Bachelorarbeit, 2012
55 Seiten, Note: 1,5
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Berichterstattung der westdeutschen Presse im März 1969 über den Grenzkonflikt am Ussuri zwischen der Sowjetunion und der Volksrepublik China. Ziel ist es, die Darstellung der Ereignisse in acht großen deutschen Zeitungen und Zeitschriften zu untersuchen, um den Informationsstand der westdeutschen Journalisten zu diesem Thema zu ergründen und die Art und Weise ihrer Berichterstattung zu analysieren.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Schüsse am Ussuri im März 1969 als Ausgangspunkt für die Untersuchung nimmt und die Fragestellung sowie die Vorgehensweise der Arbeit erläutert. Anschließend werden die Presseartikel als Quelle und die verwendeten Presseorgane vorgestellt. Das dritte Kapitel beleuchtet den Grenzkonflikt im Zusammenhang des sowjetisch-chinesischen Konflikts, wobei die Vorgeschichte, die Geschehnisse am Ussuri im März 1969 und die Auswirkungen des Konflikts dargestellt werden. Das vierte Kapitel widmet sich der Untersuchung der Presseartikel anhand von sechs Kriterien, darunter Masse und Umfang der Artikel, Angaben zu den Quellen, Anknüpfung an aktuelle Ereignisse, Spekulationen, Sachlichkeit und Verwendung von Stereotypen. Abschließend wird im fünften Kapitel die Genauigkeit der Berichterstattung aus dem Jahr 1969 mit dem heutigen Forschungsstand verglichen, um festzustellen, ob es in den letzten 40 Jahren zu einem signifikanten Erkenntnisgewinn über die Vorkommnisse am Ussuri gekommen ist.
Sowjetisch-chinesischer Konflikt, Grenzkonflikt, Ussuri, Zhenbao Insel, Damanskij, Kalter Krieg, Presse, Berichterstattung, Nachrichtenagenturen, Propaganda, Stereotypen, Forschungsergebnisse, Entstalinisierung, Kulturrevolution, Sino-Amerikanische Annäherung, Weltpolitik.
Es handelte sich um militärische Gefechte zwischen der Sowjetunion und der Volksrepublik China auf der Insel Zhenbao (russisch: Damanskij) im Grenzfluss Ussuri, die einen Höhepunkt des sowjetisch-chinesischen Zerwürfnisses darstellten.
Die Arbeit untersucht acht große deutsche Zeitungen und Zeitschriften des März 1969. Die Berichterstattung war geprägt von Spekulationen über einen möglichen Krieg und die Verwendung von Stereotypen.
Westdeutsche Journalisten waren auf Informationen der Telegrafenagentur der Sowjetunion (TASS) und der Nachrichtenagentur Neues China (Hsinhua) angewiesen, die sich oft widersprechende Propagandanoten verbreiteten.
Ursachen waren ideologische Differenzen (Entstalinisierung vs. Maoismus), das Streben Chinas nach internationaler Anerkennung und jahrzehntelange Uneinigkeiten über den Verlauf der damals längsten Landgrenze der Welt.
Die Arbeit zieht ein Fazit, indem sie die damaligen journalistischen Analysen mit dem heutigen Forschungsstand vergleicht, um festzustellen, wie viel die Presse damals tatsächlich über die Hintergründe wusste.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

