Masterarbeit, 2012
97 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Hintergründe zur Fair-Value-Debatte im Rahmen der Finanzkrise sowie zur politischen Einflussnahme auf Regulierung
2.1 Die Fair-Value-Debatte
2.1.1 Fair-Value und dessen Einfluss auf Bankbilanzen
2.1.2 Die Fair-Value-Debatte während der Finanzkrise
2.2 Politische Einflussnahme auf Regulierung und Rechnungslegung
2.2.1 Politische Einflussnahme auf die Regulierung des Finanzsektors
2.2.2 Politische Einflussnahme auf die Rechnungslegungsstandardsetzung
3 Datenerhebung
3.1 Identifikation und Erfassung relevanter Daten
3.1.1 Politische Statements zum Thema Fair-Value
3.1.2 Lebensläufe, persönliche Finanzen, Wahlkampfspenden und Beschäftigungsstatistiken der Finanzindustrie
3.2 Kategorisierung der erfassten Statements
3.2.1 Kommunizierte Fair-Value-Meinung nach Contra, Neutral und Pro
3.2.2 Konkret hervorgebrachte Pro- und Contra-Fair-Value-Argumente
4 Generelle Charakteristika der erfassten politischen Statements
4.1 Zeitlicher Verlauf und thematischer Kontext
4.1.1 Zeitlicher Verlauf
4.1.2 Thematischer Kontext
4.2 Inhaltliche Charakteristika
4.2.1 Allgemein kommunizierte Fair-Value-Meinung
4.2.2 Konkret hervorgebrachte Pro- und Contra-Fair-Value-Argumente
5 Verteilung und Eigenschaften der erfassten politischen Statements auf internationaler Ebene
5.1 Herkunftsländer
5.2 Organisationszugehörigkeit
6 Verteilung und Eigenschaften der erfassten politischen Statements auf US-Ebene
6.1 Qualitative Charakteristika
6.1.1 Parteizugehörigkeit
6.1.2 Repräsentantenhaus- und Senatszugehörigkeit
6.1.3 Zugehörigkeit zu relevanten Komitees
6.1.4 Ausbildung
6.1.5 Bundesstaaten
6.2 Finanzielle Charakteristika
6.2.1 Erhaltene Wahlkampfspenden
6.2.2 Persönliche Finanzen
7 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit setzt sich das Ziel, die Fair-Value-Diskussion anhand von gesammelten politischen Statements empirisch abzubilden. Dabei wird insbesondere untersucht, in welchem zeitlichen und thematischen Kontext die Äußerungen von Regierungsvertretern und Politikern fielen und welche Argumente sowie Einstellungen (Pro, Contra, Neutral) dabei geäußert wurden. Zudem werden ökonomische und politische Determinanten analysiert, die das Meinungsbild und das Abstimmungsverhalten beeinflussen könnten.
2.1.1 Fair-Value und dessen Einfluss auf Bankbilanzen
Fair-Value stellt in Reinform die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden zu aktuellen Marktpreisen dar und realisiert potenzielle Wertänderungen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung. In internationalen Rechnungslegungsstandards ist die Zeitwertbilanzierung sowohl in den IAS wie auch in den US-GAAP enthalten. Erstere definieren Fair-Value in IAS 32.11 und IAS 39.9 als „amount for which an asset could be exchanged, or a liability settled, between knowledgeable, willing parties, in an arm’s length transaction“. Letztere konkretisieren den Begriff in FAS 157.5 als „price that would be received to sell an asset or paid to transfer a liability in an orderly transaction between market participants at the measurement date“.
Beiden Standards ist zur Ermittlung von Fair-Values ein dreistufiges, weitgehend kohärentes Rahmenkonzept gemein. Börsenpreise für identische an aktiven Märkten gehandelte Vermögenswerte gelten als vertrauenswürdigste Quellen (Level 1). Bei Verfügbarkeit sind diese heranzuziehen (mark-to-market). Werden die Aktiva und Passiva an keinem aktiven Markt gehandelt, so sind Level 2 oder Level 3 Inputs zu verwenden. Hierbei ist zunächst zu prüfen, ob indirekt beobachtbare Transaktionen für ähnliche Bilanzposten Rückschlüsse auf den Preis erlauben (Level 2). Ist auch dies nicht möglich, so kommen in letzter Instanz nicht beobachtbare Inputparameter auf Basis subjektiver Modelle zum Einsatz (Level 3), was als mark-to-model bezeichnet wird.
