Diplomarbeit, 2011
94 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen des Multi-Channel-Handels
2.1 Der Begriff des Multi-Channel-Handels
2.2 Der Begriff des Einzelhandels
2.2.1 Stationärer Einzelhandel
2.2.2 Electronic Commerce
2.3 Der Begriff der Multi-Channel-Strategie
3 Internetinduzierte Veränderungen im stationären Einzelhandel
3.1 Einführende Betrachtung der Veränderungen
3.2 Unternehmensbezogene Veränderungen
3.2.1 Dynamik und Komplexität des Wettbewerbs
3.2.2 Entwicklungen der Wertschöpfungskette
3.2.3 Virtualisierung
3.3 Konsumentenbezogene Veränderungen
3.3.1 Multioptionales Konsumentenverhalten
3.3.2 Multi-Channel-Verhalten
3.4 Zusammenfassung
4 Herausforderungen des Multi-Channel-Handels
4.1 Ressourcenallokation
4.2 Koordination der Kanäle
4.2.1 Generierung von Synergien
4.2.2 Entstehung von Dissynergien
5 Beobachtbare Multi-Channel-Strategien im deutschen stationären Einzelhandel
5.1 Allgemeine Beschreibung der Vorgehensweise
5.2 Formen der organisatorischen Umsetzung
5.2.1 Kooperationen
5.2.2 Unternehmensübernahme
5.2.3 Eigenerstellung
5.3 Bereiche der Kanal-Koordination
5.3.1 Konsumentenorientierte Koordination
5.3.2 Interne Prozess- und Managementorganisation
5.4 Zusammenfassung
6 Erklärungsansätze zur Wahl einer geeigneten Multi-Channel-Strategie
6.1 Einführung
6.2 Integrierte Strategie
6.3 Alternative Lösungsansätze
7 Resümee
Diese Arbeit untersucht die strategische Notwendigkeit für den deutschen stationären Einzelhandel, Multi-Channel-Strategien einzuführen, um auf veränderte Wettbewerbsbedingungen und das multioptionale Konsumentenverhalten zu reagieren. Das primäre Ziel ist es, Erklärungsansätze für eine optimale Ausgestaltung dieser Strategien zu finden und die Herausforderungen sowie Koordinationsbereiche im Spannungsfeld zwischen stationärem Handel und E-Commerce aufzuzeigen.
3.2.1 Dynamik und Komplexität des Wettbewerbs
Im Vergleich zu traditionellen Märkten führen die besonderen Eigenschaften des Internets zu einer verstärkten Transparenz des Marktes und einem Abbau von Informationsasymmetrien. In der Literatur wird auch von einem sogenannten „Friktionsabbau“ gesprochen, der hauptsächlich durch die hohe Verfügbarkeit von Informationen im Internet ausgelöst wird. Friktionen bezeichnen dabei Faktoren, die den Wechsel zwischen verschiedenen Anbietern erschweren und den Nachfrager, aufgrund von potentiellen Such- und Wechselkosten, an einen speziellen Anbieter binden. Das Internet bietet durch den freien und ortsunabhängigen Zugang zu Informationen verbesserte Vergleichsmöglichkeiten sowie eine größere Übersicht über Produktsortimente, Preise und Anbieter. Dies führt zu einer steigenden Transparenz und zum Abbau von Informationsasymmetrien, was eine Verschiebung der allgemeinen Verhandlungsmacht zugunsten der Konsumenten zur Folge hat.
Unter Markteintrittsbarrieren werden Faktoren verstanden, die potentielle neue Akteure von einem Markteintritt abhalten. Dies können sowohl strukturelle, strategische als auch institutionelle Barrieren sein.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Einfluss der Internet-Diffusion auf den Einzelhandel und stellt die Forschungsfrage nach einer optimalen Multi-Channel-Strategie.
2 Grundlagen des Multi-Channel-Handels: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe des Multi-Channel-Handels, des Einzelhandels sowie der Multi-Channel-Strategie im Kontext von Transaktionsprozessen.
3 Internetinduzierte Veränderungen im stationären Einzelhandel: Das Kapitel analysiert die durch das Internet hervorgerufenen Veränderungen des Wettbewerbsumfelds und des Konsumentenverhaltens sowie deren Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette.
4 Herausforderungen des Multi-Channel-Handels: Hier werden die zentralen Hürden bei der Strategieumsetzung wie Ressourcenallokation und die komplexe Koordination von Distributionskanälen diskutiert.
5 Beobachtbare Multi-Channel-Strategien im deutschen stationären Einzelhandel: Das Kapitel analysiert praktische Umsetzungsformen wie Kooperationen, Akquisitionen und Eigenerstellung anhand von Branchenbeispielen.
6 Erklärungsansätze zur Wahl einer geeigneten Multi-Channel-Strategie: Dieses Kapitel stellt Lösungsansätze vor, insbesondere die integrierte Strategie als überlegene Form der Kanalabstimmung.
7 Resümee: Das Resümee fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen wie den Mobile Commerce.
Multi-Channel-Handel, Stationärer Einzelhandel, E-Commerce, Multi-Channel-Strategie, Konsumentenverhalten, Synergieeffekte, Dissynergien, Kanal-Koordination, Disintermediation, Cybermediation, Reintermediation, Strategische Herausforderungen, Wettbewerbsdynamik, Transaktionskosten, Markttransparenz
Die Diplomarbeit befasst sich mit der strategischen Herausforderung für stationäre Einzelhändler in Deutschland, den internetbasierten Vertriebskanal erfolgreich in ihre Unternehmensstruktur zu integrieren.
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Multi-Channel-Handels, die durch das Internet veränderten Wettbewerbsbedingungen, die Analyse von Synergie- und Dissynergieeffekten sowie die organisatorische Umsetzung von Multi-Channel-Strategien.
Das Ziel ist die Identifizierung von Erklärungsansätzen für eine optimale Ausgestaltung einer Multi-Channel-Strategie, basierend auf Literaturrecherche und empirischen Beobachtungen in der deutschen Einzelhandelslandschaft.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse und ergänzt diese durch Experteninterviews, um die Dynamik und Aktualität der Thematik in der Praxis abzubilden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse internetinduzierter Marktveränderungen, die Untersuchung der damit verbundenen Herausforderungen (Ressourcenallokation, Kanalkoordination) und die Darstellung konkreter Strategieformen (Kooperationen, Akquisitionen, Eigenerstellung).
Wesentliche Begriffe sind Multi-Channel-Strategien, stationärer Einzelhandel, E-Commerce, Synergieeffekte, Disintermediation und Kanalkoordination.
Die integrierte Strategie wird als überlegener Lösungsansatz dargestellt, da sie eine vollständige Abstimmung zwischen physischem und virtuellem Kanal ermöglicht, was den heutigen Anforderungen an Konsumentenzufriedenheit am besten entspricht.
Während Disintermediation die Umgehung traditioneller Handelsstufen durch Hersteller beschreibt, bezeichnet Cybermediation neue Formen der Intermediation, bei denen Unternehmen das Internet nutzen, um innovative Mittlerfunktionen auszuüben.
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