Masterarbeit, 2012
99 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Konzeptionelle Maßnahmen
2.1 Auswahl der Emissionspartner
2.2 Überprüfung der Börsenreife
2.3 Wahl des Börsensegments
2.3.1 Regulierter Markt
2.3.2 Freiverkehr
3 Due Diligence
3.1 Financial Due Diligence
3.1.1 Beurteilung des Rechnungswesens
3.1.2 Vergangenheitsanalyse
3.1.3 Analyse der Planungsrechnungen
3.2 Commercial Due Diligence
3.2.1 Geschäftsmodellanalyse
3.2.2 Analyse der Markt- und Wettbewerbssituation
3.3 Tax Due Diligence
3.4 Legal Due Diligence
4 Erstellung der erforderlichen Dokumente
4.1 Wertpapierprospekt
4.1.1 Allgemeine Anforderungen
4.1.2 Finanzinformationen im Prospekt
4.1.3 Prospekthaftung
4.2 Comfort Letter
4.2.1 Bedeutung und Adressat
4.2.2 Inhalt und Bestandteile
4.3 Legal Opinion und Disclosure Letter
5 Bestimmung des Emissionspreises
5.1 Unternehmensbewertung
5.1.1 Bewertungszweck und Systematisierung der Verfahren
5.1.2 Relevante Bewertungsverfahren
5.1.2.1 Discounted Cashflow-Verfahren
5.1.2.2 Multiplikatorverfahren
5.2 Vermarktungsphase
5.2.1 Pilot Fishing
5.2.2 Pre-Marketing
5.2.3 Marketing
5.3 Zuteilung und Preisfestsetzung
5.4 Phänomen des Underpricing
5.4.1 Theoretische Erklärungsansätze
5.4.2 Einfluss der Prüferwahl auf das Underpricing
6 Fazit
Die Arbeit untersucht den komplexen Prozess eines Initial Public Offerings (IPO) an einer deutschen Börse, wobei ein besonderer Fokus auf der Rolle und den Funktionen des Wirtschaftsprüfers innerhalb dieses Prozesses liegt. Ziel ist es, die notwendigen konzeptionellen Maßnahmen, die Due Diligence, die Prospekterstellung sowie die Preisfindung detailliert darzustellen.
3.1.1 Beurteilung des Rechnungswesens
Das Rechnungswesen des Börsenaspiranten wird im Rahmen der Financial Due Diligence einem „Stress-Test“ unterzogen.89 Soll das Unternehmen am regulierten Markt notiert werden und ist ein Konzernabschluss aufzustellen, so ist eine Umstellung des (Konzern-)Rechnungswesens in Konformität mit den IFRS unabdingbar.90 In diesem Zusammenhang muss geprüft werden, ob die Konsolidierung ordnungsgemäß erfolgt und ob die Vergangenheitszahlen und die Planungsrechnungen einheitlich nach den IFRS dargestellt werden.91 Durch Letzteres wird die Vergleichbarkeit für spätere Analysen gewährleistet. Des Weiteren führt die Anwendung der IFRS zur Erstellung einer Segmentberichterstattung nach IFRS 8;92 diesbezüglich muss das Rechnungswesen in der Lage sein, die erforderlichen Daten bereitzustellen.93
Die zeitnahe und zuverlässige Bereitstellung der erforderlichen Informationen gilt darüber hinaus unabhängig vom anzuwendenden Rechnungslegungsstandard. Dies bezieht sich zum einen auf die Publizitätspflichten, da insbesondere die Notierung am regulierten Markt mindestens eine Zwischenberichterstattung erfordert.94 Insofern ist sicherzustellen, dass entsprechende Anpassungen bei der Bilanzierung von Forderungen, Verbindlichkeiten, Vorräten und Rückstellungen vorgenommen und die Aufwendungen und Erträge periodengerecht verbucht werden.95 Neben dem externen Berichtswesen muss zum anderen die interne Berichterstattung beurteilt werden. So ist zu überprüfen, ob das Zahlenwerk aus dem internen und externen Rechnungswesen miteinander abstimmbar ist und ob das Rechnungswesen entsprechende Schnittstellen zum internen Kontrollsystem und zum Controlling besitzt.96 Des Weiteren ist die Effektivität des Risikomanagement- und Überwachungssystems nach § 91 Abs. 2 AktG zu beurteilen.97
Die obigen Ausführungen zeigen, dass ein IPO mit hohen Anforderungen an das Rechnungswesen verbunden ist, die letztendlich von den Mitarbeitern des Börsenaspiranten zu erfüllen sind. Mithin ist ebenfalls zu prüfen, ob das Personal in den entsprechenden Abteilungen über eine ausreichende Qualifikation verfügt. Deswegen ist ggf. über eine externe Beratung durch den Wirtschaftsprüfer und/oder über Fortbildungsmaßnahmen nachzudenken.98
1 Einleitung: Stellt den IPO-Prozess als komplexes Unterfangen vor und definiert die Rolle des Wirtschaftsprüfers als wichtigen Akteur.
