Diplomarbeit, 2012
71 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Qualität und TQM
2.1 Qualität - Begriff und Definition
2.1.1 Allgemeine Sichtweisen der Qualität
2.1.2 Spezielle Sichtweise der Qualität
2.1.3 Maslow und die Qualität
2.2 Qualitätsmanagement - Begriff und Definition
2.2.1 Entwicklungsstufen des QM
2.2.2 Bestandteile des QM
2.3 Qualitätsmanagementsystem - Begriff und Definition
2.4 TQM - Ein erweitertes prozessbasiertes QMS
2.4.1 Die TQM Grundelemente
2.4.2 Grundgedanke und Philosophie des TQM
2.4.3 Vergleich QM und TQM
2.5 Acht Grundsätze zur Leistungsverbesserung
2.5.1 Kundenorientierung
2.5.2 Führung
2.5.3 Einbeziehung der Mitarbeiter
2.5.4 Prozessorientierter Ansatz
2.5.5 Systemorientierter Managementansatz
2.5.6 Ständige Verbesserung
2.5.7 Sachbezogener Ansatz zur Entscheidungsfindung
2.5.8 Lieferantenbeziehung zum gegenseitigen Nutzen
2.6 Wirtschaftlichkeit von TQM
2.7 Gründe für die Einführung von TQM im Bauunternehmen
2.8 TQM im Bauwesen - Überlegungen zur praktischen Anwendbarkeit
3 Resümee
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und den Nutzen der Einführung eines Total Quality Managements (TQM) in einem wachsenden Bauunternehmen, um bestehende Defizite in der Prozessqualität, Dokumentation und Kundenzufriedenheit zu beheben.
2.5.4 Prozessorientierter Ansatz
Der prozessorientierte Ansatz ist eine Grundhaltung, die sämtliche Prozesse und Prozessketten als Kombination des betrieblichen Handelns sieht. „Abgestimmte Prozesse mit Steuerkriterien für wesentliche Aspekte und die Verinnerlichung im täglichen Tun sind die Basis für alle Managementbereiche“ (Quality Austria 2011: 5). Unter Prozess fallen alle Aktivitäten, wodurch nicht nur die technische Komponente betrachtet wird, sondern auch verwaltungsmäßige Aktivitäten (vgl. Kamiske, Brauer 2002: 55 f.).
Die DIN EN ISO 9001:2008 beschreibt den prozessorientierten Ansatz als „die Anwendung eines Systems von Prozessen in einer Organisation, um das gewünschte Ergebnis zu erzeugen, gepaart mit dem Erkennen und den Wechselwirkungen dieser Prozesse sowie deren Management …“ (DIN EN ISO 9001 2008: 6). Es geht es um das systematische Erkennen und Handhaben der verschiedensten Unternehmensprozesse und ihrer Wechselwirkungen (vgl. DIN EN ISO 9000 2005: 8). Ein Prozess wird dabei beschrieben als „einen Satz von in Wechselbeziehung oder Wechselwirkung stehenden Tätigkeiten, der Eingaben in Ergebnisse umwandelt“ (DIN EN ISO 9000 2005: 23).
1 Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Das Kapitel analysiert die Herausforderungen eines wachsenden Bauunternehmens und begründet die Notwendigkeit, ein strukturiertes Qualitätsmanagement einzuführen.
2 Qualität und TQM: Dieser Hauptteil definiert die zentralen Begriffe und erläutert die Grundsätze sowie die wirtschaftlichen Vorteile von TQM im Vergleich zum klassischen Qualitätsmanagement.
3 Resümee: Das Kapitel schließt die Arbeit mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse ab und betont die Bedeutung eines strukturierten Einführungsplans für den nachhaltigen Erfolg.
Total Quality Management, Bauwesen, Prozessorientierung, Kundenorientierung, Fehlervermeidung, Wirtschaftlichkeit, Qualitätsmanagement, Unternehmensführung, Bauqualität, Prozessmanagement, Dokumentation, Kundenzufriedenheit, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess, Unternehmenskultur, Systemorientierung
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung von TQM als umfassender Managementstrategie in einem mittelständischen Bauunternehmen, das durch schnelles Wachstum interne Strukturprobleme aufweist.
Zu den Kernbereichen zählen Prozessmanagement, die Rolle der Unternehmensführung, Mitarbeiterintegration, Fehlerkostenreduktion und die Steigerung der Kundenzufriedenheit.
Das Ziel ist es, der Geschäftsführung die Notwendigkeit von TQM darzulegen und aufzuzeigen, wie das Unternehmen durch Prozessverbesserungen wettbewerbsfähig bleibt.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse basierend auf der aktuellen Normenreihe DIN EN ISO 9000 und gängiger Fachliteratur zum Thema TQM.
Der Hauptteil erörtert die Definitionen von Qualität, die acht TQM-Grundsätze, die Prozessketten sowie die praktische Umsetzung zur Fehlervermeidung im Baualltag.
Die zentralen Begriffe sind Total Quality Management, Prozessorientierung, Bauqualität, Fehlervermeidung und Kundenorientierung.
Eine lückenlose Dokumentation ist essenziell zur Abwehr unberechtigter Ansprüche und zur Sicherung der Qualität bei regelmäßigem Personalwechsel.
Die Führung ist entscheidend, da sie die Vision und Kultur vorlebt, Prozesse initiiert und die notwendigen Ressourcen bereitstellen muss, um Widerstände abzubauen.
Wegen der Folgekosten durch Fehler und Mängel ist die langfristige Qualität und Kooperation mit verlässlichen Partnern wirtschaftlicher als die rein preisorientierte Auswahl.
Obwohl absolute Fehlerfreiheit im Bau selten erreichbar ist, dient es als Zielvorgabe, um durch ständige Prozessoptimierung die Fehlerquote massiv zu senken.
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