In beiden Rechnungslegungsstandards ist die Anwendung von Fair-Value überwiegend für Finanzinstrumente vorgesehen, die vor allem für Banken von Bedeutung erscheinen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Fair-Value-Debatte ein und erläutert den Gang der Untersuchung sowie das methodische Ziel der empirischen Analyse.
2 Hintergründe zur Fair-Value-Debatte im Rahmen der Finanzkrise sowie zur politischen Einflussnahme auf Regulierung: Das Kapitel bietet einen theoretischen Überblick zur Zeitwertbilanzierung und deren Rolle in der Finanzkrise sowie zur allgemeinen Einflussnahme der Politik auf Rechnungslegung und Finanzsektor.
3 Datenerhebung: Hier wird die Methodik der Identifikation und Kategorisierung politischer Statements sowie die Erfassung ergänzender Daten zu Lebensläufen und Finanzen von Politikern detailliert beschrieben.
4 Generelle Charakteristika der erfassten politischen Statements: Dieses Kapitel analysiert deskriptiv den zeitlichen Anfall, den thematischen Kontext sowie die inhaltlichen Schwerpunkte und Meinungsverteilungen der gesammelten Äußerungen.
5 Verteilung und Eigenschaften der erfassten politischen Statements auf internationaler Ebene: Die Auswertung fokussiert sich auf die internationale Ebene, wobei Herkunftsländer und die Organisationszugehörigkeit der politischen Akteure untersucht werden.
6 Verteilung und Eigenschaften der erfassten politischen Statements auf US-Ebene: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte quantitative Analyse qualitativer und finanzieller Einflussfaktoren auf das Meinungsbild und Verhalten der Mitglieder des US-Kongresses.
7 Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die zentralen empirischen Ergebnisse zusammen, diskutiert auftretende Limitationen und gibt einen Ausblick auf potenzielle zukünftige Forschungsfragen.
Fair-Value, Zeitwertbilanzierung, Finanzkrise, Politische Einflussnahme, US-Kongress, Standardsetzung, Regulierung, Mark-to-Market, Bankbilanzen, Finanzsektor, Wahlkampfspenden, Rechnungslegung, empirische Analyse, BilMoG, IASB.
Die Masterarbeit befasst sich mit der empirischen Untersuchung der politischen Debatte um die Fair-Value-Bilanzierung während und nach der globalen Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Fair-Value auf Bankbilanzen, die politische Einflussnahme auf internationale Standardsetzer wie IASB und FASB sowie der Zusammenhang zwischen politischen Entscheidungen und verschiedenen wirtschaftlichen Determinanten.
Das Ziel ist es, die stattgefundene Fair-Value-Diskussion anhand von offiziellen politischen Statements empirisch abzubilden, zu systematisieren und zu analysieren, welche Faktoren diese Debatte in den USA und international prägten.
Es handelt sich um eine empirische Analyse, die einen umfangreichen Datensatz politischer Statements identifiziert, nach Meinungen (Pro, Contra, Neutral) und Argumenten kategorisiert und anschließend mittels deskriptiver Statistik auf qualitative und finanzielle Einflussfaktoren prüft.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung der Datenerhebung, die Analyse genereller Charakteristika der Äußerungen, eine internationale deskriptive Auswertung sowie eine vertiefende Analyse der Einflussfaktoren auf die Kongressabgeordneten der USA (z.B. Parteizugehörigkeit, Komitees, Finanzen).
Wichtige Begriffe sind Fair-Value, Zeitwertbilanzierung, Finanzkrise, Regulierung, Standardsetzung, US-Kongress und politische Einflussnahme.
Die Finanzkrise wird als der maßgebliche Auslöser identifiziert, da sie zu massiven Abschreibungen bei Banken führte und Fair-Value infolgedessen in den Mittelpunkt der politischen Kritik als vermeintlicher Krisenbeschleuniger rückte.
Die Arbeit zeigt, dass die Diskussion in den USA zeitlich auf die Krisenjahre 2008/2009 konzentriert war und stark durch legislative Akte wie den EESA geprägt wurde, während international eine breitere Debatte unter Einbeziehung verschiedener Institutionen und Zentralbanken stattfand.
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