Examensarbeit, 2011
33 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Begriffsabgrenzung
2.1 Einleitung
2.2 Intelligenz und Begabung
2.3 Hochbegabung
3 Modelle der Hochbegabung
3.1 Einleitung
3.2 Drei Ring Modell
3.3 Triadisches Interdependenz Modell
3.4 Münchner Hochbegabten Modell
4 Identifikation von besonderen Begabungen
4.1 Einleitung
4.2 Bedeutung und Notwendigkeit der Identifikation Hochbegabter
4.3 Identifikationsverfahren
4.3.1 Einleitung
4.3.2 Subjektive Identifikationsverfahren
4.3.3 Objektive Identifikationsverfahren
5 Förderung von besondern Begabungen
5.1 Einleitung
5.2 Bedeutung und Notwendigkeit der Förderung Hochbegabter
5.3 Fördermaßnahmen
5.3.1 Einleitung
5.3.2 Akzeleration
5.3.3 Enrichment
6 Fazit
Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Identifikation und Förderung hochbegabter Kinder im schulischen Kontext auseinander. Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit einer individuellen Begabtenförderung zu begründen und zu klären, wie diese trotz Vorbehalten hinsichtlich einer möglichen Elitenbildung sozialverträglich und effektiv gestaltet werden kann.
3.2 Drei Ring Modell
Im Jahre 1978 legte Renzulli das sog. „Drei Ring Modell“ der Hochbegabung vor, welches insbesondere wegen seiner Schlichtheit und seiner unmittelbaren Eingängigkeit starke Akzeptanz fand. Es handelt sich im Grunde genommen um eine mengentheoretische Darstellung, welche Hochbegabung als Schnittmenge dreier Bereiche auffasst: Überdurchschnittliche Fähigkeiten, Kreativität und Aufgabenverpflichtung. Nur wenn in diesen Bereichen alles stimmt, kann sich nach Renzulli Hochbegabung zeigen und entfalten.
Die überdurchschnittlichen Fähigkeiten umfassen sowohl kognitive Fähigkeiten (=hohes Niveau im abstrakten Denken und Schlussfolgern, im räumlichen Vorstellungsvermögen, im Erinnern und in sprachlicher Gewandtheit, eine gute situative Anpassungsfähigkeit, sowie eine schnelle Informationsverarbeitung und ein schneller Informationszugriff) als auch spezielle Fähigkeiten in anderen Wissengebieten (= Begabungen in einzelnen Bereichen, die Anwendung dieser Fähigkeiten in speziellen Lebensgebieten, der Erwerb von Arbeitstechniken und die Fähigkeit des Bewertens von Informationen, d.h. die „Fähigkeit zum Unterscheiden von wichtigen und unwichtigen Informationen in Bezug auf die Lösung von Einzel- oder komplexen Problemen“.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die steigende Heterogenität in Schulen und stellt die Notwendigkeit einer individuellen Diagnose und Förderung hochbegabter Schüler zur Debatte.
2 Begriffsabgrenzung: Dieses Kapitel arbeitet die begrifflichen Unterschiede zwischen Intelligenz und Begabung heraus und beleuchtet verschiedene wissenschaftliche Klassifikationen von Hochbegabung.
3 Modelle der Hochbegabung: Es werden zentrale Modelle vorgestellt, darunter Renzullis Drei-Ring-Modell, Mönks' triadisches Interdependenz-Modell und das Münchner Hochbegabungsmodell, um die Bedingungen für hohe Leistungsfähigkeit zu veranschaulichen.
4 Identifikation von besonderen Begabungen: Dieses Kapitel diskutiert die Relevanz der Identifikation und vergleicht subjektive Beobachtungsverfahren mit objektiven Testverfahren wie dem Intelligenztest.
5 Förderung von besondern Begabungen: Hier werden pädagogische Ansätze zur Förderung, insbesondere Akzeleration und Enrichment, detailliert beschrieben und ihre Bedeutung für die Persönlichkeitsentfaltung betont.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Argumente für eine notwendige Begabtenförderung zusammen und plädiert für ein Umdenken in der Gesellschaft hin zu einer individuellen, gerechtigkeitsorientierten Förderung.
Hochbegabung, Intelligenz, Begabtenförderung, Identifikation, Drei-Ring-Modell, Münchener Hochbegabungsmodell, Akzeleration, Enrichment, Underachiever, Schulisches Lernen, Begabungsforschung, Pädagogische Diagnostik, Individuelle Förderung, Lernumwelt, Potenzialentwicklung
Die Arbeit untersucht, ob die Identifikation und Förderung hochbegabter Kinder eine sinnvolle pädagogische Aufgabe ist oder ob sie als elitäres und unsoziales Handeln eingestuft werden muss.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Begabung, verschiedene wissenschaftliche Hochbegabungsmodelle, Identifikationsmethoden sowie konkrete schulische Fördermaßnahmen.
Ziel ist es, die Notwendigkeit von Förderkonzepten aufzuzeigen, um Fehlentwicklungen bei hochbegabten Schülern zu vermeiden und ihr individuelles Potenzial optimal zu entfalten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer theoretischen Auseinandersetzung mit führenden psychologischen Modellen der Hochbegabung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Modellbildung, die Erläuterung diagnostischer Verfahren (subjektiv vs. objektiv) und die Vorstellung von Fördermaßnahmen wie Akzeleration und Enrichment.
Die wichtigsten Schlagworte sind Hochbegabung, Identifikation, individuelle Förderung, Leistungsfähigkeit, Underachiever und Schulisches Curriculum.
Das Modell wird kritisiert, da es Begabung mit Leistung gleichsetzt und somit Underachiever (hohe Intelligenz bei geringer Leistung) nicht eindeutig einordnen kann.
Es wird als führend betrachtet, da es differenzierte Begabungsfaktoren, nicht-kognitive Persönlichkeitsmerkmale und Umweltfaktoren kombiniert und somit ein multidimensionales Verständnis von Hochleistung ermöglicht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

