Examensarbeit, 2011
80 Seiten, Note: 1,00
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehen
2 Allgemeines zum Phänomen Hochwasser
2.1 Charakteristik
2.2 Kategorisierung
2.2.1 Unterschiedliche Überschwemmungsarten
2.2.2 Begriffsdefinition Abfluss
2.2.3 Begriffsdefinition Hochwasserwelle
2.2.4 Direkt überschwemmungsfördernde Faktoren
2.2.5 Indirekt überschwemmungsfördernde Faktoren
2.3 Praxisbezug
3 Gefahrenpotential
3.1 Begriffsdefinition Gefahrenpotential/Risiko
3.2 Begriffsdefinition Schadenspotential
3.3 Gründe für zunehmende Gefahrenpotentiale
3.3.1 Klimatische Veränderungen im 20. Jahrhundert
3.3.1.1 Zunahme der Starkniederschläge
3.3.1.2 Zunahme der Lufttemperatur
3.3.1.3 Mildere, schneeärmere Winter
3.3.2 Veränderungen in der Landnutzung
3.3.2.1 Siedlungsentwicklung
3.3.2.2 Abholzung
3.3.2.3 Versiegelung
3.3.3 Bodensenkungen
3.4 Auswirkungen
4 Historische Ereignisse
4.1 Hochwasser an der Oder (Brandenburg, 17. Juli 5. August 1997)
4.1.1 Ablauf
4.1.2 Schadenspotential und weitere Auswirkungen
4.1.3 Maßnahmen für die Zukunft
4.2 Hochwasser an der Elbe (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, 11. bis 27. August 2002)
4.2.1 Ablauf
4.2.2 Schadenspotential und weitere Auswirkungen
4.2.3 Maßnahmen für die Zukunft
4.2.3.1 Verminderung des Schadenspotentials
4.2.3.2 Gewährleistung eines verbesserten Wasserrückhalts in der Fläche
4.2.3.3 Schaffung neuer Retentionsflächen
4.2.3.4 Verbindung von Hochwasserschutz mit dem geltenden Ziel der Verbesserung der Gewässerqualität
4.2.3.5 Technischer Hochwasserschutz
4.3 Hochwasser an der Donau (Bayern, Mai 1999)
4.3.1 Ablauf
4.3.2 Schadenspotential und weitere Auswirkungen
4.3.3 Maßnahmen für die Zukunft
5 Prävention und Katastrophenmanagement
5.1 Begriffsdefinitionen
5.1.1 Hochwasserschutz und Prävention
5.1.1.1 Raumordnerische Maßnahmen
5.1.1.2 Baulicher Hochwasserschutz
5.1.1.3 Organisatorische Maßnahmen
5.1.1.4 Risikovorsorge
5.1.2 Hochwasser- und Katastrophenmanagement
5.2 Forschung
5.2.1 Wissenschaftlich-technische Methoden
5.2.2 Methodische Entwicklungen während einer Dekade
5.3 Vorgehensweise in unterschiedlichen Einzugsgebieten
5.3.1 Kleine Einzugsgebiete
5.3.2 Große Einzugsgebiete
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik von Hochwasserereignissen in Deutschland, wobei der Fokus auf der Charakterisierung, der Risikoanalyse sowie den Möglichkeiten der Prävention und des Katastrophenmanagements liegt. Ziel der Arbeit ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die Ursachen und Auswirkungen von Hochwasser zu schaffen, historische Beispiele zu analysieren und aktuelle sowie zukünftige Strategien zur Schadensminimierung aufzuzeigen.
2.2.1 Unterschiedliche Überschwemmungsarten
Grundsätzlich gibt es drei Überschwemmungstypen. Hierzu zählen die Flussüberschwemmung, die Sturzflut und die Sturmflut. Jeder einzelne Typ tritt bevorzugt innerhalb bestimmter Relieftypen auf. Flusshochwasser entstehen in den natürlichen Überschwemmungsgebieten von Talauen (DIKAU & WEICHSELGARTNER 2005, S. 51), welche der Teil des Talbodens sind, der bei Hochwasser überflutet wird und in das Flussbett eingesenkt ist (LESER 2005, S. 933 ). Bei entsprechender Überflutungshöhe können zudem zusätzliche Gefahrenzonen darstellen (DIKAU & WEICHSELGARTNER 2005, S. 51).
