Bachelorarbeit, 2012
46 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Marktbeschaffenheiten
2.1 Heterogene Branchenstruktur in Deutschland
2.2 Oligopolistischer Markt in den USA
3. Die Finanzierung von Filmen
3.1 Genereller Ausblick über die Kosten
3.2 Produktcharakteristika und mangelhafte Prognostizierbarkeit; Hindernisse für die Mittelbeschaffung
3.3 Innenfinanzierung
3.4 Außenfinanzierung
3.4.1 Filmförderung
3.4.1.1 Förderung in Deutschland
3.4.1.1.1 Förderung auf Bundesebene
3.4.1.1.2 Förderung auf Länderebene
3.4.1.2 Förderung in den USA
3.4.2 Film- /Medienfonds
3.4.2.1 Überblick
3.4.2.2 Risikofonds
3.4.2.3 Leasingähnliche Fonds
3.4.2.4 Die unterschiedliche Bilanzierung von Filmfonds nach HGB und IFRS und daraus resultierende ertragssteuerliche Implikationen
3.4.2.5 Slate Financing
3.5 Koproduktionen
3.5.1 Kollaboration zwischen Produktionsunternehmen
3.5.2 Major als Financier-Distributor
3.5.3 Pre- Sales
3.5.4 TV Sender als Co-Produzent
4. Wertschöpfung und Synergien im Konglomerat
4.1 Filmstudio als Profit-Center
4.2 Wertschöpfung bei Kinofilmen
5. Fazit
Diese Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen den Rahmenbedingungen und Instrumenten der Filmfinanzierung in Deutschland und den USA. Ziel ist es, die strukturellen Gegebenheiten zu vergleichen und aufzuzeigen, wie sich diese auf die ökonomische Leistungsfähigkeit der Filmindustrien in beiden Ländern auswirken.
3.2 Produktcharakteristika und mangelhafte Prognostizierbarkeit; Hindernisse für die Mittelbeschaffung
Eine eindeutige Zuordnung des Produktes Film in eine Kategorie ist schwer möglich. Ein programmfüllender Spielfilm ist ein hybrides Produkt, welches Eigenschaften eines Konsumartikels und Merkmale eines Kulturgutes in sich vereint. Mit den verschiedenen Elementen der Finanzierung gehen diverse Investorinteressen einher. Diese sind von finanziellen, wirtschafts- und standortpolitischen sowie kulturellen Motiven geprägt.31
Nach Harold L. Vogel setzen sich die Finanzierungsoptionen für einen Spielfilm in den USA aus „Industry sources, lenders and investors“ zusammen.32 Also z.B. Banken, Fonds, respektive Studios und TV Sender. Diese sollten allerdings vor allem in Deutschland um Filmförderungsanstaltenen ergänzt werden, da jene an einem Großteil der hergestellten Filme in Deutschland finanziell beteiligt sind.
Für kommerziell motivierte Investoren stellt die ex ante herrschende Unsicherheit wohl das größte Hindernis für eine eventuelle Beteiligung dar. Die Gründe für die hohe Unsicherheit sollen im Folgenden erläutert werden.
Die sich aus den oben dargestellten Posten zusammensetzenden Gesamtkosten, entsprechen, wie bei allen anderen Medienprodukten auch, hohen „first copy costs“. Diese gilt es im Zuge massenhafter Distribution auf möglichst viele Kopien zu verteilen.33 Aufgrund des immateriellen Charakters des Endproduktes, gelten diese Kosten als versunken, sind also sunk Costs, da keine verwertbaren Teilprodukte bei einer Produktion entstehen. 34
1. Einleitung: Definiert das Ziel der Arbeit, die filmwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und den USA kritisch zu vergleichen und ökonomische Unterschiede zu beleuchten.
2. Marktbeschaffenheiten: Untersucht die unterschiedliche Branchenstruktur, von der heterogenen deutschen Landschaft bis hin zum oligopolistischen Studiosystem in den USA.
3. Die Finanzierung von Filmen: Analysiert detailliert die verschiedenen Phasen der Filmkosten sowie die Mechanismen der Innen- und Außenfinanzierung, einschließlich Förderung, Fonds und Co-Finanzierungen.
4. Wertschöpfung und Synergien im Konglomerat: Beleuchtet die Integration von Filmstudios in Medienkonzerne und die stufenweise Wertschöpfung der Filmverwertung.
5. Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit der Spezialisierung für die deutsche Branche im internationalen Wettbewerb.
Filmfinanzierung, Filmförderung, Major-Studios, Independent-Produktionen, Medienfonds, Slate Financing, Wertschöpfung, Risikomanagement, Koproduktion, Cashflow, Bilanzierung, Deutschland, USA, Filmindustrie, Unterhaltungswirtschaft.
Die Arbeit untersucht die Unterschiede in der Finanzierung und Struktur der Filmindustrie in Deutschland im Vergleich zu den Vereinigten Staaten.
Die Schwerpunkte liegen auf den Marktstrukturen, den verschiedenen Finanzierungsmethoden, den Risiken bei der Filmherstellung sowie der Wertschöpfung in Medienkonzernen.
Ziel ist die Analyse und der kritische Vergleich der filmökonomischen Rahmenbedingungen, um zu verstehen, warum die Filmindustrien beider Länder so unterschiedlich agieren.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich ökonomischer Kennzahlen und institutioneller Rahmenbedingungen beider Länder.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Marktstrukturen, spezifische Finanzierungsinstrumente wie Fonds und staatliche Förderung sowie die Wertschöpfungslogiken von Filmstudios.
Zentrale Begriffe sind Filmfinanzierung, Majors, Koproduktion, Medienfonds, Risikomanagement und Wertschöpfung.
Es dient der methodischen Kategorisierung von Produktionskosten in kreative und nicht-kreative Bereiche, was für Investoren mehr Transparenz hinsichtlich der enormen Gagen in Hollywood schafft.
Medienfonds ermöglichten insbesondere in den 1990er Jahren deutschen Investoren die Teilnahme am Filmgeschäft, oft getrieben durch steuerliche Anreize, und stellten den Studios dringend benötigtes Kapital bereit.
Neben der sprachlichen Limitierung des deutschen Marktes fehlt deutschen Produzenten häufig die vertikale Integration, da sie ihre Filme meist extern an Verleihfirmen platzieren müssen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

