Bachelorarbeit, 2012
60 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1 Einleitung
2 Politische Kommunikation in sozialen Onlinenetzwerken
3 Methodisches Vorgehen
4 Ergebnisse der Pinnwandanalyse
4.1 Aktivitätswertung
4.2 Kommunikationstypen
4.3 Ergebnisse der formalen Analyse
4.4 Ergebnisse der inhaltlichen Analyse
4.5 Fazit
5 Online-Strategien von PolitikerInnen
5.1 Aufgeschlossene Selbstdarsteller
5.2 Mäßig Aktive
5.3 Distanzierte Nutzer
5.4 Sporadische Nutzer
5.5 Outsourcer
6 Resümee
Die Arbeit analysiert die Online-Strategien von Abgeordneten des Deutschen Bundestags im sozialen Netzwerk Facebook, um aufzudecken, wie diese das Medium für die interpersonale politische Kommunikation nutzen und welche Typologien sich daraus ableiten lassen.
Die Bedeutung des Internets als Quelle der politischen Information
Gleichzeitig habe jedoch „die Bedeutung des Internets als Quelle der politischen Information“ seit 2002 zugenommen. Im Jahr 2009 lasen fast 50 Prozent der Deutschen politische Information im Internet. Bei den Onlinern fällt der Wert mit weit über 70 Prozent noch höher aus. Auch die Nutzung von Onlineangeboten, die Informationen über das politische Tagesgeschehen bereithalten, hat seit 2007 zugenommen und lag bei der Gesamtbevölkerung bei knapp 40 Prozent, bei den Onlinern bei knapp 60 Prozent. Dennoch unterhält sich nach wie vor nur eine Minderheit, die etwa fünf Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht, gelegentlich im Internet über politische Themen. Vergleichbar selten suchen die Bürger über das Internet Kontakt zu Politikern. Unter den Onlinern sind die Werte zwar etwas höher, aber mehr als 90 Prozent suchen im Netz nie den Kontakt zu Politikern. Die Gruppe derjenigen, die Kontakt zu Politikern suchen, das sind vor allem Erwerbstätige, höher Gebildete und Männer, die politisch interessiert sind und eine Parteineigung haben, hat sich durch das Internet nicht verändert. Insgesamt kam es auch nicht vermehrt zu Kontakten. Die Art der Kontaktaufnahme hat sich nur verschoben. Während die Online-Kontaktaufnahme seit 2004 zugenommen hat, ist die Offline-Kontaktaufnahme gesunken. Dennoch hat die Analyse gezeigt, dass diejenigen, „die bereits auf konventionellem Weg in Kontakt mit politischen Verantwortlichen stehen [...] verstärkt die neuen Möglichkeiten des Netzes nutzen, um diese Kontakte zu pflegen.“
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Online-Strategien deutscher Bundestagsabgeordneter auf Facebook systematisch zu erfassen.
2 Politische Kommunikation in sozialen Onlinenetzwerken: Das Kapitel liefert den theoretischen Rahmen und beleuchtet die Rolle des Social Web sowie die Besonderheiten der politischen Online-Kommunikation.
3 Methodisches Vorgehen: Hier werden das Forschungsdesign, die Datenerhebung mittels Pinnwandanalyse sowie der Kriterienkatalog detailliert erläutert.
4 Ergebnisse der Pinnwandanalyse: Dieser Abschnitt präsentiert die empirischen Erkenntnisse, inklusive der Aktivitätswertung und der Analyse von Kommunikationsformen und Inhalten.
5 Online-Strategien von PolitikerInnen: Das Kapitel klassifiziert die untersuchten Politiker in eine Typologie, bestehend aus fünf spezifischen Strategien wie dem aufgeschlossenen Selbstdarsteller oder dem Outsourcer.
6 Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, einer kritischen Reflexion der gewählten Methodik und einem Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
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Die Arbeit untersucht, wie Abgeordnete des Deutschen Bundestags das soziale Netzwerk Facebook nutzen, um mit Bürgern zu kommunizieren und sich online zu präsentieren.
Im Mittelpunkt stehen die Analyse von Online-Strategien, die Art der Interaktion auf Facebook-Pinnwänden und die Frage nach der Professionalität politischer Online-Kommunikation.
Das Ziel ist es, das Kommunikationsverhalten der Politiker systematisch zu erfassen und eine Typologie der verschiedenen Nutzungsweisen zu erstellen.
Die Untersuchung basiert auf einer qualitativen Methode, die eine Pinnwandanalyse von Profilen und Seiten sowie ergänzende Leitfadeninterviews mit Abgeordneten umfasst.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Aktivität der Politiker, die Art der geposteten Inhalte sowie die Dialogbereitschaft und mündet in einer Typologiebildung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie politische Online-Kommunikation, Facebook, Politiker, Selbstdarstellung und Typologiebildung definieren.
Während der aufgeschlossene Selbstdarsteller aktiv selbst postet, den Dialog sucht und das Netzwerk als Kommunikationskanal nutzt, lässt der Outsourcer seine Facebook-Präsenz von Mitarbeitern pflegen und betreibt lediglich einseitige Verbreitung von Pressemitteilungen.
Laut der Autorin liegt dies einerseits am allgemeinen politischen Desinteresse vieler Nutzer und andererseits daran, dass die Struktur der Facebook-Pinnwand eine inhaltliche, tiefergehende Debatte nur eingeschränkt fördert.
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