Examensarbeit, 2011
78 Seiten, Note: 3
1 Einleitung
2 Kids und Jugendliche
2.1 Geschichte der Jugend
2.2 Jugend (Definition)
2.3 Kids
2.4 Demographische Entwicklung von Jugend
2.5 Jugend und Familie
2.6 Jugend, Freizeit, Medien
2.7 Zusammenfassung
3 Städtische und ländliche Lebensräume
3.1 Lebensraum Stadt
3.2 Ländliche Region als Lebensraum
4 Sportengagement von Jugendlichen
5 Zum empirischen Teil
5.1 Zur Anlage der Untersuchung
5.2 Infrastrukturelle Unterschiede der Befragungsorte
5.3 Ziel der Untersuchung
5.4 Operationalisierung (Messverfahren)
5.5 Ausgangslage: Bereits existierende Studien zum Thema
5.6 Pretest
6 Erster Blick auf die Daten – deskriptive Befunde
6.1 Deskriptive Befunde
6.1.1 Sportengagement der Jugendlichen (Sport im Verein)
6.1.2 Häufigkeit des Sporttreibens
6.1.3 Motivation für das Eintreten in den Verein
6.1.4 Ort des Sportvereins
6.1.5 Sport in der Natur
6.1.6 Andere Freizeitaktivitäten
6.1.7 Möglichkeiten des Spielens in der nahen Wohnumgebung
6.1.8 Wünsche und Änderungen der sportlichen Umgebung
6.2 Zusammenfassung der deskriptiven Befunde
7 Zweiter Blick auf die Daten: Zusammenhänge vs. Unterschiede
7.1 Sportengagement im Verein
7.2 Sport in der Natur
7.3 Allgemeine Freizeitaktivitäten
7.4 Zusammenfassung
8 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das sportliche Engagement von Jugendlichen der 7. Klasse und analysiert, inwiefern sich die sportlichen Aktivitäten sowie die allgemeinen Freizeitgestaltungen zwischen Jugendlichen in städtischen und ländlichen Lebensräumen unterscheiden. Dabei wird insbesondere der Einfluss infrastruktureller Gegebenheiten und des Geschlechts auf das Sportverhalten sowie die Nutzung von Bewegungsräumen beleuchtet.
Sportengagement von Jugendlichen
Für einen allgemeinen Überblick über das sportliche Engagement von Jugendlichen in den letzten Jahren, werden im Folgenden Ergebnisse verschiedener statistischer Untersuchungen betrachtet. Hierbei beziehe ich mich auf Untersuchungen von: Baur & Burrmann, Unerforschtes Land, 2000; Kurz & Sonneck, Die Vereinsmitglieder, 1997; Sack & Brinkhoff, Überblick über das Sportengagement von Kindern und Jugendlichen in der Freizeit, 1997; und Brettschneider, Baur, & Bräutigam, Sport im Alltag von Jugendlichen, 1989. Diese Untersuchungen gelten in gewisser Weise als Basisliteratur zum Thema Sportengagement von Jugendlichen.
Der Sport im Verein ist bei Jugendlichen nach wie vor sehr beliebt. Es gibt keine andere Organisation mit ähnlich hohen Mitgliedsquoten (vgl. Brettschneider, et al., 1989, S. 19). Befragt man Jugendliche nach ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen, dann liegt der Vereinssport - auch formeller Sport genannt - an dritter Stelle der Beliebtheitsskala. An sechster Stelle steht der Freizeitsport, auch als informeller Sport bezeichnet (vgl. Brettschneider & Bräutigam, 1990, S. 49).
Generell unterscheiden die Untersuchungen zwischen formellem Sport und informellem Sport. Zum formellen Sport werden in der Regel alle sportlichen Aktivitäten gezählt, die in einem Verein betrieben werden können.
Als informellen Sport gelten oftmals Aktivitäten, die nicht in einem Verein ausgeübt werden, sie werden draußen und in der näheren sowie weiteren Wohnumgebung betrieben. Jungen tendieren beim informellen Sport zu selbstorganisiertem Outdoorsport wie Fußball, Skateboard oder Streetball. Bei den Mädchen hingegen steht das Reiten an oberster Stelle, gefolgt von „gymnastischen” und „tänzerischen” Sportarten, die sie allerdings in kommerziellen Einrichtungen ausüben (vgl. Baur & Burrmann, 2000, S. 20).
