Bachelorarbeit, 2012
70 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Entwicklung der Wissensgesellschaft
3 Organisationen
3.1 Charakter traditioneller Organisationen
3.2 Charakter lernender Organisationen
3.3 Die Lernende Organisation nach Peter Senge
3.3.1 Personal Mastery
3.3.2 Mentale Modelle
3.3.3 Gemeinsame Vision
3.3.4 Team Lernen
3.3.5 Systemdenken
3.3.6 Zwischenfazit
4 Wissensmanagement
4.1 Notwendigkeit eines Wissensmanagements
4.2 Begriff des Wissensmanagements
4.3 Ziele des Wissensmanagements
5 Kompetenzbegriff
5.1 Kompetenzklassen
6 Kompetenzen in der lernenden Organisation
6.1 Personal Mastery
6.2 Mentale Modelle
6.3 Gemeinsame Vision
6.4 Team Lernen
6.5 Systemdenken
7 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, welche Kompetenzen von Individuen den Prozess des Aufbaus einer lernenden Organisation nach Peter Senge unterstützen können. Dabei steht das Individuum im Zentrum der Betrachtung, da organisationale Lernprozesse maßgeblich von den Fähigkeiten und der Einstellung der beteiligten Mitarbeiter abhängen.
3.3.1 Die Disziplin Personal Mastery
Senge versteht unter dem Begriff Personal Mastery so viel wie Selbstführung und Persönlichkeitsentwicklung. Übersetzt bedeutet Personal Mastery so viel wie „persönliche Meisterschaft“. Anders ausgedrückt lebt Personal Mastery von einem persönlichen Wettbewerb, der im Kopf ausgetragen wird. Aus diesem Grund wird auch von der geistigen Grundlage der lernenden Organisation gesprochen.
Beim Individuum selbst beginnt die Fähigkeit des Lernens und des Engagements, und ohne diese lernt auch die Organisation selbst nicht. Personal Mastery basiert auf Kompetenzen und Fachwissen, aber es geht noch darüber hinaus. Es steht vielmehr für eine Herangehensweise im Sinne einer kreativen Auffassung der Prozesse, was bedeutet, dass man als Individuum der Motor seines eigenen Antriebs ist und somit als Mitgestalter seiner Realität agiert. Im Blickwinkel steht neben den Strukturen des Systems das Verhalten des Individuums. Zum einem gehört zu Personal Mastery, dass ich meine Prioritäten abwäge und kläre. Zum anderen, dass ich die gegenwärtige Realität genauestens und ehrlich betrachte. Die Diskrepanz zwischen meiner Standortbestimmung (Realität) und meinen Zielen (Vision) ist die kreative Spannung, die es zu schaffen und zu erhalten gilt. Die kreative Spannung gilt als das zentrale Prinzip der Personal Mastery. „Sie ist die Kraft, die in dem Moment ins Spiel kommt, wenn wir erkennen, daß Vision und Realität auseinanderklaffen.“ Diese Spannung treibt ein Individuum an, kann zum einen entmutigen, zum anderen aber auch antreiben.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in den Wandel zur Wissensgesellschaft ein und leitet aus den neuen Anforderungen an Organisationen und Individuen die Forschungsfrage nach unterstützenden Kompetenzen ab.
2 Entwicklung der Wissensgesellschaft: Dieses Kapitel erläutert die Merkmale der Wissensgesellschaft und deren Auswirkungen, insbesondere die Transformation von der Industrie- zur Wissensarbeit.
3 Organisationen: Hier werden traditionelle und lernende Organisationen gegenübergestellt und das Modell der fünf Disziplinen nach Peter Senge detailliert beschrieben.
4 Wissensmanagement: Es wird die Notwendigkeit von Wissensmanagement im Kontext der lernenden Organisation diskutiert und dessen zentrale Ziele für Unternehmen definiert.
5 Kompetenzbegriff: Dieser Abschnitt befasst sich mit der Definition von Kompetenzen, grenzt sie von klassischen Qualifikationen ab und führt das Konzept der Selbstorganisationsdispositionen ein.
6 Kompetenzen in der lernenden Organisation: Das Kapitel verknüpft die fünf Disziplinen nach Senge direkt mit den notwendigen Selbstorganisationsdispositionen des Individuums.
7 Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und beleuchtet den weiteren Forschungsbedarf in Bezug auf die Bewertung informell erworbener Kompetenzen.
Wissensgesellschaft, Lernende Organisation, Peter Senge, Wissensmanagement, Kompetenzentwicklung, Selbstorganisation, Personal Mastery, Mentale Modelle, Gemeinsame Vision, Team-Lernen, Systemdenken, Selbstreflexion, Individuum, Organisationale Entwicklung, Handlungskompetenz.
Die Arbeit analysiert den Prozess zum Aufbau einer lernenden Organisation nach Peter Senge und untersucht, welche individuellen Kompetenzen diesen Wandel effektiv unterstützen können.
Zentrale Themen sind die Transformation zur Wissensgesellschaft, die Gegenüberstellung von traditionellen und lernenden Organisationen, Wissensmanagement sowie die Klassifizierung individueller Kompetenzen.
Das Ziel ist es, die spezifischen Kompetenzen zu identifizieren, die ein Individuum benötigt, um die fünf Disziplinen nach Peter Senge zu meistern und damit den Prozess der organisationalen Lernfähigkeit zu fördern.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse basiert, um das Modell von Senge mit Konzepten zur Kompetenzentwicklung (insbesondere Erpenbeck/von Rosenstiel) zu verknüpfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der lernenden Organisation und des Wissensmanagements sowie die detaillierte Zuordnung von Selbstorganisationsdispositionen zu den einzelnen Senge-Disziplinen.
Wesentliche Begriffe sind lernende Organisation, Wissensmanagement, Selbstorganisationsdispositionen, Systemdenken und Kompetenzentwicklung.
Senge definiert sie als eine Gruppe von Menschen, die einander brauchen, um etwas zu erreichen, und die im Laufe der Zeit kontinuierlich ihre Fähigkeit ausweiten, das zu erreichen, was sie wirklich brauchen.
Sie gilt als die fünfte Disziplin, die alle anderen Disziplinen integriert, da sie hilft, komplexe Zusammenhänge und Feedbackschleifen statt nur linearer Ursache-Wirkungs-Prinzipien zu erkennen.
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