Bachelorarbeit, 2012
58 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Das deutsche Geschäftsbankensystem
2.1 Die Universalbanken
2.1.1 Der Kreditbankensektor
2.1.2 Der Sparkassensektor
2.1.3 Genossenschaftssektor
2.2 Spezialbanken
3 Notwendigkeit und Rechtfertigung der Bankenregulierung
3.1 Die Instabilität des Bankensektors
3.1.1 Liquiditätsrisiko durch Fristentransformation
3.1.2 Wechselseitige Interbankenbeziehungen
3.1.3 Asymmetrische Informationsverteilung
3.1.4 Bank Run-Mechanik
3.1.5 Das systemische Risiko
3.2 Formen der Bankenregulierung
3.2.1 Staatliche Bankenregulierung
3.2.1.1 Präventive Maßnahmen
3.2.1.2 Protektive Maßnahmen
3.2.2 Marktliche Bankenregulierung
3.3 Die Organisation der Bankenaufsicht
3.3.1 Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht
3.3.2 Die Europäische Bankenaufsicht
3.3.3 Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
4 Der Weg von Basel II zu Basel III
4.1 Basel II
4.1.1 Säule 1 – Mindestkapitalanforderungen
4.1.2 Säule 2 – Aufsichtliches Überprüfungsverfahren
4.1.3 Säule 3 – Marktdisziplin
4.2 Die Schwachstellen von Basel II
5 Die neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften nach Basel III und die Auswirkungen auf deutsche Kreditinstitute
5.1 Das bankaufsichtliche Eigenkapital nach Basel III
5.1.1 Zusammensetzung des bankaufsichtlichen Eigenkapitals
5.1.1.1 Qualitative Anforderungen an das Kernkapital
5.1.1.2 Qualitative Anforderungen an das Ergänzungskapital
5.1.2 Eigenkapital Quantität und Übergangsregelung
5.2 Die neuen Baseler Liquiditätsanforderungen
5.2.1 Liquidity Covered Ratio
5.2.2 Net Stable Funding Ratio
5.3 Weitere regulatorische Änderungen durch Basel III
5.3.1 Leverage Ratio
5.3.2 Kapitalerhaltungspuffer und antizyklischer Puffer
5.3.2.1 Kapitalerhaltungspuffer
5.3.2.2 Antizyklischer Puffer
5.3.3 Abzugsposten
5.3.4 Offenlegung der Eigenkapitalbestandteile
5.3.5 zusätzlicher Kapitalpuffer für systemrelevante Institute
6 Resümee
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Notwendigkeit der Bankenregulierung und analysiert, welche Auswirkungen die regulatorischen Maßnahmen von Basel III auf deutsche Kreditinstitute haben. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie die neuen Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen die Stabilität des Finanzsystems stärken und welche Herausforderungen sie für die Geschäftsmodelle der Banken mit sich bringen.
3.1.4 Bank Run-Mechanik
Die Entstehung eines Bank Runs basiert häufig auf einem Vertrauensverlust der Einleger in die Bank. Negative Schlagzeilen über ihre Bank oder der Abzug großer Einlagenbeträge verunsichern die Einleger. Für die Einleger ist die Sicherheit ihrer Einlagen nicht mehr gewährleistet. Dem Einleger bleibt zum einen die Möglichkeit seine Einlagen bei der Bank zu lassen oder die Forderungen sofort abzurufen. Letzteres ist in Anbetracht eines risikoaversen Gläubigers sehr wahrscheinlich. Käme es zu einem übermäßigen Abzug der Einlagen bei einer Bank, würden daraus erhebliche Liquiditätsprobleme resultieren. Dieser negative externe Effekt bewirkt, dass die Insolvenzwahrscheinlichkeit einer Bank massiv erhöht wird.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bankenregulierung vor dem Hintergrund der Finanzkrise ein und stellt die Relevanz der Untersuchung von Basel III für deutsche Kreditinstitute dar.
2 Das deutsche Geschäftsbankensystem: Dieses Kapitel erläutert die historische und strukturelle Zusammensetzung des deutschen Bankensektors, unterteilt in Universalbanken und Spezialbanken.
3 Notwendigkeit und Rechtfertigung der Bankenregulierung: Hier wird begründet, warum der Bankensektor aufgrund systemischer Instabilitäten reguliert werden muss und welche staatlichen sowie marktlichen Regulierungsansätze existieren.
4 Der Weg von Basel II zu Basel III: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das bisherige Regelwerk Basel II, erläutert dessen Drei-Säulen-Struktur und arbeitet die entscheidenden Schwachstellen heraus, die in die Finanzkrise führten.
5 Die neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften nach Basel III und die Auswirkungen auf deutsche Kreditinstitute: Den Kern der Arbeit bildend, analysiert dieses Kapitel detailliert die neuen Anforderungen an Eigenkapital und Liquidität sowie deren praktische Auswirkungen auf die deutschen Kreditinstitute.
6 Resümee: Im Resümee werden die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die Auswirkungen der neuen "Brandschutzregelungen" kritisch bewertet.
Basel III, Bankenregulierung, Eigenkapital, Liquidität, Kreditinstitute, Finanzkrise, Bank Run, systemisches Risiko, LCR, NSFR, Leverage Ratio, Kapitalerhaltungspuffer, Aufsichtsrecht, Finanzstabilität, Risikomanagement
Die Bachelorarbeit analysiert die Reform der internationalen Bankenregulierung durch Basel III und deren spezifische Folgen für den deutschen Bankensektor.
Die Arbeit behandelt die Systematik des deutschen Bankwesens, die theoretische Notwendigkeit staatlicher Bankenaufsicht, die Fehler des Basel II-Systems sowie die detaillierten quantitativen und qualitativen Neuregelungen von Basel III.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Basel III zur Stärkung der Finanzstabilität beitragen soll und welche operationalen sowie strategischen Herausforderungen sich daraus für deutsche Banken ergeben.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis aktueller Fachliteratur, Studien und offizieller Dokumente der Bankenaufsicht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Notwendigkeit von Regulierung, eine kritische Aufarbeitung der Schwachstellen von Basel II und eine tiefgehende Analyse der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsstandards von Basel III.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Basel III, Eigenkapitalanforderungen, Liquiditätskennzahlen (LCR/NSFR), Finanzstabilität und Bankenaufsicht definieren.
Die strengeren Eigenkapital- und Liquiditätsregeln führen tendenziell dazu, dass Banken risikogewichtete Aktiva abbauen und dadurch die Kreditvergabe einschränken könnten, um die regulatorischen Quoten zu erfüllen.
Diese Institute müssen ihre oft bewährten Finanzierungsstrukturen an die neuen, strengeren Kriterien anpassen, insbesondere was die Anrechenbarkeit bestimmter Einlagen oder Haftsummenzuschläge als Eigenkapital betrifft.
Für diese Banken wurden zusätzliche Kapitalpuffer eingeführt, um ihre Verlusttragungsfähigkeit zu erhöhen und die Gefahr negativer Spillover-Effekte auf das gesamte Finanzsystem zu minimieren.
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