Masterarbeit, 2012
221 Seiten, Note: 1,3
1 Ausgangssituation
1.1 Europäisches Interreg IV A Projekt als Initiative zur Modulentwicklung in der Euregio Maas-Rhein
1.2 Die onkologische- und palliative Pflege als fachlicher Rahmen für die Modulentwicklung
1.3 Der Bedarf an palliativer und onkologischer Pflege in Europa
2 Kompetenzorientierter Hintergrund
2.1 Qualifizierung von Pflegefachkräften in der Onkologie (EONS) als Referenzrahmen
2.2 Curriculare Elemente und Empfehlungen für den Bereich Palliative Care für Pflegende als Orientierungsrahmen
3 Theoretische Konstruktion Interkultureller Kompetenz
3.1 Begriffliche Grundlagen
3.1.1 Kulturbegriff
3.1.2 Kompetenzbegriff
3.2 Berufspädagogische Konzepte
3.2.1 Konzept des Lebenslangen Lernens
3.2.1.1 Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR)
3.2.1.2 Europäische Qualifikationsrahmen (EQR)
3.2.1.3 Europäische Leistungspunktesystem für die Berufsbildung (ECVET)
3.2.2 Pflegekompetenzmodell nach OLBRICH (2010)
3.3 Der Begriff der Interkulturellen Kompetenz
3.3.1 Interkulturelles Lernen
3.3.2 Interkulturelle Pädagogik
3.4 Spektrum der interkulturellen Kompetenzmodelle
3.4.1 Listenmodelle
3.4.2 Strukturmodelle
3.4.3 Prozessmodell
3.4.4 Situative und interaktionistische Modelle
3.4.5 Anforderungen an das Konzept interkultureller Kompetenz nach RATHJE (2006)
3.4.6 Zusammenfassung
3.5 Beschreibung denkbarer Modelle für die Modulkon-struktion
3.5.1 Moduleinheit 1: Imaginationsreflexivität als Aspekt interkultureller Kompetenz nach VOGLER (2010)
3.5.2 Moduleinheit 2: Kohäsionsansatz zum Kulturbegriff nach RATHJE (2006)
3.5.3 Moduleinheit 3: Fallbezogene Lehr- Lernprozesse
3.5.3.1 Der systemische Ansatz von Pflege (HUNDENBORN, KREIENBAUM 1994; HUNDENBORN, KREIENBAUM, KNIGGE-DEMAL 1996; In: HUNDENBORN 2007) als Bezugsrahmen für fallbezogene Lehr- und Lernprozesse
3.5.3.2 Das Modell des verantwortlichen Handelns nach HEFFELS (2003)
3.5.3.3 Die Heuristische Fallmatrix zur Analyse und Identifikation beruflicher (interkultureller) Anforderungen nach SIEGER et. al. (2008)
4 Best Practice: „Euregiokompetenz“ in der beruf-lichen Bildung in der Euregio Maas-Rhein (EMR)
5 Anforderungen an die Modulkonstruktion
5.1 Begriffliche Grundlagen
5.2 Hintergrund und Zielsetzung der Modularisierung
5.2.1 Beschreibung des Moduls anhand einer einheitlichen Darlegungsform
6 Kompetenzprofil von onkologisch und palliativ tätigen Pflegefachkräften
6.1 Berufliche Anforderungen und resultierende Handlungserfordernisse
6.1.1 Handlungsanlass
6.1.2 Interaktionsstrukturen
6.1.3 Erleben und Verarbeiten
6.1.4 Institutioneller Kontext
6.1.5 Gesellschaftliche Einflussfaktoren
7 Konsequenzen für die Modularisierung
7.1 Das Modulhandbuch als Grundlage und Produkt zur Förderung modularer Konzepte
7.2 Konzeptionelle Grundlagen der Modulentwicklung
7.2.1 Grundlagen der Modulkonstruktion durch die Implikation der Interkulturellen Kompetenzforschung
7.2.2 Bestimmung und Zuordnung der Leistungsergebnisse zum Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR)
7.2.3 Zuordnung der Lernergebnisse zum Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR)
8 Masterclass Modul für die onkologische und palliative Pflege
8.1 Leitideen
8.2 Leitziele
8.3 Berechnung der ECVET Leistungspunkte des Moduls
8.4 Empfehlungen zur Gestaltung von Modulabschlussprüfungen
8.5 Übersicht: Masterclass Modul mit 3 Moduleinheiten
9 Kritische Auseinandersetzung
10 Weitere Vorgehensweise und Ausblick
Ziel der Masterarbeit ist die Entwicklung eines Modulkonzepts zur interkulturellen Kompetenzentwicklung für Pflegefachkräfte in der onkologischen und palliativen Versorgung innerhalb der Euregio Maas-Rhein. Dabei soll geklärt werden, wie interkulturelle Kompetenz theoretisch fundiert, didaktisch systematisiert und methodisch versiert vermittelt werden kann, um grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Pflege nachhaltig zu stärken.
