors.”
Außerdem macht K.A. Ericsson bezüglich der erfolgreichen Ausführung des Deliberate Practice, mit dem Ziel, Weltklasse zu werden 3 wesentliche Prognosen: Die Quantität und die Qualität des Deliberate Practice wirken sich unmittelbar auf die Stufe der Entwicklung aus. Die Eigenschaften des Deliberate Practice, wie z.B. Aufwand und Konzentration haben eine größere Priorität als die bloße Ausübung der Sportart im Sinne von, „Spielen, um Spaß zu haben.“ Die trainierenden Akteure üben das deliberate practice nicht aus, weil es ihnen Spaß macht, sondern um ihre Leistung und Entwicklung zu verbessern.
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage der Talententwicklung im Fußball und formuliert die Zielsetzung der Arbeit.
2. Begriffserklärung: Definiert die zentralen Begriffe Talententwicklung, Kompetenzentwicklung und Fußball im wissenschaftlichen Kontext.
3. Theorien der Talententwicklung: Diskutiert verschiedene psychologische Modelle zur Entstehung von Talenten, von genetisch bedingten Ansätzen bis zu trainingsorientierten Theorien.
4. Kompetenzentwicklung von Fußballern in ihrer Umwelt: Analysiert mittels der Balanced Score Card die Rahmenbedingungen für die Persönlichkeitsentwicklung von Fußballern in Deutschland und Brasilien.
5. Ergebnis: Führt die Erkenntnisse zusammen, interpretiert die Praxisbeispiele und gibt einen Ausblick auf zukünftige Anforderungen an die Talentförderung.
Talententwicklung, Kompetenzentwicklung, Fußball, Expertisenforschung, Deliberate Practice, Münchener Hochbegabungsmodell, DFB, brasilianischer Fußball, Balanced Score Card, soziale Systeme, Persönlichkeitsförderung, Leistungssport, Nachwuchsförderung, Training, Karriereplanung.
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die zur Entwicklung von Fußballtalenten beitragen, und beleuchtet dabei sowohl theoretische Modelle als auch praktische soziale Einflüsse.
Die Schwerpunkte liegen auf der psychologischen Talentforschung, dem Vergleich der Fußballkulturen in Deutschland und Brasilien sowie der Bedeutung des sozialen Umfelds für die Entwicklung von Profifußballern.
Das Ziel ist es, zu verstehen, wie und warum sich Fußballtalente regional unterschiedlich entwickeln und welche Rahmenbedingungen eine erfolgreiche Kompetenzentwicklung begünstigen.
Die Autor nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse (Expertisenforschung) und eine vergleichende Analyse mittels der Balanced Score Card (BSC), ergänzt durch qualitative Befragungen von Profifußballern.
Der Hauptteil befasst sich mit den Theorien zur Talententwicklung nach K. Anders Ericsson, dem Münchener Hochbegabungsmodell und der Untersuchung der sozialen Systeme in Deutschland und Brasilien.
Die zentralen Begriffe sind Talententwicklung, Deliberate Practice, Kompetenzentwicklung, Balanced Score Card und sportliche Leistungsfähigkeit.
Das brasilianische Umfeld ist geprägt durch soziale Gegensätze, die den Sport zur zentralen Identifikationsfläche machen. Die dort gelebte Fußballkultur (z.B. durch „Ginga“ und Straßenfußball) fördert technische Kreativität und Individualität.
Während bei Kim Falkenberg eine zielstrebige, disziplinierte Entwicklung innerhalb professioneller Strukturen dominiert, verdeutlicht die Laufbahn von Assimiou Toure den stärkeren Einfluss von Motivation durch den Wunsch, aus schwierigen sozialen Verhältnissen herauszukommen.
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