Bachelorarbeit, 2011
41 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Verhaltenssucht
3 Lauf- bzw. Ausdauersucht
3.1 Wann ist Sport eine Sucht?
3.1.1 Ausdauersportbindung
3.1.2 Ausdauersucht
3.2 Ausdauersucht fördernde Umstände
3.3 Ursachen
3.3.1 Physiologische Erklärungsansätze
3.3.2 Psychologische Erklärungsansätze
3.3.3 Prozessmodell der Entstehung von Lauf- und Ausdauersucht nach Schack
3.4 Therapie von Sport- bzw. Ausdauersucht
4 Fazit
Diese Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Ausdauersucht, um das Krankheitsbild von gesundem, exzessivem Sporttreiben abzugrenzen. Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die Entstehungsbedingungen, physiologische sowie psychologische Ursachen und potenzielle therapeutische Ansätze zu entwickeln, um das Bewusstsein für diese bisher unterschätzte Verhaltenssucht zu schärfen.
3.3.3 Prozessmodell der Entstehung von Lauf- und Ausdauersucht nach Schack
Aufgrund der Komplexität der Ausdauersucht erweist sich das Festhalten der Zusammenhänge in einem Modell als schwierig. So versuchten bereits 1984 Sachs und Pargman, die Sucht in einem „Zwei-Faktoren-Modell“ festzuhalten.
Hierbei stellten sie sich ein Koordinatensystem vor, welches die Zu- und Abnahme von Laufsucht und Laufbindung darstellen sollte. Dabei wurde der X-Achse die Laufsucht zugeordnet und der Y-Achse die Laufbindung. In dieser Darstellung ergeben sich vier Quadranten, die unterschiedliche Ausprägungen der Laufsucht (LS) bzw. Laufbindung (LB) aufzeigen. Auf diese Weise sollten Schwankungen zwischen den Quadranten deutlich gemacht werden (vgl. Alfermann & Stoll, 2010, S. 349-350).
Gleichwohl stellt dieses Modell in erster Hinsicht lediglich einen bestimmten Zustand dar. Der prozesshafte Charakter einer Ausdauersuchtentstehung wird dabei vernachlässigt. Zudem werden keinerlei Informationen über auslösende Begleitfaktoren genannt (ebd., S. 350).
Diese Kritikpunkte versucht Schack mit Hilfe des Prozessmodells der Entstehung von Lauf- und Ausdauersucht zu beheben.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der extremen Ausdauerbelastungen im Breitensport und die historische Entwicklung der Laufbewegung, die zur Identifikation der Ausdauersucht als Forschungsgegenstand führte.
2 Verhaltenssucht: Erläuterung der allgemeinen Grundlagen von Verhaltenssüchten, bei denen im Gegensatz zur stoffgebundenen Sucht keine Substanzen konsumiert werden, sondern das Verhalten selbst zur Rauscherzeugung führt.
3 Lauf- bzw. Ausdauersucht: Umfassende Analyse des Störungsbildes, unterteilt in die Abgrenzung von Sucht und Bindung, fördernde Umstände, Ursachenmodelle sowie therapeutische Interventionsmöglichkeiten.
4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung des Forschungsfeldes und Appell an die Notwendigkeit, Ausdauersucht als ernsthafte, selbstzerstörerische Erkrankung in der Gesellschaft anzuerkennen.
Ausdauersucht, Laufsucht, Sportpsychologie, Verhaltenssucht, Laufbindung, Stressimpulstraining, Runner's High, Biopsychosoziales Modell, Sporttherapie, Selbstmanagement, Suchtprävention, Mentale Kontrolle, Leistungsdruck, Körperbild, Pathologisches Sportverhalten.
Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Ausdauersucht als eine Form der Verhaltenssucht, insbesondere im Kontext von Lauf- und Ausdauersportarten.
Zentral sind die Abgrenzung von gesundem Sporttreiben zu pathologischem Verhalten, die Ursachenforschung und die Möglichkeiten der therapeutischen Intervention.
Das Ziel ist die wissenschaftliche Darstellung des Phänomens Ausdauersucht, um die Entstehung, Risikofaktoren und Behandlungsmethoden für eine breitere Wahrnehmung dieses Krankheitsbildes aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Analyse bestehender Forschungsergebnisse, Definitionsversuche sowie Erklärungsmodelle nach dem Prinzip „vom Allgemeinen zum Speziellen“.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Verhaltenssucht, eine detaillierte Untersuchung der Ausdauersucht, deren physiologische und psychologische Entstehungsursachen sowie bewährte therapeutische Maßnahmen.
Die zentralen Begriffe sind Ausdauersucht, Sportpsychologie, Laufbindung, biopsychosoziale Faktoren und therapeutische Stressbewältigung.
Es beschreibt die schrittweise Entwicklung von der anfänglichen Sportzuwendung über die Sportbindung bis hin zur Sucht, wobei persönliche und kulturelle Rahmenbedingungen sowie auslösende Faktoren (Stress) eine entscheidende Rolle spielen.
Die Abgrenzung ist entscheidend, da eine Sportbindung zunächst gesund und intrinsisch motiviert sein kann, während bei der Sucht der Zwang zur Vermeidung von Entzugserscheinungen die Kontrolle übernimmt.
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