Fachbuch, 2012
92 Seiten, Note: 1,0
1 Brandschutz
2 Der Brand und seine Auswirkungen
2.1 Das Wesen des Feuers
2.2 Entstehen des Feuers und Brandverlauf
2.3 Physiologische Wirkungen des Feuers auf den Menschen
2.4 Wirtschaftliche Auswirkungen von Bränden
3 Rechtliche und normative Grundlagen des Brandschutzes
3.1 Baugesetzgebung in der Bundesrepublik Deutschland
3.1.1 Bundesrecht
3.1.2 Landesrecht
3.1.3 Europäische Einflüsse
3.2 Der Brandschutznachweis und Abweichungen vom Baurecht
3.3 Normative Grundlagen
3.3.1 DIN-Normen
3.3.2 VDE-Vorschriftenwerk
3.3.3 Richtlinien und Merkblätter der Versicherer
3.3.4 Sonstige technische Regelwerke
3.4 Überblick
4 Statistische Größen der Brandforschung
4.1 Brandopfer
4.2 Brandfälle in Deutschland
4.3 Brandschäden der Sachversicherer
4.4 Brandursachen
4.5 Mängelstatistik in elektrischen Anlagen nach VdS 2837
5 Elektrische Anlagen als Gefahrenquellen
5.1 Elektroanlage als Brandursache
5.1.1 Isolationsfehler, Überlastung und Kurzschluss
5.1.2 Unterlassene Wartung und mangelnde Sauberkeit elektrischer Anlagen
5.1.3 Mangelhafte elektrische Anschlüsse und Verbindungen
5.1.4 Neutralleiterbelastung und Oberschwingungen
5.1.5 Falsche Betriebsmittelauswahl
5.1.6 Unzureichende Sicherheitsabstände wärmeabstrahlender Betriebsmittel
5.2 Maßgebliche Brandentwicklung und -ausbreitung durch elektrische Anlagen
5.3 Ausfall des Funktionserhalts baurechtlich geforderter sicherheitstechnischer Einrichtungen
6 Zusammenfassung und Ausblick
Das Ziel der Arbeit ist es, die rechtlichen und normativen Vorgaben für die Brandschutzsicherheit elektrischer Anlagen in Gebäuden zu erläutern, die Ursachen und Folgen von durch Elektroanlagen verursachten Bränden mittels Statistiken zu analysieren und spezifische Gefahrenquellen in der elektrischen Anlagentechnik aufzuzeigen.
Isolationsfehler, Überlastung und Kurzschluss
Gefährliche Körperströme und überhöhte Temperaturen, durch die Brände und Verbrennungen ausgelöst werden können, sind nach DIN VDE 0100 Teil 100 die wesentlichen Gefahren von elektrischen Anlagen. Um diese zu verhindern, sind unter Spannung stehende Teile durch Isolation galvanisch voneinander zu trennen. Abb. 12 zeigt das vereinfachte Ersatzschaltbild einer typischerweise verwendeten Mantelleitung.
Einfache Installationsleitungen besitzen zwischen den aktiven Leitern i. d. R. eine Aderisolation aus PVC – TI1 nach DIN EN 50525 Teil 1 mit folgenden elektrischen Eigenschaften: Durchschlagsfestigkeit = 25 kV/mm bei 20 °C; Spezifischer Durchgangswiderstand = 10-13-10-15 Ohm*cm bei 20 °C; Max. Gebrauchstemperatur = 70 °C; Schmelztemperatur = >140 °C.
Die in Abb. 12 dargestellte Ableitkapazität wird durch die Parallelität der in einer Leitung verlaufenden Adern erzeugt, wobei das Isolationsmaterial wie ein Dielektrikum wirkt. Die Größe dieser Kapazität und die durch sie verursachten Ableitströme sind vor allem von der Betriebsfrequenz, der Art der Isolierung und dem geometrischen Aufbau der Leitung abhängig. Das Ersatzschaltbild lässt erkennen, daß ein Betrieb von Leitungen bei erhöhter Frequenz mit einer Erhöhung des Leiterwiderstandes durch den steigenden induktiven Blindwiderstand und einer Reduzierung der Ableitkapazität verbunden ist.
Gleiche Prinzipien gelten für alle elektrischen Geräte, jedoch soll im Folgenden speziell auf die Isolierung von Kabeln und Leitungen eingegangen werden, da diese im Bereich der Gebäudetechnik häufig an Brandentstehung und -fortleitung beteiligt sind und im Gegensatz zum orts-veränderlichen elektrischen Betriebsmittel des Benutzers eine konkret planbare Sache darstellen.
1 Brandschutz: Einführung in die Begrifflichkeiten des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes sowie Definition der grundlegenden Schutzziele.
2 Der Brand und seine Auswirkungen: Wissenschaftliche Hintergründe des Verbrennungsvorgangs sowie die Auswirkungen von Bränden auf Mensch und Wirtschaft.
3 Rechtliche und normative Grundlagen des Brandschutzes: Erläuterung der Gesetzesgrundlagen, baurechtlicher Anforderungen und der Bedeutung technischer Normen für Elektroanlagen.
4 Statistische Größen der Brandforschung: Auswertung von Brandstatistiken zu Opfern, Schadensummen und Ursachen sowie Analyse typischer Mängel in Elektroinstallationen.
5 Elektrische Anlagen als Gefahrenquellen: Detaillierte Betrachtung technischer Brandrisiken, wie Isolationsfehler, Überlastung, fehlende Wartung und mangelnde Schutzmaßnahmen.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee über die Notwendigkeit normkonformer Planung und Instandhaltung zur Senkung des Brandrisikos.
Brandschutz, Elektrische Anlagen, Brandursache, Brandverlauf, Normative Grundlagen, VDE-Bestimmungen, Mängelstatistik, Isolationsfehler, Funktionserhalt, vorbeugender Brandschutz, Brandlast, Rauchmelder, Kurzschluss, Elektroinstallation, Anlagensicherheit
Die Arbeit befasst sich mit der Brandschutzsicherheit elektrischer Anlagen in Gebäuden unter Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben und technischer Gefahrenquellen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Brandursachenanalyse, den rechtlichen Rahmenbedingungen für Elektroanlagen, statistischen Erhebungen zu Brandschäden sowie technischen Maßnahmen zur Fehlervermeidung.
Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen elektrischer Anlagentechnik und Brandschutz zu beschreiben und aufzuzeigen, wie durch eine korrekte Planung und Wartung das Brandrisiko minimiert werden kann.
Es erfolgt eine fundierte Auswertung fachspezifischer Literatur, technischer Regelwerke (DIN/VDE) sowie eine Analyse aktueller Brandstatistiken von Versicherern und Behörden.
Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Grundlagen, statistische Analysen der Brandforschung und eine detaillierte technische Untersuchung spezifischer Gefahrenquellen wie Überlastung und Isolationsfehler.
Wesentliche Begriffe sind Brandschutz, elektrische Anlagen, Brandursachen, Mängelstatistik, Normen sowie der Funktionserhalt elektrischer Anlagen im Brandfall.
Eine Neutralleiterunterbrechung kann dazu führen, dass angeschlossene elektrische Geräte mit unzulässig hohen Spannungen beaufschlagt werden, was zu deren Entzündung führen kann.
Die Statistik dokumentiert häufige Fehler bei der Planung und Errichtung elektrischer Anlagen, wie unzulässige Bauarten oder mangelhafte Kabelverlegungen, die ein erhöhtes Brandrisiko darstellen.
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