Bachelorarbeit, 2012
51 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Standortplanung im Fokus der Nachfrage
2.1. Skizzierung von Eigenschaften der Standortplanung von Rettungswachen
2.2. Erstellung einer Nachfrageprognose
2.2.1. Umwelteinflüsse auf den Bedarf nach medizinischer Versorgung
2.2.2. Verfahren zur Prognose von Nachfrage
3. Quantitative Modelle zur Befriedigung von Nachfrage
3.1. Entwicklung mathematischer Modelle zur Befriedigung von Nachfrage
3.2. Kapazitiertes Modell zur Disposition von Rettungsfahrzeugen
3.3. Beispiel anhand Bochums
3.3.1. Prüfung auf Optimalität der Standorte
3.3.2. Mehrperiodische Betrachtung mit Nachfrageschwankungen
4. Diskussion
4.1. Kritik
4.2. Verbesserungsvorschläge
5. Fazit und Ausblick
Die Bachelorarbeit untersucht, wie optimale Standorte von Rettungswachen auf strukturelle Nachfrageschwankungen reagieren und welche Maßnahmen erforderlich sind, um eine flächendeckende medizinische Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Der Fokus liegt dabei auf der Anwendung eines kapazitierten mathematischen Modells, um die Standorte anhand von Nachfrageprognosen zu evaluieren.
3.1. Entwicklung mathematischer Modelle zur Befriedigung von Nachfrage
Die Anfänge der Standortoptimierung von Rettungswachen gehen von Toregas, Swain, ReVelle und Bergman (1971) aus. Mit ihrem Set Covering Location Problem (SCLP) haben sie ein Modell entwickelt, dass die Anzahl der Rettungswachen minimiert und zugleich für die Versorgung der Nachfrager garantiert. Dabei gehen sie von der Bedingung aus, dass eine Wache nur diejenigen Bedarfspunkte versorgt, die innerhalb eines maximalen Zeitraums oder einer maximalen Distanz mit einem Einsatzfahrzeug zu erreichen sind. Das SCLP Modell kann allerdings nicht verwendet werden, um die Sensibilität von Rettungswachen hinsichtlich der Nachfrage zu untersuchen, da es die Größe und Dichte der Bevölkerung an Nachfragepunkten gänzlich ignoriert. Daher eignet sich dieses Modell besonders gut, wenn der Entscheidungsträger vor allem den Kostenaspekt berücksichtigen möchte. Die Autoren der folgenden Modelle haben diesen Ansatz zur Festsetzung des Qualitätsstandards einer Rettungswache beibehalten.
Church und ReVelle (1974) haben sich dafür entschieden, die Bevölkerung und damit die Nachfrage explizit in einem Modell abzubilden. Das Maximum Covering Location Problem (MCLP) maximiert daher die Abdeckung der Nachfrage unter der Bedingung, dass jeder Nachfragepunkt mindestens einer Rettungswache zugeteilt wird. Da das Ziel nun nicht mehr darin besteht die Anzahl der Wachen zu minimieren, muss die Anzahl der Rettungswachen, die eröffnet werden sollen, vorher festgesetzt werden, um den Kostenfaktor zu berücksichtigen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz optimaler Rettungswachenstandorte ein und skizziert das Ziel der Arbeit, auf Nachfrageschwankungen reagierende Standorte zu untersuchen.
2. Standortplanung im Fokus der Nachfrage: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen der Standortplanung im Rettungswesen und stellt verschiedene Verfahren zur Prognose der medizinischen Nachfrage vor.
3. Quantitative Modelle zur Befriedigung von Nachfrage: Hier werden mathematische Modelle zur Standortoptimierung vorgestellt, wobei der Fokus auf dem kapazitierten Modell von Yin und Mu liegt, das anhand des Beispiels Bochum angewendet wird.
4. Diskussion: Das vierte Kapitel widmet sich einer kritischen Würdigung des verwendeten Modells und präsentiert Verbesserungsvorschläge sowie methodische Erweiterungen.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in der Standortplanung von Rettungswachen.
Standortplanung, Rettungswesen, Nachfrageprognose, Mathematische Modelle, Kapazitätsoptimierung, Rettungswachen, Bochum, Medizinische Versorgung, Bevölkerungsdichte, Notfallmedizin, Infrastrukturplanung, Sensitivitätsanalyse, Ressourcenallokation, Optimierungsalgorithmen.
Die Arbeit behandelt die mathematische Optimierung von Rettungswachenstandorten unter Berücksichtigung dynamischer Nachfrageveränderungen in einer Stadt.
Die zentralen Themen sind Standortplanung im Rettungswesen, Nachfrageprognosen auf Basis sozioökonomischer Daten sowie der Einsatz kapazitierter mathematischer Modelle.
Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen von Nachfrageschwankungen auf die Optimalität von Rettungswachenstandorten zu analysieren und ein Modell zur Kapazitätsdisposition zu evaluieren.
Es werden quantitative mathematische Optimierungsmodelle (insbesondere das MCMCLP-NFC-Modell) verwendet, um Standorte und Fahrzeugkapazitäten basierend auf Daten der Stadt Bochum zu bewerten.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Aufarbeitung bestehender Modelle, die detaillierte Beschreibung des verwendeten kapazitierten Modells sowie eine praxisnahe Fallstudie für das Bochumer Stadtgebiet.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Standortplanung, Rettungswesen, Kapazitätsoptimierung und mathematische Modellierung.
Bochum dient als konkretes, urbanes Praxisbeispiel, um die Anwendung des Modells unter realistischen Bedingungen (26 Stadtgebiete, existierende Wachen) zu demonstrieren.
Die Fahrzeugkapazität ist ein zentraler Parameter, der im Modell direkt mit der Nachfrage verknüpft ist, um Überkapazitäten zu vermeiden und Versorgungslücken zu minimieren.
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