Diplomarbeit, 2003
97 Seiten, Note: Sehr Gut
1. Philosophische Grundlegung
1.1. Monismus als notwendiges Fundament
1.2. Der dialektisch-historische Materialismus
1.3 Der Aufstieg vom Abstrakten zum Konkreten
1.4. Materialistischer Konstruktivismus
2. Die Entwicklung des Psychischen
2.1. Die phylogenetische Entwicklung des Psychischen
2.1.1. Das vorpsychische Stadium
2.1.2. Sensibilität – eine Ausgangsabstraktion des Psychischen
2.1.3. Wahrnehmung
2.1.4. Intellekt – die Endform des Psychischen beim Tier
2.1.5. Soziale Strukturen
2.1.6. Kultur
2.2. Der Bruch zur Phylogenese in der Entwicklung des Menschen
2.2.1. Die Hominiden
2.2.2. Der soziale Werkzeuggebrauch
2.3. Die kulturhistorische Entwicklung des Menschen
2.3.1. Das Zeichen als neue Form der Kommunikation
2.3.2. Die historische Erhaltung ontogenetischer Erfahrungen
2.3.3. Eine empirische Untersuchung zur kulturhistorischen Theorie
2.4. Die ontogenetische Entwicklung des Psychischen
2.4.1. Tätigkeit und Gegenstand
2.4.2. Tätigkeit und Bedürfnis
2.4.3. Der Kreis Tätigkeit – Operation - Handlung
2.4.4. Interiorisierung
2.4.5. Die Zone der nächsten Entwicklung
2.5. Physiologische Grundlagen der psychischen Entwicklung
2.5.1. Psychische Tätigkeit und Nervensystem
2.5.2. Der Organismus als funktionelles System
2.5.3. Äußere Komponenten des funktionellen Systems beim Menschen
3. Konsequenzen für die heilpädagogische Arbeit
3.1. Ethik
3.1.1. Die Vorstellung einer einheitlichen Welt
3.1.2. Über Sinn und Unsinn
3.1.3. Die Verantwortung des Heilpädagogen
3.2. Diagnostik
3.2.1 Historische Aspekte
3.2.2. Die Notwendigkeit empirischer Methoden
3.2.3. Der Dialog als Medium
3.2.4. Vom Syndrom zu den Symptomen
3.3. Intervention
3.3.1. Diagnostik - Intervention
3.3.2. Die vermittelnde Tätigkeit
3.3.3. Dialog
3.3.4. Kooperation
3.3.5. Dialogisch-Kooperative Beziehung – Ein Beispiel
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein wissenschaftlich fundiertes Menschenbild auf Basis der kulturhistorischen Schule zu konstruieren, das als theoretisches Fundament für die heilpädagogische Praxis dient. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie die Prinzipien dieser Theorie in der Auseinandersetzung mit der Praxis in ethischer, diagnostischer und interventiver Hinsicht Anwendung finden können.
3.3.5. Dialogisch-Kooperative Beziehung – Ein Beispiel
Das Medium jeglicher heilpädagogischen Arbeit ist folglich der Dialog und die Methode die Kooperation. Innerhalb des Tätigkeitsbegriff ausgedrückt: Einerseits muss die Tätigkeit des Gegenübers Gegenstand meiner Tätigkeit werden und umgekehrt, andererseits müssen beide Tätigkeiten einen gemeinsamen Gegenstand finden.
Der Ausdruck „dialogisch-kooperative Beziehung“ ist damit Quintessenz der Relevanz der vorgestellten Theorie der Entwicklung des Psychischen für heilpädagogische Arbeit. Er beinhaltet alle Momente, die ich die Bereiche Ethik, Diagnostik und Intervention betreffend erwähnt habe.
