Examensarbeit, 2012
40 Seiten, Note: 2,0
I. Einleitung: Aufbau der Arbeit zum Theologischen an der theologischen Anthropologie bei Martin Luther und Eberhard Jüngel
1. Die Theologische Anthropologie, ihre Definition, ihre Quelle(n) und ihre Beziehung u. a. zur philosophischen Anthropologie
1.1. Definition
1.2. Quelle(n) der theologischen Anthropologie
1.3. Beziehung der theologischen Anthropologie u. a. zur philosophischen Anthropologie
2. Zentrale Themenfelder der theologischen Anthropologie
2.1. Das neue Menschsein in Jesus Christus
2.1.1. Die Offenbarung und Erschließung des neuen Menschseins in Jesus Chrisus
2.1.2. Der Christenmensch im Prozess des Neuwerdens
2.1.3. Das neue Menschsein als Sein-in-Beziehung
2.1.4. Zusammenschau der Ergebnisse von 2.1.1. bis 2.1.3.
2.2. Das alte Menschsein im Widerspruch zur Gottebenbildlichkeit
2.2.1. Das Wesen der Sünde
2.2.2. Die Wurzel der Sünde
2.2.3. Das alte Menschsein und seine Relation/Beziehung zum neuen Menschsein in Christus
2.2.4. Zusammenschau der zentralen Ergebnisse von 2.2.1. bis 2.2.3.
2.3. Der Christenmensch und seine Bestimmung in der Welt
2.3.1. Das Leben des Christen in der Welt
2.3.2. Der Christenmensch und sein Einsatz für die Welt
2.3.3. Der Gläubige und seine „Heimat“ bzw. sein Ursprung und sein Ziel außerhalb der Welt
2.3.4. Zusammenschau der Ergebnisse von 2.3.1. bis 2.3.3.
II. Zusammenschau der Ergebnisse zum Theologischen an der theologischen Anthropologie
Die vorliegende Arbeit untersucht das „Theologische“ an der theologischen Anthropologie, indem sie Martin Luthers Disputation „De Homine“ mit Eberhard Jüngels Konzept des „Gott entsprechenden Menschen“ vergleicht, um ein biblisch fundiertes Menschenbild in seiner ganzen Ambivalenz aufzuzeigen.
1.1. Definition
Die theologische Anthropologie weist über den Menschen dieser Welt hinaus (extra nos) und gelangt so zur Bestimmung des ganzen Menschen (totus homo), wie er einem in biblischen Texten (vgl. u. a. Gen 1,24f; 5,1.3; 9,6; Ps 8,6; Weish 2,23; Sir 17,3) begegnet.
Hierbei ist die Aufgabe der systematischen Theologie, die biblischen Aussagen über den Menschen für die Gegenwart zu formulieren und dadurch aufzuzeigen, in welcher besonderen Würde bzw. in welchem Widerspruch der irdische Mensch existiert.
Somit kann das Theologische an der theologischen Anthropologie wie folgt definiert werden: Innerhalb der theologischen Anthropologie ist das typisch Theologische darin zu sehen, dass biblische Texte auf ihre relevanten theologisch-anthropologischen Aussagen hin untersucht werden. Des Weiteren verfolgt die theologische Anthropologie das Ziel, ein theologisches Menschenbild in seiner ganzen Ambivalenz aufzustellen, das in der heutigen Zeit das zur Sprache bringt, was der Mensch im Licht der göttlichen Offenbarung wirklich ist.
1. Die Theologische Anthropologie, ihre Definition, ihre Quelle(n) und ihre Beziehung u. a. zur philosophischen Anthropologie: Dieses Kapitel definiert den Gegenstand der theologischen Anthropologie und grenzt ihn durch die biblische Offenbarung von rein philosophischen oder naturwissenschaftlichen Ansätzen ab.
2. Zentrale Themenfelder der theologischen Anthropologie: Der Hauptteil analysiert das ambivalente Menschsein in drei Schritten, beginnend mit der Neuschöpfung in Christus, über das widersprüchliche Sein des alten Menschen bis hin zur konkreten Verantwortung des Christen in der Welt.
II. Zusammenschau der Ergebnisse zum Theologischen an der theologischen Anthropologie: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass das christliche Menschenbild zentral in der Offenbarung Gottes in Jesus Christus begründet liegt und den Menschen zur Gemeinschaft mit Gott und seinem Nächsten befreit.
Theologische Anthropologie, Martin Luther, Eberhard Jüngel, De Homine, Gott entsprechender Mensch, Jesus Christus, Gottebenbildlichkeit, Sünde, Rechtfertigung, Prozess des Neuwerdens, christliche Existenz, Offenbarung, Gnade, Menschenbild, totus homo
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theologischen Grundlagen des Menschenbildes, ausgehend von Martin Luthers Disputation „De Homine“ bis hin zur modernen Konzeption von Eberhard Jüngel.
Die zentralen Themen sind das neue Menschsein in Christus, das alte Menschsein im Widerspruch zur Gottebenbildlichkeit sowie die spezifische Bestimmung des Christen in der Welt.
Das Ziel ist es, das „Theologische“ an der theologischen Anthropologie herauszuarbeiten und zu definieren, wie der Mensch im Licht der göttlichen Offenbarung verstanden werden kann.
Es handelt sich um eine systematisch-theologische Arbeit, die zentrale theologische Konzepte durch die Auswertung biblischer und dogmengeschichtlicher Quellen (insbesondere Luther und Jüngel) analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in drei große Abschnitte, die das Leben des Christen zwischen seinem alten sündigen Zustand und dem neuen, durch Christus geschenkten Menschsein beleuchten.
Wichtige Begriffe sind unter anderem „Gottebenbildlichkeit“, „Prozess des Neuwerdens“, „Sünde“, „Rechtfertigung“ und das „Sein-in-Beziehung“.
Jüngel betont im Gegensatz zu manchen philosophischen Ansätzen, dass der Mensch seine wahre Bestimmung nicht aus sich selbst heraus definieren kann, sondern diese nur durch die Offenbarung Gottes in Christus empfängt.
Es ist widersprüchlich, weil der Mensch einerseits als Geschöpf Gottes eine besondere Würde besitzt, sich aber andererseits durch die Sünde von seinem Ursprung entfremdet und sein „Ich“ absolut setzt.
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