Bachelorarbeit, 2012
94 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Definition SEPA
2.1 Problemstellung
2.2 Zielsetzung und Bedeutung von SEPA
2.3 Teilnehmerländer
3. Die gesetzlichen Voraussetzungen für SEPA
3.1 Zahlungsdiensterichtlinie PSD
3.2 EPC-Richtlinien
3.3 EU-Verordnung Nr. 260/2012
3.4 Deutsches Begleitgesetz
4. Der technische Hintergrund von SEPA
4.1 IBAN
4.2 BIC
4.3 SEPA-Datenformat
4.4 Nachrichtenaufbau
5. Bestandteile von SEPA
5.1 SEPA-Überweisung
5.2 SEPA-Lastschrift
5.2.1 SDD-Core
5.2.2 SDD-B2B
5.2.3 Gläubiger-ID
5.2.4 Pre-Notification
5.2.5 R-Transaktionen
5.2.6 SEPA-Mandat
5.2.6.1 Mandatsarten
5.2.6.2 Mandatserteilungsprozess
5.2.6.3 Mandatsmigration
5.2.6.4 Anforderungen an eine Mandatsverwaltung
5.3 SEPA-Kartenzahlung
6. Auswirkungen von SEPA in einzelne Unternehmensprozesse
7. Umsetzung der SEPA-Anforderungen im SAP-System
7.1 Payment Medium Workbench
7.1.1 Grundlagen
7.1.2 Konfiguration der Zahlungsträgerformate
7.1.3 Prozessablauf
7.2 Data Medium Exchange Engine
7.3 Unterstützung der neuen Zahlungsformate in SAP
7.3.1 SEPA_CT
7.3.2 SEPA_DD
7.4 SEPA-Mandatsverwaltung im SAP
7.4.1 SAP-Datenfelder des Mandats
7.4.2 Verwaltung der SEPA-Mandate
7.4.3 Integration in den Zahllauf
7.4.4 Konfiguration
7.5 Anpassung von Prozessen der Zahlungsabwicklung
7.5.1 Anpassung der Stammdaten für Personenkonten und Banken
7.5.2 Migration deutscher Bankverbindungen in das IBAN-Format
7.5.3 Anpassung der Kontoauszugsverarbeitung
8. Zusammenfassung
Diese Bachelor Thesis erörtert die notwendige Umsetzung der SEPA-Anforderungen (Single Euro Payments Area) im SAP-System. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen die gesetzlichen Vorgaben zur Harmonisierung des Zahlungsverkehrs in Europa technisch innerhalb ihrer SAP-Umgebung realisieren können, unter Berücksichtigung neuer Zahlungsformate und Prozessanpassungen.
4.4 Nachrichtenaufbau
Bei den SEPA-Nachrichten handelt es sich um einen End-to-End-Standard, der die Durchgängigkeit der Datenattribute des SEPA-Formats durch die gesamte Prozesskette vom Zahlungspflichtigen bis zum Zahlungsempfänger gewährleistet. Zur Referenzierung von Nachrichten, Nachrichtenblöcken und Zahlungsaufträgen bieten die neuen SEPA-Datensätze zusätzliche Funktionalitäten. Während beispielsweise in den heutigen DTA-Satzstrukturen die Referenzierung von der Erstellung des Lastschriftsatzes bis zur evtl. Übermittlung der Rücklastschrift ausschließlich über das Abbuchungsdatum und den Verwendungszwecks erfolgt, werden in den XML-Datensätzen Datenelemente zur Verfügung gestellt, die eine eindeutige Referenzierung ermöglichen. Die Kreditinstitute sind verpflichtet, diese Datenfelder unverändert im Interbankenverkehr und in der Schnittstelle Bank zu Kunde durchzureichen, was zur eindeutigen Identifizierung des Zahlungsauftrages führt. Ferner kann dieses eindeutige Merkmal als Referenz im Reklamationsfall gegenüber der Bank oder auch als Zuordnungskriterium für Rückgaben verwendet werden.
