Magisterarbeit, 2002
257 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
Theoretischer Teil
2. Beruf: Journalist – Image, Stereotypen und Vorurteile
2.1. Beruf: Journalist
2.2. Begriffsklärung: Image – Stereotyp – Vorurteil
2.3. Die Rolle der Medien bei der Imagebildung
2.3.1. Medien-Image und öffentliches Image
2.3.2. Funktionen von Medien-Images
3. Gegenstandseingrenzung Kino – Film – Spielfilm
3.1. „Film“, „Movie“ und „Cinéma“
3.2. „Film“ und „Spielfilm“
3.3. Der Film im Kommunikationsprozess – Filmanalyse
4. Die Thematisierung des Journalisten im Film
4.1. Der Stummfilm
4.2. Die Goldene Ära
4.3. Der Niedergang
4.4. Die Neue Welle
4.5. Zusammenfassung
5. Der Journalistenfilm: Genre oder kein Genre?
5.1. Der Begriff „Genre“
5.2. Abgrenzung Journalistenfilme – Filme mit Journalisten
5.3. Bisheriger Forschungsstand
6. Dramaturgiekonzepte und Narrrationstheorien
6.1. Das Paradigma nach Syd Field
6.1.1. Modellbeschreibung
6.1.2. Kritik
6.2. Narrationstheorie nach Bordwell
6.2.1. Merkmale der „Classical Narration“
6.2.2. Die Bedeutung der Story
6.2.3. Kritik
6.3. Die Schlüsselszene
6.4. Zusammenfassung
Empirischer Teil
7. Forschungsfragen
7.1. Forschungsleitfrage
7.2. Weitere Forschungsfragen
8. Untersuchungsdesign
8.1. Filmkritik vs. Filmanalyse vs. Inhaltsanalyse
8.1.1. Filmkritik
8.1.2. Inhaltsanalyse
8.1.3. Filmanalyse
8.2. Methode: Kombinierte Dramaturgie- und Filmanalyse
8.3. Vorgehensweise
8.4. Untersuchungszeitraum
8.4.1. Problematik der Eingrenzung auf Jahrzehnte
8.4.2. Gründe für die Beschränkung auf die 90er Jahre
8.5. Kriterien für die Filmauswahl
8.6. Filmauswahl
8.6.1. Dominanz von US-Filmen gegenüber deutschen Produktionen
8.6.2. Ausgrenzung von Fernsehfilmen
9. Filmanalysen
9.1. Schtonk! (1992)
9.2. Hero (1992)
9.3. The Paper (1994)
9.4. I Love Trouble (1994)
9.5. Up Close & Personal (1996)
9.6. The People Vs. Larry Flynt (1996)
9.7. Mad City (1997)
9.8. Welcome To Sarajevo (1997)
9.9. Tomorrow Never Dies (1997)
9.10. True Crime (1999)
9.11. The Insider (1999)
9.12. Almost Famous (2000)
10. Ergebnisdiskussion
10.1. Alte Stereotypen in neuem Gewand: I Love Trouble, The Paper, Up Close & Personal und True Crime
10.2. Medien ohne Moral: Schtonk!, Hero, Mad City und Tomorrow Never Dies
10.3. Journalisten am Wendepunkt ihres Lebens: The People Vs. Larry Flynt, Welcome to Sarajevo, The Insider und Almost Famous
11. Ausblick
12. Literaturverzeichnis
13. Anhang
13.1. Filmprotokolle
13.2. Stab-/Besetzungslisten der untersuchten Filme
13.3. Filmographie – Journalisten im Film der 90er Jahre
13.4. Glossar
Die Arbeit untersucht das Bild des Journalisten im Spielfilm der 1990er Jahre. Ziel ist es, mittels einer kombinierten Dramaturgie- und Filmanalyse zu ergründen, wie Spielfilme über Journalisten narrativ strukturiert sind und welche Auswirkungen dies auf die Darstellung und Charakterisierung dieser Berufsgruppe hat.
Dramaturgischer Aufbau: Mad City (1997)
Das zentrale Motiv des Protagonisten Max Brackett ist, dass er wieder seinen alten Posten beim Sender CTN in New York bekommen möchte, ganz gleich auf welche Art und Weise. Er sieht eine Chance, sein Ziel zu verwirklichen, als es zu der Geiselnahme im Museum kommt. Er will daher die Situation so lange wie möglich unter Kontrolle halten und für seine Zwecke nutzen. Im Laufe der Handlung gleiten ihm die Zügel jedoch zunehmend aus der Hand, was sich am Dramaturgieaufbau des Films nachvollziehen lässt.
