Diplomarbeit, 2008
87 Seiten, Note: 1,8
1 Definitionen und Abkürzungen
2 Motivation
3 Grundlagen
3.1 Grundlagen der Halbleiterphysik
3.2 Allgemeine Lumineszenz
3.3 Photolumineszenz (PL)
3.4 Physik der Photolumineszenz in der Probe
4 Bau einer Mikro-PL-Apparatur
4.1 Photolumineszenz als Messmethode
4.2 Vorüberlegungen zum Bau einer Mikro-PL
4.3 Umsetzung
4.4 Probleme und Verbesserungsvorschläge
5 Anwendungen der Mikro-PL
5.1 Indiumphosphid
5.1.1 Motivation
5.1.2 Materialcharakteristika
5.1.3 Problembezogene Photolumineszenz an Indiumphosphid
5.1.4 Auswertung der Messergebnisse
5.1.5 Mikro-PL an Indiumphosphid
5.2 Siliziumkarbid
5.2.1 Motivation
5.2.2 Materialcharakteristika
5.2.3 Problembezogene Photolumineszenz an Siliziumkarbid
5.2.4 Auswertung der Messergebnisse
5.2.5 Mikro-PL an Siliziumkarbid
5.3 Feldspäte
5.3.1 Motivation
5.3.2 Materialcharakteristika
5.3.3 Lumineszenz an Feldspäten
5.3.3.01 Lumineszenzdatierung
5.3.3.02 Problembezogene Photolumineszenz an Feldspäten
5.3.4 Auswertung der Messergebnisse
5.3.5 Mikro-PL an Feldspäten
6 Zusammenfassung und Ausblick
Anlage A: Programmierung der Motoransteuerung
Ziel der Arbeit ist die Konstruktion, der Bau und die Erprobung einer Mikro-Photolumineszenz-Apparatur (Mikro-PL), um die räumliche Auflösung herkömmlicher PL-Messungen signifikant zu verbessern. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch den Einsatz dieser neuen Apparatur die optische Charakterisierung von Halbleitern und Mineralen, insbesondere bei der Untersuchung mikroskopischer Strukturen und Prozessspuren, optimiert werden kann.
4.1 Photolumineszenz als Messmethode
Der prinzipielle Aufbau einer PL-Apparatur soll anhand Abb. 3 beschrieben werden. Der anregende Laserstrahl wird zunächst über einen Chopper frequenzmoduliert. Für die Messungen wurden die 351 nm Linie eines Argon-Helium Lasers der Firma COHERENT sowie ein 532 nm DPSS („diode pumped solid state“) Laser der Firma ROITHNER LASERTECHNIK verwendet. Durch den Chopper wird auch das später von der Probe emittierte Licht mit derselben Frequenz moduliert und dem Lock-In-Verstärker als Referenz übergeben.
Eine nach dem Chopper angeordnete Linse fokussiert den noch parallelen Laserstrahl auf die Probe. Das Emissionslicht (s. Abschnitt 2.3) der Probe ist divergent, wird von der Sammellinse kollimiert und über eine zweite Linse auf den Monochromator-Eintrittsspalt fokussiert (vgl. Abb. 3). Der Aufbau des hier verwendeten Monochromators ist analog zu dem eines Czerny-Turner-Gittermonochromators (vgl. Abb. 4).
Über einen Kollimatorspiegel gelangt das Emissionslicht auf das Gitter. Bei vollständiger Ausleuchtung ist die durch das Gitter bedingte spektrale Auflösung maximal (s. (6)). Die Auflösung des gesamten Monochromators schließlich wird durch die endliche Breite des Eintritts- bzw. Austrittsspaltes (S, Lineardispersion, (7)) und das Gitter selbst (Winkeldispersion, (8)) begrenzt.
Das den Detektor erreichende Signal (VS), welches vom emittierten Licht der Probe verursacht wird, multipliziert der Lock-In-Verstärker mit dem vom Chopper übergebenen Referenzsignal (VR) (12, 13, Abb. 3). Am Ausgang VA erhält man zwei Wechselstromsignale mit der Summe und der Differenz aus Chopperfrequenz ωR und Frequenz des von der Probe emittierten Lichts ωS (14).
1 Definitionen und Abkürzungen: Bietet ein Glossar der wichtigsten Fachbegriffe und Abkürzungen, die im Kontext der Arbeit verwendet werden.
2 Motivation: Erläutert die Bedeutung der Mikroelektronik und die Notwendigkeit fortschrittlicher Charakterisierungsmethoden für Halbleitermaterialien.
3 Grundlagen: Vermittelt theoretische Kenntnisse zur Halbleiterphysik, Lumineszenz und zur Physik der Photolumineszenz in Proben.
4 Bau einer Mikro-PL-Apparatur: Beschreibt den Aufbau der Apparatur, die Vorüberlegungen, die konstruktive Umsetzung sowie aufgetretene technische Herausforderungen und Lösungen.
5 Anwendungen der Mikro-PL: Präsentiert die praktische Erprobung der Apparatur an den Materialien Indiumphosphid, Siliziumkarbid und Feldspäten zur Analyse von Defekten und Materialeigenschaften.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Ergebnisse der Konstruktion und Anwendung zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.
Mikro-PL, Photolumineszenz, Halbleiterphysik, Indiumphosphid, Siliziumkarbid, Feldspäte, Defektinventar, Charakterisierungsmethode, Ortsauflösung, LabView, Temperprozess, Micropipes, IR-Lumineszenz, Materialcharakteristika
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption, der praktischen Konstruktion und der anschließenden Erprobung einer Mikro-Photolumineszenz-Apparatur (Mikro-PL), um die Analyse von Halbleitern und Mineralen mit höherer räumlicher Auflösung zu ermöglichen.
Zentral sind die optische Charakterisierung von Materialien mittels Photolumineszenz, der Bau optischer Messaufbauten sowie die Untersuchung von Defekten und Prozessspuren in Indiumphosphid, Siliziumkarbid und Feldspäten.
Das primäre Ziel ist der Aufbau eines Systems, das in der Lage ist, mikroskopische Strukturen (im Bereich einiger Mikrometer) auf Oberflächen zu untersuchen, was mit der zuvor genutzten Makro-PL-Apparatur nicht möglich war.
Die Arbeit nutzt die Photolumineszenz-Spektroskopie und -Topographie als zerstörungsfreie Messmethoden, ergänzt durch softwaregestützte Automatisierung mittels LabView zur Erstellung räumlich aufgelöster Messdaten.
Der Hauptteil gliedert sich in die technische Beschreibung des Aufbaus der Mikro-PL-Apparatur und die detaillierte Anwendungsanalyse an verschiedenen Probenmaterialien, inklusive Auswertung und Vergleich der Messergebnisse.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mikro-PL, Halbleitercharakterisierung, Defektanalytik, räumliche Auflösung und Prozessoptimierung beschreiben.
Sogenannte Micropipes können als Ursache für strukturelle und elektrische Inhomogenitäten dienen, die die Leistungsfähigkeit von Halbleiterbauelementen massiv beeinträchtigen und bis hin zum Totalausfall führen können.
Feldspäte zeigen eine spezifische Infrarot-Lumineszenz, die in der Geologie für Datierungsmethoden genutzt wird; eine präzisere optische Kartierung hilft, Zusammenhänge zwischen ihrer chemischen Zusammensetzung und diesen Lumineszenzeigenschaften besser zu verstehen.
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