Die Referenzierung ist dabei auf Ebene der Nachrichtendatei, auf der der Einzeltransaktion und der des Sammlers möglich. Für die Abwicklung des Massenzahlungsverkehrs (EMZ) ist die Sammlerfunktionalität im DTAUS-Format, die eine Vielzahl von Einzeltransaktionen in einer Zahlungsdatei zusammenfasst, ein wesentlicher Bestandteil, die auch im SEPA-Datenformat integriert wurde. Während die Kreditinstitute verpflichtet sind, die Einzeltransaktionsreferenz bis zum Kunden durchzureichen, dient die Referenzierung für die Nachrichtendatei und den Sammler ausschließlich der Interbankenkommunikation.
1. Einleitung: Einführung in die SEPA-Initiative und die Zielsetzung der Arbeit, die Umsetzung der Anforderungen im SAP-System zu untersuchen.
2. Definition SEPA: Erläuterung der Grundlagen von SEPA als einheitlichem Euro-Zahlungsraum und der gesetzlichen Umstellungspflichten für Unternehmen.
3. Die gesetzlichen Voraussetzungen für SEPA: Darstellung der maßgeblichen Richtlinien und Verordnungen (PSD, EPC, EU-VO 260/2012) als rechtliches Fundament.
4. Der technische Hintergrund von SEPA: Erläuterung der technischen Standards wie IBAN, BIC, dem neuen XML-basierten Datenformat und dem Aufbau der SEPA-Nachrichten.
5. Bestandteile von SEPA: Detaillierte Betrachtung der Zahlungsarten, insbesondere SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschriften (Core/B2B) inklusive der Mandatsverwaltung.
6. Auswirkungen von SEPA in einzelne Unternehmensprozesse: Diskussion der organisatorischen und technologischen Herausforderungen sowie der Chancen zur Prozessoptimierung in Unternehmen.
7. Umsetzung der SEPA-Anforderungen im SAP-System: Kernkapitel zur praktischen Konfiguration von Zahlwegen, PMW, DMEE und der Mandatsverwaltung in SAP ERP.
8. Zusammenfassung: Fazit und Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse zur praktischen SEPA-Implementierung im SAP-Umfeld.
SEPA, SAP, IBAN, BIC, Zahlungsverkehr, Lastschrift, Überweisung, Mandatsverwaltung, XML, ISO 20022, Payment Medium Workbench, PMW, DMEE, Kontoauszug, Finanzbuchhaltung.
Die Arbeit behandelt die praktische Implementierung der SEPA-Anforderungen in einem SAP-ERP-System.
Die zentralen Felder sind die gesetzlichen Anforderungen, die technischen Standards (IBAN/BIC/XML), die neuen SEPA-Zahlungsinstrumente sowie deren Konfiguration in SAP.
Das Ziel ist es, einen Leitfaden für die notwendigen Anpassungen in SAP-Systemen zu bieten, damit Unternehmen rechtzeitig und effizient auf die SEPA-Standards umstellen können.
Die Arbeit basiert auf einer anwendungsorientierten Analyse, die sich auf Fachprozesse, SAP-Systemdokumentationen, Gesetzesrichtlinien und Erhebungen Dritter stützt.
Im Hauptteil werden die technischen Hintergründe wie das SEPA-Datenformat, die Mandatsverwaltung sowie die spezifische Konfiguration von SAP-Tools wie der PMW und DMEE detailliert erörtert.
Zentrale Begriffe sind SEPA, SAP, Mandatsverwaltung, XML-Datenformate und die Anpassung von Buchhaltungsprozessen.
Die Mandatsverwaltung in SAP stellt sicher, dass für SEPA-Lastschriften gültige, dematerialisierte Mandate vorliegen, die im Zahllauf geprüft und verarbeitet werden können.
Da SEPA die Ablösung nationaler Kontonummern vorschreibt, müssen Stammdaten im SAP-System migriert und durch neue Validierungsprüfungen sowie Konvertierungstools aktualisiert werden.
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