Der Film beginnt mit einem geschickt montierten Prolog, in dem man in mehreren Close-ups sieht, wie eine Bank von mehreren Personen beobachtet wird, während einige Geräte montiert werden. Die Geräte lassen sich zunächst nicht identifizieren. Dafür hört man vor allem ein Klicken, sowie das Einrasten von Metallteilen, ähnlich wie bei einer Waffe. Alles hat zunächst den Anschein eines Banküberfalls, doch die Beobachter entpuppen sich als Kamerateam eines lokalen Senders, die ihr Interviewopfer jedoch ähnlich überfallartig konfrontieren. In dieser Eröffnungssequenz legt der Film bereits seinen Grundtenor fest. Eine Aussage des Film ist schon nach dieser Szene erkennbar: Die Kamera ist die Waffe des Reporters, die ebenso gefährlich sein kann, wie die Waffe eines Bankräubers.
1. Einleitung: Hinführung zur Thematik der Darstellung von Journalisten im Film und Begründung des kommunikationswissenschaftlichen Interesses.
2. Beruf: Journalist – Image, Stereotypen und Vorurteile: Theoretische Fundierung der Begriffe Image und Stereotyp sowie Analyse des journalistischen Berufsbildes.
3. Gegenstandseingrenzung Kino – Film – Spielfilm: Definition der filmischen Begriffe und Einordnung des Mediums Film im Kommunikationsprozess.
4. Die Thematisierung des Journalisten im Film: Historischer Überblick über die Entwicklung der Journalistenfigur in verschiedenen Filmepochen.
5. Der Journalistenfilm: Genre oder kein Genre?: Diskussion der Genrefrage und theoretische Abgrenzung von Journalistenfilmen zu Filmen mit Journalisten.
6. Dramaturgiekonzepte und Narrrationstheorien: Vorstellung dramaturigischer Modelle (Syd Field, David Bordwell) zur Analyse der Filmstruktur.
7. Forschungsfragen: Formulierung der zentralen Forschungsleitfragen für den empirischen Analyseteil.
8. Untersuchungsdesign: Erläuterung der angewandten Untersuchungsmethoden und der Kriterien für die Filmauswahl.
9. Filmanalysen: Detaillierte Analyse der ausgewählten zwölf Filme des Untersuchungszeitraums.
10. Ergebnisdiskussion: Zusammenfassende Interpretation der Analyseergebnisse und Einordnung in die zentralen Thematiken.
11. Ausblick: Zusammenfassende Reflexion der Arbeit und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen des Journalistenbildes.
Journalistenfilm, Spielfilm, 90er Jahre, Filmanalyse, Journalismusforschung, Dramaturgie, Syd Field, Stereotyp, Imagebildung, Medienkritik, Kommunikation, Kommunikator, investigative Recherche, Hollywood, Filmgeschichte.
Die Arbeit analysiert das Bild und die Darstellung von Journalisten in Spielfilmen der 1990er Jahre.
Zentrale Themen sind die dramaturgische Struktur dieser Filme, die Charakterisierung der journalistischen Figuren sowie die Frage, ob der Journalistenfilm ein eigenständiges Genre bildet.
Das Ziel ist herauszufinden, wie Filme über Journalisten aus den 90er Jahren aufgebaut sind und welche Konsequenzen diese dramaturgischen Entscheidungen für das vermittelte Berufsimage haben.
Der Autor nutzt eine kombinierte Methode aus Dramaturgie- und Filmanalyse, schwerpunktmäßig basierend auf dem Modell von Syd Field.
Neben theoretischen Grundlagen zur Journalismusforschung und Filmtheorie enthält der Hauptteil die systematische Analyse von zwölf ausgewählten Spielfilmen, darunter bekannte Titel wie *The Insider* oder *Almost Famous*.
Wichtige Begriffe sind Journalistenfilm, Dramaturgie, Stereotyp, Imagebildung und Medienkritik.
Weil in der Filmwissenschaft kein einheitliches, konstitutives Bewusstsein darüber existiert, was ein "reiner" Journalistenfilm ist, und viele Filme journalistische Motive nur als Handlungsträger nutzen.
Der Autor definiert die Schlüsselszene als einen dramaturgischen Kernpunkt, der weit über einen gewöhnlichen "Plot Point" hinausgeht und für das Verständnis der filmischen Aussage entscheidend ist.
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