Diplomarbeit, 2012
102 Seiten, Note: 3
1. Vorwort
2. Einleitung
2.1 Erkenntnisinteresse
2.2 Aufbau der Diplomarbeit
3. Frauenhandel – ein Überblick
3.1 Historisches
3.1.1 Krieg und Sklaverei
3.1.2 Prostitution in Polen in der NS-Besatzungszeit
3.1.3 Ethisch-religiöse Wurzeln der Prostitutionspolitik in Europa
3.2 Frauenhandel im Kontext der Migration
3.2.1 Das Bild der Frau im Kontext der Migration
3.2.2 Migrantinnen in Österreich
3.2.3 Migration und Sexarbeit
3.2.4 Frauenhandelsströme aus Osteuropa
3.3 Freiwillige vs. gezwungene Prostitution
3.3.1 Prostitution und das Verhältnis der Geschlechter
3.3.2 Das Bild der Gesellschaft von Sexarbeit
3.3.3 Das Phänomen „Freier“
3.3.4 Rechtliche Situation
3.3.5 Politische Diskussion über Prostitution und Menschenhandel am Beispiel Slowenien
3.3.6 Die Situation in den Zielländern
4. Frauenhandel in Europa
4.1 Russland als Beispiel für ein osteuropäisches Land
4.2 Deutschland als Beispiel für ein westeuropäisches Land
4.3 Frauenhandel in Österreich
4.3.1 Geschichte
4.3.2 Frauenhandel heute – ein Überblick
4.3.3 Mediendarstellung – ein Fallbeispiel anhand von Kärntner Printmedien
5. Politische Strategien zur Bekämpfung von Frauenhandel
5.1 Möglichkeiten der Prävention in Europa
5.2 Aktuelle, internationale Maßnahmen zur Bekämpfung des Frauenhandels und zum Schutz der Betroffenen
5.2.1 Vereinte Nationen
5.2.2 Europäische Union
5.2.3 Europarat
5.3 Rechtspraxis zu Menschenhandel am Beispiel Österreich
6. Interventionsstellen im deutschsprachigen Europa
6.1 Der Verein LEFÖ – Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels
6.1.1 Ziele der Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels
6.1.2 Kontaktherstellung zur Interventionsstelle
6.1.3 Beratung und Betreuungsablauf
6.1.4 Notwohnung und Übergangswohnung
6.1.5 Rechtliche und psychosoziale Begleitung
6.1.6 Rückkehrvorbereitung
6.1.7 Rahmenbedingungen für die Arbeit von LEFÖ/IBF
6.1.8 Kooperationsarbeit
6.1.9 Öffentlichkeitsarbeit
6.1.10 Personalschlüssel
6.2 FIZ – Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration
6.2.1 Zielgruppe
6.2.2 Ziele der Interventionsstelle
6.2.3 Beratung und Betreuung
6.2.4 Projekt Schutzwohnung
6.2.5 Bildungsangebote für die Öffentlichkeit
6.2.6 Kooperationsarbeit
6.3 Jadwiga – Fachberatungsstelle
6.3.1 Zielgruppe
6.3.2 Beratungs- und Betreuungsablauf
6.3.3 Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit
7. Die sozialpädagogische Arbeit der Interventionsstellen
7.1 Theorie zur multiperspektivischen Fallarbeit
7.2 Fallbeispiel 1
7.3 Selbstfürsorge des Beraters
8. Resumee
Die Arbeit analysiert das komplexe Phänomen des Frauenhandels im europäischen Kontext, insbesondere unter Berücksichtigung der Rolle der Migration und der rechtlichen Rahmenbedingungen. Das primäre Ziel besteht darin, die Herausforderungen für die Soziale Arbeit aufzuzeigen und zu untersuchen, inwieweit Interventionsstellen Betroffene effektiv unterstützen können, um ihnen ein selbstständiges Leben zu ermöglichen.
3.1.1 Krieg und Sklaverei
„Sklaverei ist die vollständige Verknechtung des Menschen mit dem Ziel, ihn vielfältige Art auszubeuten. Als eine spezifische Art des Parasitentums begegnen wir ihr im Wirtschaftsleben, im Verhältnis der Geschlechter zueinander wie in der Psychologie und Ethik der zwischenmenschlichen Beziehungen. Ihre Basis ist nackte Gewalt: Das Opfer verliert jedwede Verfügung über sich selbst und gerät unter die absolute Herrschaft eines anderen.“ (Arlacchi 2000, S. 13)
Das Phänomen Sklaverei und Menschenhandel geht bis in die Antike zurück. Die Gleichsetzung von Haustier und Sklave zieht sich durch die gesamte Geschichte. Ein Beispiel hierfür ist der Tauschhandel, so wurden Tiere gegen Menschen gehandelt. Es zeigt sich nur ein Fortschritt, nämlich jener, dass die Sklaverei nicht mehr etwas Natürliches ist. Heute trauen sich nicht einmal mehr die Führungspositionen totalitärer Regime die Menschenrechtserklärung in Frage zu stellen. Das heißt aber nicht, dass Versklavung nicht mehr gibt. Durch die immer zunehmende Globalisierung ist sie präsenter denn je. Die zeitgenössische Versklavung bringt auch keine neuen Formen herbei, sondern es gibt sie schon seit tausenden von Jahren. Die häufigsten Formen sind hierbei die erzwungene Prostitution, die Zwangsarbeit und die Schuldknechtschaft. Aber heute, so wie seit der Antike und auch später wird die Sklaverei hauptsächlich durch Gewalt aufrechterhalten. Niemand wird freiwillig niedere Arbeiten verrichten. Immer wieder haben sich die Betroffenen zur Wehr gesetzt. Die afrikanischen Sklaven (während der Kolonialisierung) waren meist Kriegsgefangene. Viele von ihnen sprangen bei der Überreise lieber vom Schiff und ertranken oder sie verweigerten Essen und Medikamente. Das traurigste Kapitel dieser Geschichte nimmt aber die Eroberung Amerikas ein. Einige Indianer nahmen lieber den Tod in Kauf, als dass sie sich von den Europäern versklaven ließen. Indianer zur Arbeit zu zwingen, bedeutete für viele, ihnen den Sinn des Lebens zu rauben.
