Bachelorarbeit, 2012
104 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2 Grundlagen
2.1 Wertorientiertes Controlling
2.1.1 Ursprung und Definition des Controllings
2.1.2 Controlling als Führungsunterstützungsfunktion
2.1.3 Ziele und Messgrößen des wertorientierten Controllings
2.1.3.1 Zielbildung und wertorientierte Steuerungsgrößen
2.1.3.2 Methoden der Unternehmensbewertung
2.2 Intangible Assets
2.2.1 Definitionen und begriffliche Abgrenzung
2.2.2 Besonderheiten und Bedeutung
2.2.3 Kategorisierung der Intangible Assets
2.2.4 Bilanzielle Behandlung von Intangible Assets
2.2.4.1 Bilanzierung nach HGB
2.2.4.2 Bilanzierung nach IFRS/IAS
3 Methoden und Instrumente zur Identifikation erfolgskritischer Ressourcen
3.1 Balanced Scorecard
3.2 Skandia Navigator
3.3 Intangible-Asset-Monitor
3.4 Intellectual Capital Statement
3.5 Das Konzept des Arbeitskreises Wissensbilanz
3.6 Value Chain Scoreboard
3.7 Intellectual Capital Audit
4 Methoden und Instrumente zur Bewertung erfolgskritischer Ressourcen
4.1 Kosten- und renditeorientierte Bewertungsansätze
4.1.1 Bewertung nach verschiedenen Kostenansätzen
4.1.2 Return on Assets-Modelle
4.2 Erfolgsorientierte Bewertungsansätze
4.2.1 Economic Value Added und Market Value Added
4.2.2 Free Cashflow
4.3 Marktorientierte Bewertungsansätze
4.3.1 Market-to-Book Value / Ratio
4.3.2 Tobins’q
4.4 Kombinierte Bewertungsansätze
4.4.1 Value Added Intellectual Coefficient (VAIC)
4.4.2 Intellectual Capital Earnings
4.4.3 Calculated Intangible Value
4.5 Bewertungsansätze einzelner immaterieller Vermögenswerte
4.5.1 Markenbewertungsmodell nach Interbrand
4.5.2 Customer Lifetime Value (CLV)
5 Praxisbeispiele zu immateriellem Vermögen
5.1 Studie zur Behandlung immateriellen Vermögens in der Praxis
5.2 Ausgewählte Geschäftsberichte
5.2.1 EnBW AG
5.2.2 Daimler AG
5.2.3 SAP AG
6 Kritische Würdigung und Zukunftsausblick
Die Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung immaterieller Ressourcen für den Unternehmenserfolg und analysiert Instrumente zu deren Identifikation und Bewertung durch das Controlling, um deren praktischen Nutzen kritisch zu evaluieren.
3.1 Balanced Scorecard
Die 1996 von Kaplan und Norton entwickelte Balanced Scorecard (BSC) ist zum Meilenstein im strategischen Managementsystem avanciert und diente als Vorreiter vieler anderer Ansätze, wie z. B. dem des Skandia Navigator. Sie erlaubt es die Unternehmensziele konkret in einer Strategie zu formulieren, diese ergebnisorientiert umzusetzen, operativ messbar zu machen und organisationale Zusammenhänge und Potenziale aufzudecken. Den Ausgangspunkt bildet die Entwicklung der Strategie, abgeleitet aus der Unternehmensvision. Dabei geht die BSC über rein finanzielle Messgrößen hinaus und bedient sich ebenso subjektiver wie qualitativer Kennzahlen, um nichtmonetäre Leistungsindikatoren, sogenannte Key-Performance-Indicators (KPI), in der Strategieumsetzung zu berücksichtigen. Die einzelnen Leistungsindikatoren, vorwiegend in Intangible Assets wie dem Humankapital zu finden, gilt es zu identifizieren und dabei zu bestimmen, welche Auswirkungen Investitionen in solche Werttreiber haben und wie sie im Einzelnen auf jeder Stufe der Leistungserstellung zum Unternehmenserfolg beitragen. Wichtig dabei ist die systematische Rückkopplung mit der Unternehmensstrategie, die im Fokus der Erfolgskontrolle steht, um auf veränderte Rahmenbedingungen antizipativ reagieren zu können und bei Bedarf die Strategie entsprechend anzupassen.
