Bachelorarbeit, 2008
48 Seiten, Note: 1,15
1. EINLEITUNG
2. ILLEGALE MIGRANTINNEN IN DEUTSCHLAND – EINE ÜBERSICHT
2.1. Wanderungsmotive und Wege in die Illegalität
2.2. Umfang und Zusammensetzung der illegalen MigrantInnen
3. SOZIALE RECHTE ILLEGALER MIGRANTINNEN, DAS PROBLEM DER INANSPRUCHNAHME UND DAS STAATLICHE KONTROLLSYSTEM
4. ILLEGALE MIGRANTINNEN UND IHRE ZUGANGSCHANCEN, -PROBLEME UND -STRATEGIEN ZUM SOZIALEN UND ÖKONOMISCHEN SYSTEM
4.1. Wohnen
4.1.1. Zugangschancen und -probleme
4.1.2. Handlungsoptionen und Strategien zur Verbesserung der Zugangschancen
4.2. Arbeit
4.2.1. Zugangschancen und –probleme im gewerblichen und privaten Bereich
4.2.2. Ausbeutung und Rechtsschutz
4.3. Gesundheitliche Versorgung
4.3.1. Probleme bei der (Nicht-) Nutzung des öffentlichen Gesundheitssystems
4.3.2. Strategien der MigrantInnen und Provisorien aus der Zivilgesellschaft
4.4. Kindergarten und schulische Bildung
4.4.1. Rechtliche Regelungen, Zugangschancen und –probleme
4.4.2. Zugangsstrategien, Netzwerkunterstützung und Folgeprobleme
5. STELLENWERT UND FUNKTION INFORMELLER UND FORMELLER NETZWERKE
5.1. Informelle Beziehungen und Netzwerke
5.2. Formelle Beziehungen und Netzwerke
6. FAZIT
Die Arbeit untersucht die Lebenssituation von illegal in Deutschland lebenden MigrantInnen mit einem Fokus auf deren Zugangsmöglichkeiten zum sozialen und ökonomischen System sowie die daraus resultierenden Handlungsoptionen. Ziel ist es zu analysieren, wie sich der illegale Status und die staatliche Migrationspolitik auf die Teilhabechancen in zentralen Lebensbereichen auswirken und durch welche Strategien die betroffenen Personen diese Exklusion zu kompensieren versuchen.
4.1.1. Zugangschancen und -probleme
Bei einer Lebensführung unter Bedingungen der Illegalität sind bereits unmittelbar bei der Wohnungssuche, -anmietung und -nutzung potentielle Schwierigkeiten zu verzeichnen. Dazu schreiben BOMMES und WILMES: zusammenfassend:
„In der Perspektive zahlreicher und auch des deutschen Staates bildet der vorausgesetzte und verlangte Besitz einer Adresse die Grundlage für die Durchsetzung des Kontrollanspruchs über das staatliche Territorium und die sich darauf anhaltenden Personen mittels des Meldewesens. Aus der Spannung zwischen der Angewiesenheit auf eine Wohnadresse und ihres Potentials als Anknüpfungsstelle für den staatlichen Kontrollanspruch resultieren zahlreiche der Probleme, die sich irreguläre Migranten bei dem Finden/Anmieten und dem mehr oder weniger dauerhaften Bewohnen einer Wohnung stellen.“
So besteht in Deutschland für die gesamte Wohnbevölkerung laut § 11 des Melderechtsrahmengesetzes eine Meldepflicht. Zudem sind VermieterInnen juristisch dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass ihre MieterInnen beim Einwohnermeldeamt registriert sind. Auch die laut ALSCHER, MÜNZ UND ÖZCAN von VermieterInnen bei AusländerInnen oftmals geforderte Verdienstbescheinigung sei gerade von illegal aufhältigen und beschäftigten MigrantInnen aufgrund ihrer prekären Arbeitsbedingungen kaum zu erbringen. Denn kein Betrieb stelle eine Verdienstbescheinigung aus, wenn ein illegales Beschäftigungsverhältnis vorliegt.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung definiert den Begriff der illegalen Migration, grenzt die Zielgruppe ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung im Kontext der europäischen und deutschen Migrationspolitik.
