Masterarbeit, 2012
191 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Status quo der deutschen Energieversorgung
1.2 Prognosen der Entwicklung des Elektrizitätssektors
1.3 Ziele und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen von Power-to-Gas und des Energiehandels
2.1 Power-to-Gas
2.1.1 Wasserstoff und Elektrolyse
2.1.2 Methanisierung und Erdgas
2.1.3 Möglichkeiten von Power-to-Gas
2.2 Energiehandel
2.2.1 Grundlagen des Energiehandels
2.2.2 Bilanzkreissystematik
2.2.3 Regelenergie
2.2.4 Energiemeteorologische Prognosequalitäten
2.2.5 Perspektiven
3 Betriebskonzepte für Power-to-Gas-Anlagen im Rahmen des Energiehandels
3.1 Einführung
3.2 Mögliche Betriebskonzepte
3.3 Exemplarische Auswertung unter besonderer Berücksichtigung eines energiehandelsoptimierten Betriebes
3.3.1 Auswertung der vorliegenden Ist-Daten
3.3.2 Simulation von Day-Ahead Werten
3.4 Fazit der Untersuchung
4 Zusammenfassung und Ausblick
4.1 Abschlussbetrachtung
4.2 Ausblick auf eine mögliche Entwicklung des Power-to-Gas-Marktes
4.3 Potentielle Effekte und perspektivischer Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, Betriebskonzepte für Power-to-Gas-Anlagen zu untersuchen, um die Integration dieser Technologie in eine regenerativ geprägte Energieversorgung zu optimieren. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie solche Anlagen unter den Bedingungen des Energiehandels wirtschaftlich betrieben werden können, um fluktuierende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sinnvoll zu speichern und zur Netzstabilität beizutragen.
2.1.1 Wasserstoff und Elektrolyse
Das Universum besteht zu 70 % aus Wasserstoff, dieser ist das einzige Element, das keiner anderen Gruppe im Periodensystem angehört. Wasserstoff kommt auf der Erde in reiner Form nur in unbedeutenden Mengen vor, primär in gebundener Form als Wasser. Ferner ist es Bestandteil in Kohlenwasserstoffen (Erdöl, Erdgas) und in organischen Verbindungen der belebten Natur. Beim Vergleich der Energiedichten von Wasserstoff und Methan zeigt sich, dass eine Volumeneinheit Methan ca. dreimal so viel Energie enthält wie eine Volumeneinheit Wasserstoff. Auf die Masse bezogen verhält es sich umgekehrt, pro Gewichtseinheit hat Wasserstoff etwa 2,5 mal so viel Energie wie Methan.
Im Jahr 2006 wurden in Deutschland ca. 22 Mrd. m³ Wasserstoff verbraucht. Wasserstoff kann vielfältig verwendet werden. In der chemischen Industrie findet es Verwendung bei der Herstellung von Ammoniak, Chlorwasserstoff und weiteren Verbindungen, in der Nahrungsmittelindustrie bei der Fetthärtung, bei der Gewinnung bestimmter Metalle als Reduktionsmittel und perspektivisch verstärkt als Treibstoff und Energieträger.
Der Energieträger Wasserstoff hat verschiedene, wesentliche Vorteile. Die Umwandlung von Strom in Wasserstoff kann technisch relativ einfach umgesetzt werden, dezentral oder zentral und in sehr unterschiedlichen Leistungsklassen. Wasserstoff kann (partiell) in der vorhandenen Erdgas-Infrastruktur genutzt werden und darüber hinaus auch multifunktional im Mobilitäts-, Wärmesektor oder wieder im Elektrizitätssektor eingesetzt werden.
1 Einleitung: Darstellung des Status quo der deutschen Energieversorgung und des wachsenden Bedarfs an Energiespeichern durch den Ausbau erneuerbarer Energien.
2 Grundlagen von Power-to-Gas und des Energiehandels: Erläuterung der technischen Verfahren zur Wasserstoffherstellung und Methanisierung sowie der für den Betrieb relevanten Marktmechanismen im Energiehandel.
3 Betriebskonzepte für Power-to-Gas-Anlagen im Rahmen des Energiehandels: Identifikation und Bewertung verschiedener Strategien zur wirtschaftlichen Einbindung von Power-to-Gas-Anlagen, inklusive konkreter Fallbeispiele und Simulationsansätze.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse und Einschätzung der zukünftigen Entwicklung von Power-to-Gas-Märkten unter sich wandelnden rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Power-to-Gas, Energiespeicherung, Erneuerbare Energien, Wasserstoff, Elektrolyse, Methanisierung, Energiehandel, Bilanzkreis, Regelenergie, Windenergie, Strombezugsstrategie, Systemdienstleistungen, Netzstabilität, Energiewende, Wirtschaftlichkeit
Die Arbeit analysiert, wie Power-to-Gas-Anlagen als Speicherlösung in eine Energieversorgung mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien integriert werden können.
Die zentralen Felder sind die technische Power-to-Gas-Prozesskette, der Energiehandel inklusive Bilanzkreissystematik sowie die Entwicklung passender Betriebskonzepte.
Ziel ist die Identifikation und Untersuchung ökonomisch sinnvoller Betriebskonzepte, um Power-to-Gas-Anlagen effizient im Rahmen des Energiehandels zu betreiben.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, theoretischen Fundierung der technischen und marktlichen Zusammenhänge sowie einer exemplarischen Auswertung anhand von Ist-Daten und Simulationen eines 38 MW Windparks.
Im Hauptteil werden sieben verschiedene Betriebskonzepte für Power-to-Gas-Anlagen im Detail dargestellt, bewertet und anhand eines Fallbeispiels unter Einbeziehung von Day-Ahead-Prognosen analysiert.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Power-to-Gas, Energiespeicherung, Regelenergie, Windenergie, Wirtschaftlichkeit und das Marktprämienmodell.
Eine hohe Prognosequalität für fluktuierende Einspeisungen ist essenziell, um Ausgleichsenergiekosten zu minimieren und eine optimale Dimensionierung der Power-to-Gas-Anlage zu ermöglichen.
Durch die Glättung von Erzeugungsspitzen oder das Fahren eines Windenergiebandes kann die Anlage als Korrekturinstrument für Fahrplanabweichungen fungieren und so die Wirtschaftlichkeit des gesamten Portfolios verbessern.
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