1 Einleitung: Stellt die Problemstellung und die Vorgehensweise der Arbeit dar, insbesondere die steigende Relevanz immaterieller Vermögenswerte für den Unternehmenserfolg.
2 Grundlagen: Behandelt das wertorientierte Controlling sowie Definitionen, Bedeutung und die bilanzielle Behandlung von Intangible Assets nach HGB und IFRS.
3 Methoden und Instrumente zur Identifikation erfolgskritischer Ressourcen: Analysiert verschiedene Modelle zur Identifikation von immateriellem Vermögen, wie die BSC, den Skandia Navigator oder den Intangible-Asset-Monitor.
4 Methoden und Instrumente zur Bewertung erfolgskritischer Ressourcen: Diskutiert diverse Ansätze zur monetären Bewertung, von kostenbasierten über erfolgs- bis hin zu marktorientierten Verfahren.
5 Praxisbeispiele zu immateriellem Vermögen: Veranschaulicht anhand von Studien und ausgewählten Geschäftsberichten, wie Unternehmen in der Praxis mit immateriellen Werten umgehen.
6 Kritische Würdigung und Zukunftsausblick: Reflektiert die Ergebnisse und zieht ein Fazit über die Herausforderungen bei der Identifikation und Bewertung immaterieller Ressourcen.
Wertorientiertes Controlling, Intangible Assets, Immaterielle Vermögenswerte, Unternehmensbewertung, Balanced Scorecard, Wissensbilanz, Intellectual Capital, Werttreiber, Marktwert, Bilanzierung, Strategieumsetzung, Performance Measurement, Humankapital, Goodwill, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der zunehmenden Bedeutung immaterieller Vermögenswerte für den Unternehmenserfolg und den Möglichkeiten des Controllings, diese zu identifizieren, zu steuern und zu bewerten.
Die Schwerpunkte liegen auf der Wertorientierung im Controlling, den theoretischen Grundlagen zu Intangible Assets, den Methoden zu deren Identifikation sowie verschiedenen Bewertungsansätzen und deren Praxisanwendung.
Ziel ist es, die Instrumente zur Identifikation und Bewertung immaterieller Ressourcen darzustellen und deren praktischen Nutzen durch eine kritische Analyse zu evaluieren.
Es handelt sich um eine literarische Arbeit, die bestehende Konzepte, Studien und Methoden der Unternehmenssteuerung und -bewertung systematisiert und kritisch würdigt.
Im Hauptteil werden sowohl Methoden zur Identifikation (z. B. Balanced Scorecard, Wissensbilanz) als auch zur Bewertung (z. B. EVA, MVA, marktorientierte Verfahren) analysiert und deren Anwendung an Praxisbeispielen verdeutlicht.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Intangible Assets, wertorientiertes Controlling, Intellectual Capital und Unternehmensbewertung charakterisiert.
Die Arbeit erläutert, dass sowohl HGB als auch IFRS bei der Bilanzierung selbst erstellter immaterieller Werte zurückhaltend sind, jedoch im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen genauere Anforderungen an die Bewertung stellen.
Die Wissensbilanz wird als Instrument zur strategischen Steuerung von Wissen und als Methode zur Visualisierung von Zusammenhängen im intellektuellen Kapital detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer Praxisrelevanz bewertet.
Die größte Herausforderung liegt in der mangelnden Separierbarkeit immaterieller Komponenten vom gesamten Unternehmenserfolg sowie der Subjektivität der Bewertung, was eine exakte monetäre Zuordnung oft erschwert.
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