Bachelorarbeit, 2012
43 Seiten, Note: 10,5
Einleitung
1. Physische Attraktivität
1.1 Physische Attraktivität bei Frauen
1.1.1 Gesichtsmerkmale
1.1.2 Körpermerkmale
1.2 Physische Attraktivität bei Männern
1.2.1 Gesichtsmerkmale
1.2.2 Körpermerkmale
1.3 Interpersonelle Konsequenzen durch Schönheit
1.3.1 Haloeffekt
2. Bourdieus Kapitalformtheorie
2.1 Körperliches Kapital
3. Relevanz physischer Attraktivität
3.1 Relevanz auf dem Arbeitsmarkt
3.1.1 Einkommen
3.1.2 Aufstiegschancen
3.1.3 Bewerbung
3.2 Relevanz bei der Partnerwahl
4. Schönheit als Kapital
5. Fazit
6. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz physischer Attraktivität für den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt sowie bei der Partnerwahl. Basierend auf Bourdieus Kapitalformtheorie wird analysiert, inwieweit Schönheit als eine Form von „körperlichem Kapital“ fungiert und welche ökonomischen sowie sozialen Auswirkungen damit verbunden sind.
1.3.1 Haloeffekt
Im Allgemeinen bezeichnen Haloeffekte zunächst Eindrucksverzerrungen. Diese werden dadurch hervorgerufen, dass wir zum Beispiel dazu neigen einen Menschen aufgrund einer oder mehrerer guter bzw. schlechter Merkmale ebenso in einem anderen Bereich gut bzw. schlecht zu beurteilen, obwohl diese Bereiche in keinerlei Zusammenhang stehen (vgl. Forgas 1999: 61). Im Falle der physischen Attraktivität bedeutet dies, dass die äußere Erscheinung eines Menschen gleichsam auch zur Grundlage für Eindrücke von Persönlichkeitsmerkmalen wird (vgl. ebd.: 62). So werden attraktiven Menschen im Vergleich zu unattraktiven Menschen durchweg bessere Eigenschaften in ihrer sozialen Anziehungskraft, der interpersonalen und beruflichen Kompetenz sowie in ihrer Anpassungsfähigkeit zugesprochen (vgl. Ebner et al. 2002: 200). Zudem werden sie als intelligenter und beliebter eingeschätzt (vgl. Hakim 2011: 49). Jedoch werden attraktiven Menschen nicht nur höhere sozial erwünschte Eigenschaften zugesprochen, sie werden gleichsam in Folge dessen auch anders behandelt. So zeigten die Studien von Langlois, dass attraktiven Personen im Vergleich zu unattraktiven Personen, deutlich mehr Aufmerksamkeit und Offenheit geschenkt wird. Desweiteren neigen wir dazu, attraktiven Menschen mehr Hilfeleistungen und Unterstützung anzubieten und ihnen in Interaktionen positiver zu begegnen (vgl. Ebner et al. 2002: 200). Es verwundert demnach wenig, dass schließlich die Selbstwahrnehmung in Bezug auf Fröhlichkeit, Lebenszufriedenheit, der sozialen Kompetenz und der Intelligenz bei attraktiven Personen ebenfalls höher ausfällt (vgl. ebd.: 202). Insofern bestimmt das Sein das Bewusstsein und damit das Aussehen die Persönlichkeit (vgl. Menninghaus 2007: 238).
Einleitung: Diese Einleitung führt in den steigenden gesellschaftlichen Stellenwert des sogenannten „Schönheitshandelns“ ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Relevanz physischer Attraktivität für beruflichen Erfolg und Partnerwahl.
1. Physische Attraktivität: In diesem Kapitel werden die biologischen und sozialpsychologischen Grundlagen definiert, die bestimmen, welche Gesichts- und Körpermerkmale als attraktiv wahrgenommen werden und welche interpersonellen Konsequenzen daraus resultieren.
2. Bourdieus Kapitalformtheorie: Hier wird der theoretische Rahmen von Pierre Bourdieu vorgestellt, um körperliche Schönheit soziologisch als eine Form von „körperlichem Kapital“ einzuordnen, die zur sozialen Positionierung beiträgt.
3. Relevanz physischer Attraktivität: Dieser Hauptteil analysiert empirische Studien zum Einfluss von Schönheit auf das Einkommen, Karrierechancen sowie Bewerbungserfolge auf dem Arbeitsmarkt und untersucht parallel die Präferenzen bei der Partnerwahl.
4. Schönheit als Kapital: In diesem Kapitel wird überprüft, ob Schönheit alle Kriterien einer eigenständigen Kapitalform erfüllt und inwiefern sie durch Investitionen erlangt und in andere Kapitalarten konvertiert werden kann.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, bestätigt die Relevanz der physischen Attraktivität in den untersuchten Lebensbereichen und verknüpft die Erkenntnisse mit der soziologischen Kapitaltheorie.
6. Ausblick: Der abschließende Abschnitt diskutiert zukünftige Entwicklungen und die gesellschaftlichen Konsequenzen eines steigenden Schönheitsdrucks sowie mögliche Lösungsansätze für diskriminierungsfreie Verfahren.
Physische Attraktivität, Schönheitskapital, Kapitalformtheorie, Pierre Bourdieu, Arbeitsmarkterfolg, Partnerwahl, Haloeffekt, Körperliches Kapital, Schönheitshandeln, Einkommensunterschiede, Bewerbungsverfahren, Erotisches Kapital, soziale Ungleichheit, Körpernormen, Geschlechterstereotypen
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, welchen Stellenwert physische Attraktivität als gesellschaftliche Ressource einnimmt und wie diese das Leben von Individuen auf dem Arbeitsmarkt und bei der privaten Partnerwahl beeinflusst.
Die zentralen Themen sind die wissenschaftliche Definition von Attraktivität, die soziologische Einordnung nach Pierre Bourdieu, ökonomische Auswirkungen auf das Gehalt sowie psychologische Effekte bei der sozialen Interaktion.
Die Arbeit untersucht, welche Relevanz physische Attraktivität für den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt und bei der Partnerwahl besitzt und ob diese als eine Form von Kapital angesehen werden kann.
Der Autor führt eine umfassende Literaturanalyse durch, bei der nationale und internationale empirische Studien sowie soziologische Theorien, insbesondere von Pierre Bourdieu und Nina Degele, vergleichend ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden der Einfluss von Attraktivität auf Einkommen und Aufstiegschancen, Ergebnisse zu anonymisierten Bewerbungsverfahren sowie die Bedeutung des Aussehens bei kurz- und langfristigen Partnerschaften diskutiert.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind das „Schönheitshandeln“, das „körperliche Kapital“, der „Haloeffekt“ sowie der „Beauty-Premium“ und das „Ugliness-Penalty“ auf dem Arbeitsmarkt.
Ja, die Analyse zeigt, dass physische Attraktivität für Männer besonders auf dem Arbeitsmarkt eine hohe Relevanz hat, während sie für Frauen insbesondere bei der Partnerwahl einen hohen Stellenwert einnimmt.
Das Konzept beschreibt, dass Schönheit nicht nur biologisch gegeben ist, sondern durch gezielte Investitionen (Zeit, Geld, Sport, Operationen) aktiv erworben wird, um soziale Anerkennung und Teilhabe an Macht zu sichern.
Der Haloeffekt bewirkt, dass attraktiven Menschen automatisch weitere positive Eigenschaften wie Intelligenz oder soziale Kompetenz zugeschrieben werden, was ihre Chancen bei Vorstellungsgesprächen signifikant erhöht.
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