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Relevanz der Untersuchung von sportlichen Aktivitäten bei Jugendlichen im Stadt-Land-Vergleich und skizziert die methodische Vorgehensweise.
2 Kids und Jugendliche: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklungsphase der Jugendlichen, ihre historische Einordnung, demografische Einflüsse sowie die Bedeutung von Familie und Medien für diese Altersgruppe.
3 Städtische und ländliche Lebensräume: Hier werden die Merkmale und Unterschiede von städtischen und ländlichen Regionen sowie deren jeweilige Auswirkungen auf die Lebenswelt der Jugendlichen definiert.
4 Sportengagement von Jugendlichen: Dieses Kapitel bietet einen theoretischen Überblick über das sportliche Engagement von Jugendlichen, unterteilt in formellen Vereinssport und informelle Freizeitaktivitäten.
5 Zum empirischen Teil: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Anlage der Untersuchung, die Auswahl der Befragungsorte und die Zielsetzung der empirischen Datenerhebung.
6 Erster Blick auf die Daten – deskriptive Befunde: Hier erfolgt eine deskriptive Darstellung der Umfrageergebnisse bezüglich Sportengagement, Häufigkeit, Ort der Ausübung und Freizeitaktivitäten.
7 Zweiter Blick auf die Daten: Zusammenhänge vs. Unterschiede: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse analytisch interpretiert, in Zusammenhänge gebracht und auf Unterschiede zwischen den untersuchten Gruppen geprüft.
8 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel führt die Ergebnisse zusammen, bewertet sie kritisch und gibt Empfehlungen für eine zukünftige Gestaltung sportlicher Lebensräume.
Jugendliche, Sportverein, Stadt-Land-Vergleich, Freizeitgestaltung, informeller Sport, Vereinsmitgliedschaft, Sportangebot, Lebensräume, Bewegungsräume, Mediennutzung, empirische Untersuchung, Geschlechterunterschiede, Infrastruktur, Trendsportarten, Sozialisation.
Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche in städtischen und ländlichen Lebensräumen Sport treiben und welche Unterschiede es in ihrem Engagement gibt.
Zentrale Themen sind der Vereinssport, sportliche Aktivitäten in der Natur, die Rolle von Familie und Medien sowie die infrastrukturellen Rahmenbedingungen in der Stadt und auf dem Land.
Ziel ist es, festzustellen, ob Jugendliche in der Stadt und auf dem Land vergleichbare Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung haben und inwiefern sich ihr tatsächliches Sportverhalten unterscheidet.
Es wurde eine empirische Untersuchung in Form einer Klassenraumbefragung bei Jugendlichen der 7. Klasse in verschiedenen Städten und ländlichen Regionen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über die Lebensphase Jugend und den Sport sowie einen umfangreichen empirischen Teil, der die Daten erhebt, beschreibt und analysiert.
Wichtige Begriffe sind Jugend, Sportverein, Stadt-Land-Vergleich, Freizeitgestaltung, Bewegungsräume und infrastrukturelle Voraussetzungen.
Die Daten zeigen deutliche Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen bei der Wahl der Sportarten (z.B. Fußball vs. Tanzen) und der Art der Vereinsmitgliedschaft, was die Auswertung nach Geschlecht unverzichtbar macht.
Jugendliche auf dem Land sind ihren Vereinen tendenziell treuer, was oft an einem begrenzten Angebot und einer stärkeren Identifikation mit dem lokalen Dorfverein liegt, während Jugendliche in der Stadt häufiger zwischen verschiedenen Sportangeboten wechseln.
Medien wie Computer und Internet dominieren die Freizeitgestaltung. Die Arbeit zeigt, dass diese Medien oft eine Konkurrenz zum Sport darstellen, wobei ein hoher Anteil der Jugendlichen vor allem Computerspielen als eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten angibt.
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