Diplomarbeit, 2011
68 Seiten
1. Einführung
1.1 Physiologie des enterohepatischen Kreislaufs / der Galle / der Gallensekretion / des Gallenaufbaus / der Zusammenhänge mit dem Pankreassaft / des Gallenfarbstoffs
1.1.1 Der enterohepatische Kreislauf
1.1.2 Die Galle
1.1.3 Der Aufbau der Galle
1.1.4 Die Gallensekretion
1.1.4.1 Die gallensäureabhängige hepatozytäre Sekretion:
1.1.4.2 Die gallensäureunabhängige hepatozytäre Sekretion:
1.1.5 Zusammenhänge der Produktion von Galle und Pankreassaft
1.1.6 Der Gallenfarbstoff Bilirubin
1.2 Die Gallenblase und die intra-/ extrahepatischen Gallenwege
1.2.1 Embryologie der Gallenblase und der intra-/ extrahepatischen Gallenwege
1.2.2/ 1.2.3 Anatomie und Physiologie der Gallenblase und der intra- und extrahepatischen Gallenwege
1.2.2.1 Die Gallenblasengefäße
1.2.2.2 Die Nervale Versorgung der Gallenblase und der Gallenwege
1.3 Die Leber
1.3.1 Embryologie der Leber
1.3.1.1 Die räumliche Entwicklung der Leber
1.3.2 Anatomie der Leber
1.3.2.1 Die Lebergefäße
1.3.2.2 Die nervale Versorgung der Leber
1.3.3 Physiologie der Leber
1.4 Der Dünndarm
1.4.1 Embryologie des Dünndarms
1.4.2 Anatomie des Dünndarms
1.4.2.1 Die Gefäßversorgung des Dünndarms
1.4.2.2 Die nervale Versorgung des Dünndarms
1.4.3 Physiologie des Dünndarms
1.5 Das Pankreas
1.5.1 Embryologie des Pankreas
1.5.2 Anatomie des Pankreas
1.5.2.1 Die Pankreasgefäße
1.5.2.2 Die nervale Versorgung des Pankreas
1.5.3 Physiologie des Pankreas
1.6 Das Duodenum
1.6.1 Embryologie des Duodenums
1.6.2 Anatomie des Duodenums
1.6.2.1 Die Gefäße des Duodenums
1.6.2.2 Die nervale Versorgung des Duodenums
1.6.3 Physiologie des Duodenums
2. Verbindungen der einzelnen Systeme mit anderen Strukturen
2.1 Verbindungen der Gallenblase bzw. der Gallenwege mit anderen Strukturen:
2.1.1 Kontinuierliche Verbindungen
2.1.2 Diskontinuierliche Verbindungen
2.2 Verbindungen der Leber mit anderen Strukturen
2.2.1 Kontinuierliche Verbindungen
2.3 Verbindungen des Dünndarms mit anderen Strukturen
2.3.1 Kontinuierliche Verbindungen
2.3.2 Diskontinuierliche Verbindungen
2.4 Verbindung des Pankreas mit anderen Strukturen
2.4.1 Kontinuierliche Verbindungen
2.4.2 Diskontinuierliche Verbindungen
2.5 Verbindungen des Duodenums mit anderen Strukturen
3. Dysfunktionen bzw. Krankheitsbilder im Bereich des Gallensystems und der Organe, die den enterohepatischen Kreislauf beeinflussen
3.1 Gallendysfunktionen
3.1.1 Mangel an Gallensäure
3.2 Dysfunktionen der Gallenblase bzw. der intra-/extrahepatischen Gallenwege
3.2.1 Gallensteine
3.2.2 Gallenkolik und Gallengangsverschluß
3.2.3 Cholezystitis
3.2.4 Ikterus
3.2.5 Übertragener Schmerz
3.2.6 Biliäre Dyskinesie
3.2.7 Gallenblasen-Karzinom
3.2.8 Weitere Krankheitszusammenhänge
3.3 Dysfunktionen der Leber
3.3.1 Hepatitis
3.3.2 Primär biliäre Zirrhose (PBC) oder Hanot-Krankheit
3.3.3 Gallenstau bei Neugeborenen und Kleinkindern
3.3.4. Weitere Krankheitszusammenhänge
3.4 Dysfunktionen des Dünndarms
3.4.1 Polypen
3.4.2 Weitere Krankheitszusammenhänge
3.5 Dysfunktionen des Pankreas
3.5.1 Akute Pankreatitis:
3.5.2 Pankreaskarzinom
3.6 Dysfunktionen des Duodenums
3.6.1 Ulcus duodeni
3.6.2 Papillenstenose (der Papilla duodeni major)
3.6.3 Weitere Krankheitszusammenhänge
3.7 Osteopathische Untersuchungs- und Behandlungsmethoden
3.7.1 Kurze Einführung in das osteopathische Konzept
3.7.2 Die Funktion des Osteopathen
3.8 Medizinische Untersuchungs- und Behandlungsmethoden
4. Osteopathische Einwirkungen auf den Gallenkreislauf
5. Osteopathische Einwirkungen auf den Gallenkreislauf betreffende Strukturen
5.1 Osteopathie und Leber
5.2 Osteopathie und Dünndarm
5.3 Osteopathie und Pankreas
5.4 Osteopathie und Duodenum
6. Gegenüberstellung der aktuellen Erkenntnisse der Grundlagenforschung und der herrschenden viszeralen osteopathischen Konzepte
7. Schlussfolgerung und Diskussion
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Stand des enterohepatischen Kreislaufs sowie dessen embryologische, anatomische und physiologische Grundlagen umfassend darzustellen, um daraus fundierte Ansätze für eine osteopathische Behandlung abzuleiten.