2 Konzeptionelle Maßnahmen: Erläutert die notwendigen Schritte zur Vorbereitung eines Börsengangs, insbesondere die Auswahl der Emissionspartner und die Wahl des Börsensegments.
3 Due Diligence: Detailliert die verschiedenen Prüfbereiche (Financial, Commercial, Tax, Legal), die zur Informationsbeschaffung und Plausibilisierung notwendig sind.
4 Erstellung der erforderlichen Dokumente: Beschreibt die Anforderungen und Inhalte von Wertpapierprospekten, Comfort Letters und Legal Opinions.
5 Bestimmung des Emissionspreises: Analysiert Unternehmensbewertungsverfahren, die Vermarktungsphase sowie das Phänomen des Underpricing.
6 Fazit: Resümiert den Börsengang als zeitintensiven, hochgradig koordinierten Prozess, der auch nach der Erstnotiz fortlaufende Anforderungen stellt.
Initial Public Offering, IPO, Wirtschaftsprüfer, Due Diligence, Börsenreife, Wertpapierprospekt, Unternehmensbewertung, Bookbuilding-Verfahren, Emissionspreis, Underpricing, Finanzberichterstattung, Börsensegment, Abschlussprüfer, Kapitalmarkt, Roadshow.
Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Maßnahmen eines Börsengangs (IPO) in Deutschland und analysiert insbesondere die Rolle des Wirtschaftsprüfers in diesem Prozess.
Die zentralen Felder umfassen die konzeptionelle Vorbereitung, verschiedene Formen der Due Diligence, die Erstellung wichtiger Dokumente wie des Wertpapierprospekts sowie die Unternehmensbewertung und Preisfindung.
Das Ziel ist es, den IPO-Prozess transparent zu machen und dabei speziell aufzuzeigen, an welchen Stellen der Wirtschaftsprüfer eingreift, um Interessenkonflikte zu vermeiden und zur Qualität der Finanzinformationen beizutragen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Fachpublikationen, Gesetze und Standards (wie IDW PS) zur Strukturierung des IPO-Prozesses.
Der Hauptteil behandelt systematisch die Phasen von der Vorbereitung, über die Due Diligence und Dokumentenerstellung bis hin zur konkreten Preisfestsetzung und Vermarktung der Aktien.
Zu den prägenden Begriffen gehören Initial Public Offering (IPO), Due Diligence, Börsenreife, Wertpapierprospekt, Unternehmensbewertung, Bookbuilding und Underpricing.
Der Comfort Letter dient den Prospektverantwortlichen als Nachweis, dass bei der Erstellung des Prospekts mit der gebotenen Sorgfalt vorgegangen wurde, auch wenn er selbst kein Bestandteil des Prospekts ist.
Die Wahl eines renommierten Wirtschaftsprüfers fungiert als Qualitätssignal an den Markt, was Unsicherheiten reduzieren kann und somit das Underpricing beeinflusst.
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