Masterarbeit, 2012
116 Seiten, Note: 1,00
1. EINLEITUNG
2. GRUNDLAGEN
2.1. Definitionen
2.2. Besonderheiten der Eigentumswohnung als Wirtschaftsgut
2.3. Motivation und Abgrenzung
3. METHODEN DER INVESTITIONSRECHNUNG
3.1. Systematisierung der Investitionsrechenmethoden
3.2. Statische Methoden
3.3. Dynamische Methoden
3.3.1. Kapitalwert-Methode
3.3.2. Interne-Zinssatz-Methode
3.3.3. Vollständiger Finanzplan
3.4. Zusammenfassender kritischer Vergleich der Investitionsrechenmethoden
4. METHODEN DER RISIKOBETRACHTUNG
4.1. Systematisierung der Risikobetrachtungsmethoden
4.2. Korrekturverfahren
4.3. Sensitivitätsanalysen
4.4. Vollenumerationen
4.5. Simulationen
5. ENTWICKLUNG EINES MODELLS ZUR RISIKOANALYSE EINER WOHNIMMOBILIENINVESTITION
5.1. Datenkranz der Investitionsrechnung
5.1.1. Investitionsauszahlungen
5.1.2. Laufende Einnahmen der Perioden
5.1.3. Laufende Ausgaben der Perioden
5.1.4. Veräußerungserlös am Ende des Planungszeitraums
5.1.5. Finanzierung
5.1.6. Ertragssteuern
5.1.7. Zwischenfinanzierung
5.2. Kointegrationsanalyse
5.2.1. Datengrundlage
5.2.1.1. Übersicht der Wohnimmobilienindizes in Deutschland
5.2.1.2. Beschreibung des Datensatzes
5.2.1.3. Makroökonomische Daten
5.2.2. Stationaritätseigenschaften
5.2.3. Kointegrationsanalyse im Eingleichungsmodell nach Engle und Granger
5.2.3.1. Granger-Kausalitätstest
5.2.3.2. Fehlerkorrekturmodell
5.2.3.3. Test auf Strukturbrüche
5.2.4. Kointegrationsanalyse im Mehrgleichungsmodell nach Johansen
5.2.5. Prognose
5.2.6. Zusammenfassung der Ergebnisse der Kointegrationsanalyse
6. PRAKTISCHE UMSETZUNG IN EINEM FALLBEISPIEL
6.1. Erfassung der Datenbasis
6.2. Ergebnisse des Fallbeispiels
6.3. Sensitivitätsanalysen
7. ZUSAMMENFASSUNG
7.1. Zusammenfassung der Ergebnisse des Fallbeispiels
7.2. Kritische Würdigung des Modells
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Investitionsanalysemodells für private Anleger, die eine Eigentumswohnung als reine Kapitalanlage erwerben möchten, um die wirtschaftliche Attraktivität und die verbundenen Risiken berechnen zu können.
3.2. Statische Methoden
In der Literatur und Praxis gelten die statischen Methoden als leicht und schnell anwendbar. Sie geben einen ersten guten Überblick über eine potentielle Investition an.
Sämtliche monetäre Entscheidungskonsequenzen werden nur für ein Jahr in Form von Durchschnittsgrößen dargestellt. Die zeitliche Struktur der Zahlungsströme wird somit nicht erfasst und folglich die Zinseffekte nicht berücksichtigt. Diese konzeptionelle Schwäche spielt gerade bei einer langen Investitionsdauer eine nicht unerhebliche Rolle und führt konsequenterweise zu wesentlichen Kritikpunkten an den statischen Methoden als Beurteilungsgrundlage von Immobilieninvestitionen.
Ungeachtet der grundlegenden Kritik wird in der immobilienwirtschaftlichen Praxis häufig die Nettoanfangsrendite (NAR) verwendet, die eine leicht veränderte Form der Rentabilitätsrechnung ist und wiederum zur Gruppe der statischen Methoden gehört. Diese Kennzahl, bei der lediglich die erste Jahresnettomiete (NOI1) in das Verhältnis mit der Gesamtinvestitionssumme (GI) gesetzt wird, kann daher nur als überschlagsmäßige Beurteilung verwendet werden.
1. EINLEITUNG: Hinführung zur Fragestellung, wie Eigentumswohnungen für private Anleger renditemäßig zu bewerten sind und welche Risiken dabei bestehen.
2. GRUNDLAGEN: Definition der Eigentumswohnung als Wirtschaftsgut sowie Erläuterung der Motivation und Abgrenzung privater Immobilieninvestitionen.
3. METHODEN DER INVESTITIONSRECHNUNG: Kritische Analyse statischer und dynamischer Methoden, wobei der Vollständige Finanzplan als Fundament für die weitere Untersuchung gewählt wird.
4. METHODEN DER RISIKOBETRACHTUNG: Untersuchung verschiedener Risikoanalysemethoden mit dem Ergebnis, dass die Monte-Carlo-Simulation die besten Voraussetzungen zur Risikoabwägung bietet.
5. ENTWICKLUNG EINES MODELLS ZUR RISIKOANALYSE EINER WOHNIMMOBILIENINVESTITION: Herleitung eines Investitionsmodells, welches durch eine Kointegrationsanalyse zur Preisprognose ergänzt wird.
6. PRAKTISCHE UMSETZUNG IN EINEM FALLBEISPIEL: Anwendung des entwickelten Modells auf einen Wohnungskauf in Frankfurt am Main.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Abschluss der Arbeit mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einer kritischen Würdigung des Modells.
Eigentumswohnung, Kapitalanlage, Investitionsrechnung, Vollständiger Finanzplan, VOFI, Risikoanalyse, Monte-Carlo-Simulation, Immobilienpreise, Kointegrationsanalyse, Fehlerkorrekturmodell, Rendite, Frankfurt am Main, Immobilie, Immobilienfinanzierung, Immobilienmarkt
Die Arbeit befasst sich mit der wirtschaftlichen Bewertung von Eigentumswohnungen als Kapitalanlage für private Investoren und der Modellierung der damit verbundenen Risiken.
Zentrale Felder sind die Investitionsrechnung, Methoden zur Risikoanalyse unter Unsicherheit, ökonometrische Prognosemodelle und deren praktische Umsetzung.
Ziel ist die Entwicklung eines Investitionsanalysemodells, mit dem Privatanleger die Rentabilität eines Immobilienerwerbs unter Berücksichtigung von Risiken berechnen können.
Es wird ein investitionstheoretisches Modell auf Basis des Vollständigen Finanzplans erstellt und dieses um eine Monte-Carlo-Simulation sowie Kointegrationsanalysen zur langfristigen Preisvorhersage ergänzt.
Der Hauptteil umfasst die methodischen Grundlagen der Investitionsrechnung, Risikobetrachtung, die Modellentwicklung (inkl. Finanzierung und Steuern) sowie die ökonometrische Prognose und die praktische Anwendung im Fallbeispiel.
Wichtige Begriffe sind Eigentumswohnung, Kapitalanlage, Vollständiger Finanzplan, Risikoanalyse, Monte-Carlo-Simulation und Kointegrationsanalyse.
Da herkömmliche Methoden oft unrealistische Annahmen über die Wiederanlage von Mitteln treffen, bietet der VOFI eine realitätsnähere Darstellung aller Zahlungsströme bei unvollkommenem Kapitalmarkt.
Die Analyse identifizierte den Veräußerungserlös am Ende der Haltephase als die einflussreichste Determinante für die erzielbare Rendite, weshalb dieser besonders detailliert mittels ökonometrischer Modelle betrachtet wird.
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