1.1.1 Der enterohepatische Kreislauf
Der enterohepatische Kreislauf bezeichnet den Kreislauf der Gallensäuren zwischen der Leber und dem Darm.
Der im Körper vorhandene Gallensäurevorrat von ca. 2-4 g ist für die im Dünndarm stattfindende Fettverdauung nicht ausreichend. Daher hat der Körper ein „Gallensäuren-Recyclingsystem“ entwickelt, bei dem über 95% der Gallensäuren nach Abschluss der Fettverdauung im terminalen Ileum über einen Na+-Symporter (sekundär aktiv) ins Blut rückresorbiert werden. Zusammen mit dem Pfortaderblut gelangen die Gallensäuren zurück zur Leber, werden dort von den Leberzellen, den Hepatozyten, aufgenommen und nach dem chemischen Prozess der Glukuronidierung erneut in die Gallenkanälchen sezerniert, von wo sie dann den Kreislauf erneut beginnen.
Dieser Kreislauf der Gallensäuren wird täglich circa 6 -12 mal durchlaufen und dabei durch die Nahrungszusammensetzung bestimmt. Durch diese Wiederverwertung werden nur etwa 200-600 mg an Gallensäuren täglich mit dem Stuhl ausgeschieden und neu synthetisiert. Dieses Recycling-System dient somit einer starken Entlastung der Leber, die auf diese Weise täglich nur ein Minimum an Gallensäure produzieren muss.
1. Einführung: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis zu Embryologie, Anatomie und Physiologie der beteiligten Organe (Leber, Galle, Pankreas, Dünndarm) sowie deren Zusammenhänge.
2. Verbindungen der einzelnen Systeme mit anderen Strukturen: Hier werden die vielfältigen kontinuierlichen und diskontinuierlichen Verbindungen der Organe untereinander und mit anderen anatomischen Strukturen detailliert beschrieben.
3. Dysfunktionen bzw. Krankheitsbilder im Bereich des Gallensystems und der Organe, die den enterohepatischen Kreislauf beeinflussen: Dieses Kapitel befasst sich mit medizinischen Krankheitsbildern und Dysfunktionen, die sich negativ auf das Gallensystem auswirken können.
4. Osteopathische Einwirkungen auf den Gallenkreislauf: Hier werden die Möglichkeiten der Osteopathie diskutiert, direkt oder indirekt regulierend auf den Gallenkreislauf einzuwirken.
5. Osteopathische Einwirkungen auf den Gallenkreislauf betreffende Strukturen: Dieses Kapitel erläutert spezifische osteopathische Herangehensweisen bei Dysfunktionen der Leber, des Dünndarms, des Pankreas und des Duodenums.
6. Gegenüberstellung der aktuellen Erkenntnisse der Grundlagenforschung und der herrschenden viszeralen osteopathischen Konzepte: Eine kritische Evaluation der Diskrepanzen zwischen schulmedizinischen Studien und osteopathischen Empirie-Konzepten.
7. Schlussfolgerung und Diskussion: Das Fazit der Arbeit plädiert für eine Symbiose von medizinischem Fachwissen und osteopathischer Praxis.
Enterohepatischer Kreislauf, Gallensäuren, Leberphysiologie, Osteopathie, Viszerale Osteopathie, Gallenblase, Pankreas, Dünndarm, Duodenum, Bilirubin, Gallensekretion, Dysfunktion, anatomische Zusammenhänge, Selbstheilungskräfte, klinische Diagnose.
Die Arbeit behandelt den wissenschaftlichen Stand zum enterohepatischen Kreislauf und seinen assoziierten Organen aus medizinischer und osteopathischer Sicht.
Die zentralen Felder sind die Embryologie, Anatomie und Physiologie von Leber, Galle, Pankreas und Dünndarm sowie deren osteopathische Relevanz.
Das Ziel ist es, eine Wissensgrundlage für eine zeitgemäße, osteopathische Behandlung von Dysfunktionen des Gallensystems zu schaffen.
Es handelt sich um eine Literaturstudie, die Fachzeitschriften und osteopathische Fachliteratur auswertet und gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Organstrukturen, deren gegenseitige Verbindungen, die Beschreibung von Krankheitsbildern und die Erörterung osteopathischer Behandlungsansätze.
Wichtige Begriffe sind enterohepatischer Kreislauf, viszerale Osteopathie, Organ-Autonomie und die Verbindung von schulmedizinischer Forschung und manueller Therapie.
Still bezeichnet die Leber als „überdauernde Plazenta aller Lebewesen“ und sieht sie als essenzielle Schlüsselstelle für die Gesundheit des gesamten Organismus.
Aufgrund seiner zentralen Lage und seiner vielfältigen faszialen Verbindungen fungiert das Duodenum als stabilisierende Struktur für benachbarte Organe.
Es ist ein diagnostisches Zeichen bei Gallenblasenerkrankungen, bei dem die Gallenblasenkompression während der Einatmung Schmerzen auslöst.
Das MALT-System (Mucosa associated lymphatic tissue) dient als immunologische Verteidigungsbarriere des Körpers im Bereich der Schleimhäute.
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