Was bedeutet Palliative Care?
„Das Wort „palliativ“ kommt vom lateinischen Wort „pallium“ = „Mantel, Hülle, Bedeckung“ bzw. palliare= „mit einem Mantel bedecken“. Der englische Begriff „care“ lässt sich wörtlich nur schwer ins Deutsche übertragen. Am ehesten bedeutet „care“ „Versorgung“ im Sinne einer umfassenden Begleitung, Betreuung und Pflege von Patienten. Palliativpflege und Palliativmedizin sind beides Teildisziplinen von Palliative Care, deren Vertreter sich unter dem „umfassenden Dach“ Palliative Care“ versammeln (vgl. HELLER 2000a In: PLESCHBERGER et. al. 2002, S.15). Sie ergänzen und verstärken einander, um ein Ziel zu erreichen: die bestmögliche Erhaltung der Lebensqualität von schwerkranken und sterbenden Menschen.
„Im Konzept Palliative Care gibt es keine klare Abgrenzung in Bezug auf die Zielgruppe. Es wird lediglich festgelegt, dass es um PatientInnen geht, die an einer unheilbaren Erkrankung leiden und bei denen kurative Maßnahmen keine positive Wirkung mehr zeigen. Historisch bedingt besteht innerhalb von Palliative Care eine starke Ausrichtung auf onkologische Erkrankungen, wenn gleich es vielfältige Anwendungen in anderen Feldern gibt. Palliativpflege umfasst ein breites Spektrum an Krankheitsbildern und kann sowohl technikintensive Schwerstkrankenpflege heißen als auch Sterbebegleitung von hochbetagten Menschen (z.B. im Pflegeheim). Es ist offensichtlich, dass die jeweils damit verbundenen Anforderungen für die Pflege sehr unterschiedlich sind, und eine zielgruppenspezifische Vorbereitung schon aufgrund der konzeptuellen Unklarheiten sowie der individuellen Variabilität kaum möglich und sinnvoll erscheint. Zudem sieht das Konzept vor, dass Palliative Care überall umgesetzt werden kann, was bedeutet, dass es nicht an bestimmte Strukturen gebunden ist. Jedoch muss davon ausgegangen werden, dass der jeweilige Versorgungskontext die Bedingungen des Sterbens nachhaltig beeinflusst“ (ebd., S.18). Palliative Care wird wissenschaftlich und politisch als Versorgungskonzept begriffen, welches in der Regel auch flächendeckend in den Alltag der Versorgungseinrichtungen und der Gesundheitsplanung zu integrieren ist (vgl. HELLER/KNIPPING, 2007, S. 39). In verschiedenen Definitionsschritten hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO 1990, 2002, 2004) dieses Konzept modifiziert und den neueren Entwicklungen angepasst.
1 Ausgangssituation: Die Arbeit beschreibt die Hintergründe des Interreg IV A Projektes und den dringenden Bedarf an onkologischer und palliativer Pflege in der Euregio Maas-Rhein.
2 Kompetenzorientierter Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert bestehende Referenzrahmen und Curricula für die Onkologie und Palliative Care, die als Grundlage für die Modulplanung dienen.
3 Theoretische Konstruktion Interkultureller Kompetenz: Es erfolgt eine tiefgehende Auseinandersetzung mit dem Kulturbegriff, Kompetenzmodellen und berufspädagogischen Konzepten, um ein theoretisches Fundament für die Modulkonstruktion zu legen.
