Masterarbeit, 2012
67 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Begriffsbestimmungen
2.1 Journalismus
2.2 Public Relations
3 Arbeitsweise von Journalismus und Public Relations
3.1 Funktionen und Aufgaben
3.1.1 Journalismus
3.1.2 Public Relations
3.2 Verhaltenskodizes und Ethik
3.2.1 Journalismus
3.2.2 Public Relations
3.3 Verhältnis aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht
3.3.1 Determinationsansatz
3.3.2 Intereffikationsansatz
3.3.3 Interpenetrationsansatz
3.3.4 Bilanz
4 Stand der empirischen Forschung
4.1 Verhältnis von Journalisten und Public Relations
4.1.1 Allgemeines Verhältnis
4.1.2 Verhältnis in speziellen Ressorts
4.2 Einfluss von Werbekunden auf Journalismus
4.3 Einfluss von Expertenaussagen auf Konsumenten
5 Empirischer Anteil der Interviews mit Praktikern
5.1 Gestaltung des Kontaktes zwischen Journalisten und Public Relations
5.2 Wahrgenommenes Verhältnis zwischen Journalisten und Public Relations
5.3 Mögliche Beeinflussung durch Public Relations
5.4 Konkrete Beeinflussung durch Public Relations
5.5 Strategien zur Beeinflussung
5.6 Weitere Einflussmöglichkeiten auf die Berichterstattung
5.7 Unterschiede in der Beeinflussbarkeit
5.8 Beeinflussung von PR durch Journalisten
5.9 Zusammenfassung der Befragungsergebnisse
6 Fazit
Diese Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Journalismus und Public Relations, um zu klären, inwieweit Journalisten bei ihrer Arbeit durch PR-Agenturen beeinflusst werden. Im Zentrum steht die Analyse des tatsächlichen Einflusses sowie der Mechanismen der gegenseitigen Wahrnehmung und Beziehung der beiden Berufsfelder unter Berücksichtigung ökonomischer Zwänge.
1.1 Problemstellung
Die Wahrnehmung der Umwelt wird in unserer Gesellschaft zunehmend von der Medienrealität bestimmt. Diese Realität der Medien wird neben Journalisten auch von Vertretern der Public Relations, kurz PR, den Öffentlichkeitsarbeitern produziert. Das Verhältnis dieser beiden bestimmt die Realität und damit die öffentliche Meinung (Rolke und Wolff, 1999, S. 161). Die Leistungen der Massenmedien in dieser Medienrealität sind in einer modernen Gesellschaft kaum noch wegzudenken. Aus der ungeheuren Datenflut erstellen sie handhabbare Empfangsformate zum Konsum der Informationen, wie z.B. Zeitungsartikel, Rundfunk- oder Fernsehbeiträge, die unsere Vorstellungen über das Weltgeschehen prägen.
Aber was passiert, wenn die Annahmen über diese Medienrealität auf Irrtümern, Fehleinschätzungen oder Vorurteilen beruhen? Die Analyse der Einflüsse der Medienmärkte auf die journalistische Arbeit und deren Ergebnisse führt zur Diskussion über die Rolle der PR. Medien sind in erster Linie ein Geschäft, deren Eigentümer, z.B. Verlage oder Sender, nicht nur Kostendeckung sondern auch Gewinnziele verfolgen (Rolke und Wolff, 1999, S. 21). Auf diesen Märkten geht es um viel Geld und schließlich den Wettbewerb um Anzeigen- und Abnehmerpotentiale. Obwohl Wettbewerb im Allgemeinen sinnvoll und für den Verbraucher positiv ist, entsteht die Frage nach dem Nutzen für die öffentliche Information, wenn Produktwerbung aufgrund von zusätzlichen Einnahmen, höherer Reichweite oder besserer Quote die sinnvolle Information verdrängt.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Medienrealität und die ökonomischen Zwänge, denen Journalisten ausgesetzt sind, was die Forschungsfrage nach einer möglichen Beeinflussung durch PR motiviert.
2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Journalismus und Public Relations auf Basis wissenschaftlicher Lehrmeinungen, um ein einheitliches Verständnis für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3 Arbeitsweise von Journalismus und Public Relations: Hier werden die Funktionen, berufsethischen Kodizes und kommunikationswissenschaftlichen Theorien vorgestellt, die das Verhältnis der beiden Systeme erklären.
4 Stand der empirischen Forschung: Dieser Abschnitt fasst wissenschaftliche Studien zusammen, die das Verhältnis von Journalisten und PR, den Einfluss von Werbung und die Rolle von Experten auf die Berichterstattung analysieren.
5 Empirischer Anteil der Interviews mit Praktikern: Dieser Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der qualitativen Experteninterviews mit Vertretern aus Journalismus und PR und beleuchtet die Praxis der gegenseitigen Beeinflussung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass ein absolut unabhängiger Journalismus in der Praxis kaum existiert, da Beeinflussung stark von der Persönlichkeit, dem Ressort und dem Medium abhängt.
Journalismus, Public Relations, PR, Medienrealität, Beeinflussung, Öffentlichkeitsarbeit, Medienmärkte, Kommunikationswissenschaft, Determinationsansatz, Intereffikation, Journalistische Ethik, Experteninterviews, Medienberichterstattung, Werbekunden, Nachrichtenfaktoren
Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Journalismus und PR, speziell die Frage, ob und wie Journalisten durch PR-Aktivitäten in ihrer Arbeit beeinflusst werden.
Zentral sind die Funktionen von Journalismus und PR, berufsethische Standards, wissenschaftliche Modelle zur Systeminteraktion sowie die empirische Bestandsaufnahme durch Experteninterviews.
Das Ziel ist eine praxisnahe Bestandsaufnahme, um zu klären, wie stark die journalistische Unabhängigkeit angesichts von PR-Interessen und ökonomischen Zwängen unter Druck steht.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu Lehrmeinungen und empirischen Studien mit einem qualitativen empirischen Teil, basierend auf Experteninterviews mit Journalisten und PR-Praktikern.
Der Hauptteil analysiert bestehende Forschung zur Beeinflussbarkeit und vergleicht diese mit den Ergebnissen der selbst durchgeführten Interviews, um Kontaktgestaltungen und Beeinflussungsstrategien zu identifizieren.
Zu den Schlüsselbegriffen zählen Journalismus, PR, Beeinflussung, Intereffikation, Determinationsansatz und Medienethik.
Die Krise führt zu Stellenabbau und Zeitdruck, was Journalisten laut der Studie empfänglicher für PR-Zuarbeit macht, da diese den Rechercheaufwand reduziert.
Die Studie deutet darauf hin, dass besonders produktnahe Ressorts wie Lifestyle- und Reisejournalismus anfälliger für PR-Einflüsse sind, während andere Bereiche eine höhere Distanz wahren.
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