Die folgende Tabelle zeigt auf, dass in der Literatur durchaus nach dem Kriterium unterschieden werden kann, ob eine Überschwemmung von Wasserflächen und -körpern ausgeht oder nicht. Demnach zählen Flusshochwasser zu dem Überschwemmungstyp, der von Wasserflächen ausgeht.
1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Themenwahl und legt die Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Arbeit dar.
2 Allgemeines zum Phänomen Hochwasser: Hier werden grundlegende Definitionen, die Charakteristik von Hochwasserereignissen sowie die Kategorisierung nach unterschiedlichen Überschwemmungsarten erläutert.
3 Gefahrenpotential: Dieses Kapitel behandelt die Risikoermittlung, das Schadenspotential sowie die wesentlichen Einflussfaktoren wie Klimawandel und Landnutzungsänderungen.
4 Historische Ereignisse: Detaillierte Fallstudien zu den verheerenden Hochwassern an Oder, Elbe und Donau beleuchten Abläufe, Schäden und ergriffene Maßnahmen.
5 Prävention und Katastrophenmanagement: Es werden Strategien zum Hochwasserschutz, organisatorische Maßnahmen sowie wissenschaftliche Methoden der Vorhersage und Forschung dargestellt.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die Erkenntnisse und fordert ein Umdenken im Umgang mit dem Hochwasserschutz.
Hochwasser, Überschwemmung, Katastrophenmanagement, Schadenspotential, Prävention, Flusslauf, Klimawandel, Sturzflut, Hochwasserschutz, Retentionsfläche, Risikovorsorge, Hydrologie, Landnutzung, Hochwasservorhersage
Die Arbeit befasst sich umfassend mit dem Phänomen Hochwasser in Deutschland, von den physikalischen Grundlagen über die historische Analyse bis hin zu modernen Strategien im Katastrophenmanagement.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition und Kategorisierung von Hochwasser, die Risikoanalyse (Gefahrenpotential), die Untersuchung historischer Katastrophen und die verschiedenen Maßnahmen der Prävention.
Das Ziel ist es, die Ursachen für zunehmende Gefahrenpotentiale aufzuzeigen und zu analysieren, wie durch effektives Katastrophenmanagement und bauliche sowie organisatorische Maßnahmen Schäden minimiert werden können.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und wertet Fallbeispiele sowie hydrologische Grundlagen aus, um die Zusammenhänge zwischen natürlichen und anthropogenen Faktoren bei Hochwasserereignissen zu erklären.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Charakteristik, Gefahrenpotential) als auch praktische Analysen historischer Ereignisse an Oder, Elbe und Donau sowie moderne Präventionsstrategien behandelt.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Hochwasserschutz, Katastrophenmanagement, Klimawandel, Schadenspotential und Risikovorsorge beschreiben.
Flusshochwasser sind an Talauen gebunden und oft vorhersagbar, während Sturzfluten durch Starkregen entstehen, meist lokal begrenzt sind und sehr schnell eintreten.
Die Siedlungsentwicklung in gefährdeten Überschwemmungsgebieten und die zunehmende Versiegelung von Flächen erhöhen das Schadenspotential massiv, da der natürliche Rückhalt des Wassers im Boden verloren geht.
Es dient als Fallstudie, um zu zeigen, wie durch extreme Wetterlagen weite Landstriche überflutet wurden und welche Lehren daraus für den zukünftigen Hochwasserschutz und Deichbau gezogen werden konnten.
Es beinhaltet nicht nur den technischen Schutz durch Dämme, sondern auch organisatorische Maßnahmen wie Frühwarnsysteme, Risikoaufklärung und die Ausweisung von Retentionsflächen.
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