4 Best Practice: „Euregiokompetenz“ in der beruf-lichen Bildung in der Euregio Maas-Rhein (EMR): Hier werden existierende Best-Practice-Beispiele aus der Region vorgestellt, um daraus Anforderungen für die Modulkonzeption abzuleiten.
5 Anforderungen an die Modulkonstruktion: Dieses Kapitel definiert die strukturellen und inhaltlichen Voraussetzungen für die Entwicklung modularer Bildungsangebote.
6 Kompetenzprofil von onkologisch und palliativ tätigen Pflegefachkräften: Hier werden basierend auf beruflichen Anforderungen die notwendigen Kompetenzen für Pflegefachkräfte in diesem Spezialbereich identifiziert.
7 Konsequenzen für die Modularisierung: Die theoretischen und praktischen Erkenntnisse werden zusammengeführt, um die notwendigen Schritte für die Modularisierung des Masterclass-Moduls festzulegen.
8 Masterclass Modul für die onkologische und palliative Pflege: Dies ist der Kernteil der Arbeit, der das modularisierte Konzept inklusive Leitideen, Zielen und ECVET-Berechnung vorstellt.
9 Kritische Auseinandersetzung: Eine reflektierende Analyse der erarbeiteten Ergebnisse und eine Diskussion über die Herausforderungen bei der Umsetzung.
10 Weitere Vorgehensweise und Ausblick: Dieses Kapitel skizziert die nächsten Schritte für das Projekt bis August 2014, einschließlich Pilotierung und Evaluation.
Anerkennung, Deutscher Qualifikationsrahmen, Diversity Management, Ethik, Euregio Maas-Rhein, ECVET, Europäischer Qualifikationsrahmen, Interkulturelle Kompetenz, Modulentwicklung, Onkologie, Palliative Care, Pflegedidaktische Modelle, Systemtheorie.
Die Arbeit entwickelt ein Modulkonzept zur interkulturellen Kompetenzentwicklung für Pflegefachkräfte im onkologischen und palliativen Bereich in der Grenzregion Euregio Maas-Rhein.
Die zentralen Felder sind die onkologische und palliative Pflege, interkulturelle Kompetenzforschung, Modulkonstruktion nach europäischen Standards (ECVET/EQR/DQR) und berufspädagogische Didaktik.
Ziel ist es, ein theoretisch fundiertes und didaktisch strukturiertes Fortbildungsmodul zu schaffen, das Pflegefachkräften in der Euregio Maas-Rhein dabei hilft, interkulturelle Herausforderungen in der onkologischen und palliativen Versorgung kompetent zu meistern.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und Synthese wissenschaftlicher Modelle (u.a. Kompetenzmodelle nach Olbrich, Kulturmodelle nach Bolten und Rathje) und verbindet diese mit empirischen Projektdaten aus der Euregio Maas-Rhein.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Grundlegung interkultureller Kompetenz, eine Analyse bestehender Best-Practice-Modelle, die Definition eines Kompetenzprofils und die konkrete Konstruktion des modularisierten Masterclass-Konzepts.
Die wichtigsten Begriffe sind Euregio Maas-Rhein, Interkulturelle Kompetenz, Onkologische Pflege, Palliative Care, Modularisierung, ECVET und Kompetenzorientierung.
Das Konzept "Euregiokompetenz" dient als Best-Practice-Modell, das aufzeigt, wie grenzüberschreitende Zusatzqualifikationen organisiert werden können, und liefert wertvolle Impulse für die curriculare Struktur des Masterclass-Moduls.
Das Eisbergmodell veranschaulicht, dass interkulturelle Begegnungen über die sichtbare Ebene hinausgehen und tiefere, konzeptionelle Ebenen ("Conceptas") erfordern, um kulturelle Unterschiede erklärbar und damit handhabbar zu machen.
Die Berechnung erfolgt über den sogenannten "Workload" in Zeitstunden, wobei 1 ECVET-Punkt etwa 28 Arbeitsstunden entspricht, basierend auf einer Referenz von 1700 Zeitstunden pro Vollzeit-Ausbildungsjahr (60 ECVET-Punkte).
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