Ich will in diesem letzten Kapitel meiner Auseinandersetzungen ein praktisches Beispiel geben, welches auf andere Art und Weise verdeutlichen soll, wie heilpädagogische Tätigkeit unter Berücksichtigung der theoretischen Betrachtungen in dieser Arbeit aussehen kann. Die Ausführungen sollten dabei exemplarisch verstanden werden, denn dass Fundament lässt keine Rezepte zu. Auch kann die folgende Auseinandersetzung nicht quantitativ hoch ausfallen, da dies den Rahmen sprengen würde. Ich will allerdings Prinzipien meiner Arbeit aufzeigen und so die theoretischen Überlegungen bekräftigen.
Als Beispiel soll mir eine Person dienen, deren Schicksal mich während meines zweiten Praktikums stark bewegt hat. Da ich eigentlich nicht an ihrem Wohnort tätig war, konnte ich mich nur wenig und abseits meiner eigentlichen Aufgabenbereiche mit ihrem Fall beschäftigen, doch meine Gedanken drehten sich oft um Edith P.
Die folgenden Darstellungen sind Spuren in meinem Gedächtnis und folgen keinen Aufzeichnungen. Doch zur Darlegung des Inhaltes ist dies auch nicht wichtig. Das Beispiel soll nicht jeden Punkt meiner Arbeit in die Praxis transferieren. Dazu müsste ich erfinden. Es soll vielmehr zeigen, wie sich mein theoretisches Fundament ausdrücken kann.
1. Philosophische Grundlegung: Erläutert die Notwendigkeit eines monistischen Weltbildes und die Bedeutung des dialektisch-historischen Materialismus für die Psychologie.
2. Die Entwicklung des Psychischen: Analysiert den historischen Prozess der Psyche von der Phylogenese bis zur kulturhistorischen Entwicklung des Menschen.
3. Konsequenzen für die heilpädagogische Arbeit: Überträgt die erarbeitete Theorie auf die Praxis, indem ethische, diagnostische und interventive Handlungsprinzipien abgeleitet werden.
Kulturhistorische Schule, Heilpädagogik, Tätigkeitstheorie, Ontogenese, Phylogenese, Dialektischer Materialismus, Konstruktivismus, Diagnostik, Intervention, Dialog, Kooperation, Funktionelles System, Interiorisierung, Psychische Entwicklung, Autopoiese.
Die Arbeit befasst sich mit der kulturhistorischen Schule und deren Relevanz für das Verständnis und die Gestaltung heilpädagogischer Praxis durch die Entwicklung einer fundierten anthropologischen Sichtweise.
Zu den Schwerpunkten zählen die philosophische Grundlegung, die entwicklungsgeschichtliche Betrachtung des Psychischen, die Methodik des Aufstiegs vom Abstrakten zum Konkreten sowie die praktische Umsetzung in Ethik, Diagnostik und Intervention.
Das Hauptziel ist es, ein Menschenbild zu konstruieren, das als theoretisches Fundament für heilpädagogisches Handeln dient und zeigt, wie man in der Auseinandersetzung mit der Praxis wissenschaftlich fundiert handeln kann.
Die Arbeit stützt sich primär auf die Methode des Aufstiegs vom Abstrakten zum Konkreten, eine dialektisch-materialistische Herangehensweise, um komplexe Wirklichkeiten zu erfassen.
Im Hauptteil steht die Entwicklung des Psychischen im Vordergrund, von den phylogenetischen Voraussetzungen über den Bruch zur menschlichen Entwicklung bis hin zur ontogenetischen Ausprägung und den physiologischen Grundlagen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Tätigkeit, Interiorisierung, dialogisch-kooperative Beziehung, funktionelles System und kulturhistorische Entwicklung charakterisieren.
Der Autor versteht darunter eine Quintessenz der heilpädagogischen Arbeit, bei der das Gegenüber und dessen Tätigkeit zum Gegenstand der eigenen Tätigkeit wird, um einen gemeinsamen, konstruktiven Entwicklungsprozess zu ermöglichen.
Diagnostik wird nicht als statische Bestandsaufnahme verstanden, sondern als ein Prozess im Dialog, der die systemische Bedingtheit des Gegenübers untersucht, um auf Basis eines syndromorientierten Ansatzes zu einem tieferen Verstehen zu gelangen.
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