1. Vorwort: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Motivation zur Wahl des Themas und bedankt sich bei den unterstützenden Institutionen und Experten.
2. Einleitung: Hier werden das Erkenntnisinteresse, die Relevanz des Themas für die soziale Arbeit und der Aufbau der gesamten Diplomarbeit dargelegt.
3. Frauenhandel – ein Überblick: Dieses Kapitel definiert den Begriff Frauenhandel und beleuchtet historische sowie soziokulturelle Hintergründe, die Dynamik der Migration und ethische Perspektiven.
4. Frauenhandel in Europa: Es wird die spezifische Situation in Russland, Deutschland und Österreich analysiert, inklusive historischer Entwicklungen und medialer Wahrnehmung.
5. Politische Strategien zur Bekämpfung von Frauenhandel: Dieses Kapitel erläutert präventive Maßnahmen sowie internationale Strategien von UN, EU und Europarat.
6. Interventionsstellen im deutschsprachigen Europa: Detaillierte Vorstellung der Arbeitsweisen und Konzepte von LEFÖ/IBF, FIZ und Jadwiga.
7. Die sozialpädagogische Arbeit der Interventionsstellen: Analyse des Berufsbildes anhand theoretischer Fallarbeit nach Burkhard Müller und eines konkreten Fallbeispiels sowie Reflexion der Selbstfürsorge der Berater.
8. Resumee: Abschließende Reflexion über die Ursachen, notwendige Maßnahmen und die zentrale Rolle der Sozialen Arbeit beim Schutz der Betroffenen.
9. Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Bücher und Internetquellen.
Frauenhandel, Zwangsprostitution, Migration, Soziale Arbeit, Menschenrechte, Interventionsstelle, Opferhilfe, Fallarbeit, Prävention, Aufenthaltsstatus, Psychosoziale Begleitung, Empowerment, Prostitution, Menschenrechte, Menschenhandel.
Die Arbeit untersucht das Phänomen des Frauenhandels, insbesondere zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, und analysiert die unterstützenden Maßnahmen für betroffene Frauen im deutschsprachigen Raum.
Die Themen umfassen historische Wurzeln, die Schnittstelle zwischen Migration und Prostitution, rechtliche Rahmenbedingungen in Europa sowie die praktische Arbeit spezialisierter Interventionsstellen.
Ziel ist es, die Herausforderungen für die Soziale Arbeit zu identifizieren und zu evaluieren, wie Interventionsstellen durch rechtliche und psychosoziale Unterstützung zur Stabilisierung und Selbstbestimmung der Betroffenen beitragen können.
Die Arbeit basiert primär auf einer umfangreichen Literaturrecherche sowie einer empirischen Auseinandersetzung mit der Arbeitsweise von drei spezifischen Institutionen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Thema, eine Analyse länder- und regionalspezifischer Situationen (Russland, Deutschland, Österreich) und eine detaillierte Darstellung der Arbeitspraxis von Interventionsstellen wie LEFÖ, FIZ und Jadwiga.
Frauenhandel, Zwangsprostitution, Migration, Interventionsstelle, Opferhilfe, Soziale Arbeit, Menschenrechte.
Die Autorin hebt hervor, dass die Debatte oft durch Mythen und Doppelmoral geprägt ist und dass die oft prekäre Lebenssituation von Migrantinnen fälschlicherweise als Ausdruck einer freien Entscheidung dargestellt wird, was Hilfsbedarfe verschleiert.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die meisten betroffenen Frauen durch die Polizei an die spezialisierten Stellen vermittelt werden, was die zentrale Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsorganen und Opferschutzeinrichtungen unterstreicht.
Das Fallbeispiel dient dazu, die theoretischen Ansätze der sozialpädagogischen Fallarbeit (nach Müller) auf die komplexe Lebensrealität einer betroffenen Frau anzuwenden und die Professionalität in der Krisenintervention und Langzeitbegleitung praxisnah zu illustrieren.
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