Bachelorarbeit, 2009
80 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Regionale Integration
2.1 Begriffsbestimmung und integrationstheoretische Ansätze
2.1.1 Integrationsformen
2.1.2 Europäisches Integrationsverständnis und Theorien der europäischen Integration
2.1.3 Lateinamerikanisches Integrationsverständnis
2.1.4 Weitere integrationstheoretische Ansätze
2.2 Anbahnung und Entwicklung regionaler Integration
2.2.1 Entstehung von Integration
2.2.2 Entwicklung von Integration
2.3 Analyse von Integration
3. Der Integrationsstatus des Mercosur und der EU
3.1 Die Integration der Mercosur-Staaten
3.1.1 Die Entwicklung des Mercosur
3.1.2 Der Integrationsstatus des Mercosur
3.2 Die europäische Integration
3.2.1 Von der EGKS zur EU
3.2.2 Analyse des Integrationsstatus der EU
3.3 Vergleich der Integrationstiefe
4. Mögliche Ursachen der unterschiedlichen Integrationstiefe
4.1 Ziele und institutionelle Struktur in den Gründungsverträgen
4.2 Nationale Einflussfaktoren
4.2.1 Soziopolitische und ökonomische Rahmenbedingungen
4.2.2 Innerstaatliche Akteure
4.3 Regionale Einflüsse
4.4 Internationales Umfeld
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die unterschiedliche Integrationstiefe zwischen dem Gemeinsamen Markt des Südens (Mercosur) und der Europäischen Union (EU). Das primäre Ziel ist es, die nationalen, regionalen und internationalen Einflussfaktoren zu identifizieren, die zur jeweiligen Ausgestaltung der beiden Integrationsprojekte beigetragen haben.
2.1.1 Integrationsformen
Es können verschiedene Formen, Dimensionen oder Stufen regionaler Integration unterschieden werden, wobei im Folgenden lediglich jene zwei Klassifizierungen näher beschrieben werden, die für den Fortgang der Untersuchung erforderlich sind.
Eine frühe, mittlerweile klassische Einteilung regionaler Integration in mehrere Stufen erfolgte in den 1960er Jahren durch Bela Balassa und bezieht sich auf Prozesse wirtschaftlicher Integration (vgl. Higgott 2007, 78). Die einzelnen Stufen bauen aufeinander auf, das gesamte Modell ist auf einen fortschreitenden Integrationsprozess in Richtung der letzten Stufe ausgerichtet. Die erste Stufe wirtschaftlicher Integration stellt eine Freihandelszone dar, in welcher die Zölle zwischen den Mitgliedstaaten abgebaut werden. Die zweite Stufe, eine Zollunion, baut auf der Freihandelszone auf und verfügt zusätzlich über einen einheitlichen Außenzoll. Ein Gemeinsamer Markt stellt die dritte Integrationsstufe dar. Dies ist eine Zollunion, in welcher sämtliche Beschränkungen und Hemmnisse aufgehoben werden, damit sich Güter, Arbeit, Kapital und Dienstleistungen frei über die Grenzen der teilnehmenden Länder hinweg bewegen können. Die vierte Stufe besteht aus einer Wirtschaftsunion. Dies bedeutet, dass zusätzlich zur Freizügigkeit des Gemeinsamen Marktes die nationalen Wirtschaftspolitiken harmonisiert werden. Eine Politische Union ist die höchste Stufe der Integration: Hier wird die Wirtschaftspolitik von einer supranationalen Ebene aus gesteuert (vgl. Malcher 2005, 63; vgl. De Lombaerde/Dorruci/Genna u.a. 2008, 150f.).
Schimmelfennig nimmt Bezug auf die politische Integration wenn er am Beispiel der EU drei Dimensionen von Integration unterscheidet: Die „sektorale Dimension“ bezieht sich auf die Anzahl der eingegliederten Politikfelder. Eine Erweiterung der sektoralen Integration würde die Aufnahme eines neuen Politikfeldes in die Gemeinschaftspolitik bedeuten, das heißt die Mitgliedstaaten geben diesen Bereich zugunsten einer gemeinschaftlichen Regulierung ab.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur Ursache unterschiedlicher Integrationstiefe bei Mercosur und EU sowie Skizzierung des methodischen Vorgehens.
2. Regionale Integration: Darlegung theoretischer Ansätze, Integrationsformen und Konzepte zur Untersuchung der Entstehung und Entwicklung regionaler Integrationsprojekte.
3. Der Integrationsstatus des Mercosur und der EU: Detaillierte Statusbestimmung der beiden Projekte anhand der in Kapitel 2 erarbeiteten Indikatoren und direkter Vergleich der Integrationstiefe.
4. Mögliche Ursachen der unterschiedlichen Integrationstiefe: Analyse der nationalen, regionalen und internationalen Einflussfaktoren, die zu den divergenten Verfassungen und Integrationsergebnissen führten.
5. Fazit: Synthese der Ergebnisse und zusammenfassende Beantwortung der Frage nach den Ursachen der unterschiedlichen Integrationstiefe.
Regionale Integration, Mercosur, Europäische Union, Integrationstiefe, Supranationalismus, Intergouvernementalismus, Wirtschaftsunion, Zollunion, Institutionelle Struktur, Internationale Beziehungen, Globalisierung, Souveränität, Politische Ökonomie.
Die Arbeit analysiert die Gründe, warum der Mercosur und die Europäische Union trotz teilweise ähnlicher Zielsetzungen eine unterschiedliche Integrationstiefe erreicht haben.
Die zentralen Felder umfassen Integrationstheorien, die Bestimmung des aktuellen Integrationsstatus beider Organisationen sowie die Analyse nationaler, regionaler und internationaler Einflussfaktoren auf diesen Prozess.
Das primäre Ziel besteht darin, die Ursachen für die tiefere Integration der EU gegenüber dem Mercosur zu identifizieren und zu erklären.
Es wird eine vergleichende Analyse durchgeführt, die auf der Anwendung verschiedener politikwissenschaftlicher und ökonomischer Integrationstheorien sowie auf der Auswertung von Indikatoren zur Bestimmung der Integrationstiefe basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Statusbestimmung des Integrationsgrades von Mercosur und EU sowie eine Untersuchung der Einflussfaktoren wie Gründungsverträge, ökonomische Rahmenbedingungen, Rolle der Mitgliedstaaten und internationale Einflüsse.
Wesentliche Begriffe sind regionale Integration, Supranationalität, Intergouvernementalismus, Wirtschaftsunion, Souveränität und politische Ökonomie.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die EU von Beginn an supranationale Elemente integrierte, während der Mercosur auf rein intergouvernementalen Strukturen basiert, was auf unterschiedliche historische Ausgangslagen und Sicherheitsbedürfnisse zurückzuführen ist.
Der Autor stellt fest, dass der Einfluss ökonomischer Krisen ambivalent ist; sie können sowohl als Motor für Integration dienen, um Probleme gemeinsam zu bewältigen, als auch zu Stagnation führen, wenn sich Nationalstaaten in Krisenzeiten verstärkt auf sich selbst zurückbesinnen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

