Bachelorarbeit, 2012
37 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Der Energiemarkt in Deutschland
1.2 Bisherige Analysen
1.3 Ziel der Arbeit
1.4 Motivation
2. Statistische Analyse
2.1 Zusammenhang des Strompreises mit der Windenergieproduktion
2.2 Zusammenhang des Strompreises mit der Solarenergieproduktion
2.3 Zusammenhang des Strompreises mit der Stromproduktionskapazität
3. Zusammenfassung
Diese Bachelorarbeit verfolgt das primäre Ziel, den statistischen Zusammenhang zwischen verschiedenen Energiegrößen – insbesondere der Wind- und Solarenergieproduktion sowie der Gesamtkapazität der Stromproduktion – und dem deutschen Intraday-Strompreis an der EEX für die Jahre 2010 und 2011 zu analysieren, um Ansätze für eine zuverlässigere Strompreisprognose zu identifizieren.
Zusammenhang des Strompreises mit der Windenergieproduktion
Betrachtet wird zunächst der Zusammenhang zwischen dem Strompreis und dem erwarteten Windenergieangebot in den Jahren 2010 und 2011.
In Abbildung 3 fällt zunächst der generelle Trend einer Korrelation zwischen Angebot und Preis auf. Im Winter 2010 sowie 2011 ist zu erkennen, dass ein niedrigerer bzw. negativer Strompreis mit einem erhöhten Angebot an Windenergie zusammenhängt. Der Strompreis ist relativ stabil im Sommer, schwankt aber stark im Winter. Dies liegt möglicherweise einerseits an dem erhöhten Stromkonsum im Winter und andererseits an der Schwierigkeit die Konsummenge vorherzusagen. Im Sommer 2010 gab es einen Windenergieangebotseinbruch. Die Preise sind jedoch nicht stark gestiegen, was darauf hinweisen könnte, dass entweder die Windenergie im Sommer kaum Einfluss auf den Strompreis hat oder dass das geringe Angebot durch andere Stromerzeugungsmöglichkeiten ersetzt wurde, z.B. Solarenergie. Anschließend wird der gleichen Zeitraum betrachtet, es werden jedoch erwartete gegen reale Werte des Windenergieangebotes ersetzt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den deutschen Energiemarkt ein, erläutert die Bedeutung der Merit-Order und definiert das Ziel, den Zusammenhang zwischen Energieangebot und Strompreis statistisch zu erfassen.
2. Statistische Analyse: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Auswertung der Korrelationen zwischen Windenergie, Solarenergie sowie Gesamtkapazität und dem Strompreis unter Verwendung von EEX-Daten der Jahre 2010 und 2011.
3. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die empirischen Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass erneuerbare Energien preisdämpfend wirken, während eine hohe benötigte Gesamtkapazität zu höheren Börsenpreisen führt.
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Die Arbeit untersucht den statistischen Zusammenhang zwischen dem Angebot an Wind- und Solarenergie sowie der Stromproduktionskapazität und dem börslichen Intraday-Strompreis in Deutschland für die Jahre 2010 und 2011.
Die zentralen Themen sind der Einfluss erneuerbarer Energien auf die Preisbildung an der Strombörse, der Merit-Order-Effekt und die Herausforderungen bei der Prognose von Strompreisen basierend auf Angebotsdaten.
Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für die Verknüpfung zwischen Stromangebot und Preis zu gewinnen, um eine solide Grundlage für zukünftige Methoden zur Vorhersage von Börsenstrompreisen zu schaffen.
Es wird eine statistische Analyse durchgeführt, die Korrelationen zwischen verschiedenen Energieangebotsgrößen und Intraday-Strompreisen untersucht sowie Regressionsanalysen und Histogramme zur Datenvisualisierung einsetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Windenergieproduktion, der Solarenergieproduktion und der Gesamtkapazität der Stromproduktion und deren jeweilige Korrelation mit dem Börsenpreis.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Merit-Order-Effekt, Intraday-Strompreis, Wind- und Solarenergie, Korrelationsanalyse und Stromproduktionskapazität beschreiben.
Obwohl theoretisch eine negative Korrelation durch den Merit-Order-Effekt zu erwarten wäre, zeigt die Analyse schwach positive Korrelationen. Dies liegt daran, dass Solarenergie primär dann produziert wird, wenn die Nachfrage ohnehin hoch ist, und die Datenbereinigung zeigt, dass der preisdämpfende Effekt nur zu den tatsächlichen Sonnenstunden deutlich wird.
Die Analyse zeigt, dass eine hohe benötigte Gesamtkapazität dazu führt, dass teurere Kraftwerke mit hohen marginalen Kosten in den Markt gehen müssen, um die Nachfrage zu decken, was den Börsenpreis gemäß dem Merit-Order-Prinzip in die Höhe treibt.
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