Examensarbeit, 2011
33 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Methode Lernlandkarte
2.1 Entwicklung und Definition
2.2 Formen von Lernlandkarten
2.3 Anwendung
2.4 Ziele
2.5 Einsatz in der Grundschule
3 Einsatz einer Lernlandkarte in der Grundschule Arsten
3.1 Darstellungsform und Aufbau
3.2 Ziele
3.2.1 Transparenz
3.2.2 Selbsteinschätzung
4 Methodik
4.1 Erhebungsmethode und Stichprobenauswahl
4.2 Untersuchungsvorgehen
4.2.1 Untergliederung der Forschungsfragen
4.2.2 Entwicklung des Fragenkatalogs
5 Zusammenfassung der Interviewantworten
5.1 Weg zur Selbsteinschätzung
5.2 Qualität der Selbsteinschätzung
5.3 Konsequenzen der Selbsteinschätzung
6 Auswertung
6.1 Weg zur Selbsteinschätzung
6.2 Qualität der Selbsteinschätzung
6.3 Konsequenzen der Selbsteinschätzung
7 Reflexion und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Einführung von Lernlandkarten in einer zweiten Grundschulklasse im Fach Mathematik, um zu erforschen, ob diese Methode die Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler auf Basis von Kompetenzformulierungen fördert und sie dazu anregt, sich eigene Lernziele zu setzen.
3 Einsatz einer Lernlandkarte in der Grundschule Arsten
In diesem Abschnitt der Arbeit gehe ich auf die spezielle Umsetzung meiner Lernlandkarte in der Grundschule Arsten ein. Die Lernlandkarte wurde in einer zweiten Klasse eingeführt und bezieht sich auf das von mir unterrichtete Fach Mathematik. Bisher fand der Unterricht durch gleichschrittige Themenbehandlung statt, in der nur innerhalb der Aufgaben differenziert wurde. Mit der Einführung der Lernlandkarte und der Heranführung an selbstgesteuertes Lernen, erhoffte ich mir, den Unterricht weiter öffnen zu können und die Schülerinnen und Schüler auf den Weg des selbstorganisierten Lernens vorzubereiten.
3.1 Darstellungsform und Aufbau
Wie oben beschrieben ist eine Lernlandkarte idealerweise ein individuelles Instrument zur Selbststeuerung. Für die erstmalige Verwendung der Methode in der Grundschule „mag es sinnvoll sein, mit wenigen Items zu arbeiten und den Gestaltungsprozess der individuellen Landkarte stärker vorzustrukturieren“ (Josch-Pieper et al. o. J., S. 3). Zudem wird für die Grundschule eine kleinschrittige Einführung empfohlen: „Bei Bedarf können Schüler [und Schülerinnen] in ihrer Arbeit durch eine stärkere und kleinschrittige Anleitung, durch eine begrenzte Auswahl an Lernzielen, durch Entscheidungshilfen bei der Auswahl von Lernzielen und Lernmaterialien etc. individuell gefördert werden“ (Olling 2009, S. 11). Somit werden auch leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler an die Methode herangeführt, da „das komplexe Vorgehen vom Erfassen der Lernziele, über dessen Auswahl bis zur Auseinandersetzung mit dem Lernmaterial und die Reflexion eine große bzw. nicht zu bewältigende Herausforderung [ist]“ (Olling 2009, S. 11). Da meine zweite Klasse noch nicht an die offene Arbeitsform und das selbstorganisierte Lernen herangeführt worden ist, habe ich mich aufgrund der genannten Argumente entschieden, kleinschrittig zu beginnen.
1 Einleitung: Die Verfasserin beschreibt ihre Motivation, Lernlandkarten einzuführen, um Methodenkompetenz zu erweitern und selbstorganisiertes Lernen im Mathematikunterricht einer zweiten Klasse zu fördern.
2 Die Methode Lernlandkarte: Dieses Kapitel definiert Lernlandkarten als Visualisierung kognitiver Netzwerke und erläutert verschiedene Formen sowie Anwendungsmöglichkeiten zur Zieltransparenz und Selbststeuerung.
3 Einsatz einer Lernlandkarte in der Grundschule Arsten: Die praktische Umsetzung wird detailliert dargestellt, wobei der Fokus auf dem Aufbau (Plakat, Tagesplan, Schatzkiste) und den pädagogischen Zielen liegt.
4 Methodik: Es wird das Forschungsdesign beschrieben, welches auf qualitativen Interviews mit sechs ausgewählten Schülerinnen und Schülern basiert, um den Istzustand der Selbsteinschätzung zu erfassen.
5 Zusammenfassung der Interviewantworten: Die Ergebnisse der Befragungen werden nach den Kategorien Selbsteinschätzungsprozess, Qualität der Einschätzung und resultierende Lernkonsequenzen strukturiert zusammengefasst.
6 Auswertung: Die empirischen Daten werden kritisch reflektiert und in Bezug zu den Forschungsfragen gesetzt, wobei besonders die Übereinstimmung von Selbst- und Fremdeinschätzung analysiert wird.
7 Reflexion und Ausblick: Die Verfasserin zieht ein positives Fazit über den Lernzuwachs der Kinder und ihre eigene professionelle Entwicklung und plant die Weiterführung des Projekts.
Lernlandkarte, Selbsteinschätzung, Zieltransparenz, selbstorganisiertes Lernen, Mathematikunterricht, Grundschule, Kompetenzentwicklung, Schatzkiste, Freiarbeit, Reflexion, Lernstandsanalyse, Individualisierung, Unterrichtsentwicklung, Lernkultur, Grundschulklasse.
Die Arbeit dokumentiert ein innovatives Unterrichtsprojekt, bei dem Lernlandkarten in einer zweiten Grundschulklasse eingeführt wurden, um den Kindern ein Instrument für mehr Zielklarheit und Selbstständigkeit an die Hand zu geben.
Die zentralen Felder sind die Förderung von Selbststeuerungsprozessen, die Implementierung von Transparenz im Unterricht und die Entwicklung einer fundierten Selbsteinschätzungskompetenz bei Grundschulkindern.
Die Hauptfrage ist, ob die Selbsteinschätzung mittels Kompetenzformulierungen die inhaltliche Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit ihrem individuellen Lernstand fördert und ob sie dadurch befähigt werden, sich eigenständig neue Lernziele zu setzen.
Die Verfasserin nutzt eine qualitative Forschungsform durch nicht-standardisierte, offene Einzelinterviews mit sechs Schülern sowie einen Vergleich zwischen deren Selbsteinschätzungen und ihrer eigenen Fremdeinschätzung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Lernlandkarte, die detaillierte Darstellung der praktischen Durchführung im Unterricht und die empirische Auswertung der gewonnenen Interviewdaten.
Wichtige Begriffe sind Lernlandkarte, Selbsteinschätzung, Zieltransparenz, Schatzkiste, Freiarbeit und selbstorganisiertes Lernen.
Die Schatzkiste dient als individuelles Aufbewahrungsmittel für Kompetenzformulierungen (Ich-kann-Sätze) und ist zentrales Arbeitsinstrument der Schüler, um den eigenen Lernfortschritt mittels farbiger Smileys zu dokumentieren.
Der Abgleich hilft der Lehrkraft zu prüfen, ob die Kinder ihre Fähigkeiten realistisch einschätzen können, und bietet einen konkreten Anlass für individuelle Beratungsgespräche.
Die Ergebnisse zeigen eine hohe Akzeptanz; die Kinder zeigten Freude am Basteln der Schatzkisten und empfanden die Arbeit damit als motivierend, da ihre Lernfortschritte nun sichtbar wurden.
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