2. ILLEGALE MIGRANTINNEN IN DEUTSCHLAND – EINE ÜBERSICHT: Dieses Kapitel liefert eine Übersicht über Wanderungsmotive, Wege in die Illegalität sowie den Umfang und die Heterogenität der illegal aufhältigen MigrantInnen.
3. SOZIALE RECHTE ILLEGALER MIGRANTINNEN, DAS PROBLEM DER INANSPRUCHNAHME UND DAS STAATLICHE KONTROLLSYSTEM: Hier werden die Problematik des Zugangs zu sozialen Rechten unter staatlichem Kontrolldruck sowie die Bedeutung von Sicherheitsstrategien der MigrantInnen thematisiert.
4. ILLEGALE MIGRANTINNEN UND IHRE ZUGANGSCHANCEN, -PROBLEME UND -STRATEGIEN ZUM SOZIALEN UND ÖKONOMISCHEN SYSTEM: Das Hauptkapitel analysiert detailliert die Zugangshürden und Strategien in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Gesundheit und Bildung.
5. STELLENWERT UND FUNKTION INFORMELLER UND FORMELLER NETZWERKE: Dieses Kapitel beleuchtet, wie informelle (ethnische) und formelle (zivilgesellschaftliche) Netzwerke als wesentliche Ressourcen für die Lebensführung in der Illegalität fungieren.
6. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont das Dilemma zwischen Grundrechten und staatlicher Kontrolle und diskutiert Ansätze für eine pragmatische Politik.
Illegale Migration, Aufenthaltsstatus, Deutschland, soziale Teilhabe, Wohnungsmarkt, prekäre Beschäftigung, Gesundheitsversorgung, Bildungschancen, Netzwerke, Sozialkapital, staatliche Kontrolle, Meldepflicht, Menschenrechte, Lebensrealität, Migrationspolitik.
Die Arbeit analysiert die Lebenssituation von Menschen, die ohne regulären Aufenthaltsstatus in Deutschland leben, und wie sie versuchen, trotz des Ausschlusses von staatlichen Leistungen Zugang zum sozialen und ökonomischen System zu finden.
Die Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Wohnen, Arbeit, gesundheitliche Versorgung sowie der schulischen Bildung von Kindern illegal aufhältiger MigrantInnen.
Die Forschungsfrage untersucht, wie sich der illegale Aufenthalt und die staatliche Migrationspolitik konkret auf die Zugangschancen der Betroffenen auswirken und welche Handlungsoptionen sie zur Kompensation staatlicher Leistungen entwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und wertet einschlägige sozialwissenschaftliche Studien und Fallberichte aus, um ein fundiertes Bild der Lebenslagen und Strategien zu zeichnen.
Im Hauptteil werden die Hindernisse und individuellen Strategien in den zentralen Lebensbereichen Wohnen, Arbeit, Gesundheit und Bildung detailliert dargestellt und analysiert.
Die zentralen Begriffe sind illegale Migration, Aufenthaltsstatus, soziale Teilhabe, Netzwerke und staatliche Kontrolle.
Die Betroffenen nutzen Sicherheitsstrategien wie Zurückhaltung in der Öffentlichkeit, das Vermeiden von Orten mit hoher Kontrolldichte und das Agieren durch soziale Netzwerke, um sich der staatlichen Beobachtung zu entziehen.
Netzwerke sind essenziell, da sie Informationen austauschen, bei der Wohnungssuche oder Arbeitsvermittlung helfen und soziale Unterstützung bieten, die staatliche Stellen aufgrund der Meldepflicht verweigern.
Obwohl de jure Ansprüche bestehen, schreckt die Gefahr der administrativen Datenerfassung und der anschließenden Aufdeckung des Status viele davon ab, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
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