Bachelorarbeit, 2012
110 Seiten, Note: 1,7
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
1 Einführung und Problemstellung
1.1 Zielsetzung und Motivation der Arbeit
2 Technische Grundlagen
2.1 Überwachungsmöglichkeiten
3 Internetnutzung am Arbeitsplatz in Deutschland
3.1 Dienstliche, dienstlich veranlasste und privater Internetnutzung
3.2 Nachträgliche Untersagung der Privatnutzung
3.3 Arbeitgeberinteressen der Internetüberwachung
3.3.1 Überwachung der vertraglichen Arbeitsleistung
3.3.2 Vermeidung zusätzlicher Kosten
3.3.3 Ausschluss der Haftung
3.3.4 Verhinderung einer Systemüberlastung
3.3.5 Vermeidung eines Imageschadens
3.3.6 Unterbinden strafbarer Handlungen
3.3.7 Schutz vor Wirtschaftsspionage
3.4 Kontrollbefugnisse des Arbeitgebers
3.4.2 Kontrollmöglichkeiten bei erlaubter privater Nutzung
3.4.2 Kontrollmöglichkeiten bei dienstlicher Nutzung
3.5 Arbeitsrechtliche Konsequenzen bei Pflichtverstößen
3.6 Folgen einer rechtswidrigen Überwachung
4 Internationaler Vergleich der Internetnutzung
4.1 Europa
4.2 USA und Kanada
4.3 Asien
4.4 Mittlerer Osten und Afrika
4.5 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten
4.6 Australien und Neuseeland
4.7 Lateinamerika
5 Konzeptionelle Umsetzung
5.1 Juristische und technische Anforderungen
5.2 Organisatorische Gliederung
5.3 Compliance und Risikomanagement
5.3.1 IT-Grundschutz nach BSI
5.3.2 ISO/IEC 27001
5.4 Make-or-Buy-Entscheidung
5.5 Maßnahmen zur Haftungsprävention
5.6 Theoretischer Ablauf
6 Fragebogen
6.1 Aufbau des Fragebogens
6.1.1 Block 1 - Fragen zu Ihrem Unternehmen
6.1.2 Block 2 - Fragen zur Internetnutzung
6.2.3 Block 3 - Fragen zu Content-Filtern
7 Auswertung
7.1 Block 1 - Fragen zu Ihrem Unternehmen
7.2 Block 2 - Fragen zur Internetnutzung
7.3 Block 3 - Fragen zu Content-Filtern
8 Eigene Bewertung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Implementierung zentralisierter Content-Filter-Systeme in internationalen Organisationen unter Berücksichtigung nationaler rechtlicher Rahmenbedingungen. Ziel ist es, technische und juristische Lösungsansätze zu identifizieren und zu bewerten, um Haftungsrisiken zu minimieren und die IT-Infrastruktur effizient zu standardisieren.
3.3.1 Überwachung der vertraglichen Arbeitsleistung
Die Hauptpflicht des Arbeitnehmers ist nach § 611 Abs. 1 BGB die Erbringung der Arbeitsleistung. Wurde die Arbeitsleistung erbracht, ist der Arbeitgeber zur Zahlung einer Vergütung verpflichtet.62 Wird die Arbeitsleistung hingegen nicht erbracht, kann der Arbeitgeber die Erfüllung der Vergütungspflicht verweigern.63 Daher muss der Arbeitgeber die Möglichkeit haben, die Erfüllung der Aufgaben zu überwachen, jedoch ist fraglich, ob er hierbei technische Hilfsmittel einsetzen darf.64 Bestehen zusätzlich Richtlinien für den Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln, so hat der Arbeitgeber ein Kontrollinteresse, ob diese Regelungen tatsächlich eingehalten werden.65 Der Arbeitnehmer muss sich zur Aufrechterhaltung der betrieblichen Ordnung, Kontrollen durch den Arbeitgeber unterwerfen.66
Der Vorstand einer Aktiengesellschaft, der eine persönliche Haftung nach § 93 Abs. 2 S. 1 AktG vermeiden möchte, hat geeignete Kontrollmechanismen einzurichten, um Arbeitnehmer hinsichtlich ihres rechtmäßigen Verhaltens zu kontrollieren. Hierzu zählen überraschende Stichprobenkontrollen.67 Eine ähnliche Verpflichtung trifft den Geschäftsführer einer GmbH nach § 43 Abs. 2 GmbHG.68
1 Einführung und Problemstellung: Das Kapitel erläutert den wachsenden Kostendruck in Unternehmen sowie die Notwendigkeit, IT-Infrastrukturen durch zentrale Systeme zu optimieren.
2 Technische Grundlagen: Es werden die Funktionsweisen von Internet, World Wide Web sowie die technischen Möglichkeiten der Überwachung durch Firewalls und Content-Filter beschrieben.
3 Internetnutzung am Arbeitsplatz in Deutschland: Dieser Teil befasst sich detailliert mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, Arbeitgeberinteressen und Haftungsfragen bei der Internetnutzung im deutschen Arbeitsrecht.
4 Internationaler Vergleich der Internetnutzung: Das Kapitel analysiert länderspezifische Unterschiede bei Zensur und regulatorischen Anforderungen an die Internetnutzung weltweit.
5 Konzeptionelle Umsetzung: Hier wird ein theoretisches Modell für den Einsatz von Content-Filtern unter Berücksichtigung juristischer und organisatorischer Standards entwickelt.
6 Fragebogen: Es wird die Methodik zur Erhebung praxisnaher Daten bei internationalen Organisationen durch Experteninterviews dargelegt.
7 Auswertung: Die Ergebnisse der durchgeführten Befragungen werden analysiert, um den tatsächlichen Grad der Umsetzung von Kontrollmaßnahmen in Organisationen aufzuzeigen.
8 Eigene Bewertung und Ausblick: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung internationaler Urheberrechtsnormen und deren Einfluss auf Unternehmen.
Internet, Content-Filter, Arbeitsrecht, Datenschutz, Haftung, IT-Sicherheit, Betriebsvereinbarung, Compliance, Urheberrecht, Überwachung, Internetnutzung, Best-Practice, Risikomanagement, Firewall, Arbeitgeberinteressen
Die Arbeit behandelt die Implementierung und rechtliche Zulässigkeit von zentralisierten Content-Filter-Systemen, um die Internetnutzung in global agierenden Organisationen zu kontrollieren.
Die Schwerpunkte liegen auf dem IT-Recht, den arbeitsrechtlichen Möglichkeiten der Kontrolle, den Herausforderungen bei der grenzüberschreitenden IT-Konfiguration sowie der Haftungsprävention für Unternehmen.
Ziel der Bachelor-Thesis ist es, ein Konzept für Content-Filter zu erstellen, das sowohl den landesspezifischen rechtlichen Bedingungen als auch den Unternehmenszielen der zentralisierten IT-Infrastruktur gerecht wird.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu rechtlichen und technischen Grundlagen sowie eine empirische Untersuchung in Form von Experteninterviews mit IT-Verantwortlichen.
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen, eine detaillierte Analyse der deutschen Rechtslage, einen internationalen Vergleich von Zensurpraktiken und ein konzeptionelles Modell für die betriebliche Implementierung.
Zu den prägenden Begriffen gehören Content-Filter, Arbeitnehmerdatenschutz, Haftung des Anschlussinhabers, Compliance und IT-Grundschutz.
Bei rein dienstlicher Nutzung hat der Arbeitgeber weitergehende Kontrollrechte, während bei erlaubter Privatnutzung das Fernmeldegeheimnis und strengere datenschutzrechtliche Beschränkungen zu beachten sind.
Sie ermöglicht es Benutzern, trotz einer Sperrung durch den Content-Filter eine Webseite im Einzelfall aufzurufen, was die Flexibilität erhöht, aber einer Protokollierung bedarf.
Es dient als Beispiel für eine internationale Entwicklung bei der Urheberrechtsverfolgung, die Unternehmen dazu zwingen könnte, ihre eigene Providerhaftung stärker zu kontrollieren.
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