Examensarbeit, 2010
51 Seiten, Note: 1,0
1 VORBETRACHTUNGEN
1.1 SACHANALYSE
1.1.1 Inhaltsangabe
1.1.2 Themenkreise im Roman
1.1.3 Sprachliche Gestaltung
1.1.4 Epochenbezug
1.2 DIDAKTISCHE ANALYSE
1.2.1 Überlegungen zur Auswahl der Lektüre
1.2.2 Überlegungen zur Konzeption der Unterrichtseinheit
1.3 METHODISCHE ANALYSE
2 DURCHFUEHRUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT
2.1 INTENTIONEN DER UNTERRICHTSEINHEIT
2.1.1 Richtziel der Unterrichtseinheit
2.1.2 Grobziele der einzelnen Unterrichtsstunden
2.2 VERLAUF DER UNTERRICHTSEINHEIT IN TABELLARISCHER FORM
2.3 AUSFÜHRLICHE DARSTELLUNG EINER AUSGEWÄHLTEN EINZELSTUNDE
2.3.1 Sachanalyse
2.3.2 Intentionen der Unterrichtsstunde
2.3.3 Didaktische Überlegungen
2.3.4 Methodische Überlegungen
2.3.5 Verlauf der Unterrichtseinheit in tabellarischer Form
2.4 ERWARTUNGSHORIZONT FÜR EINE HAUSAUFGABE
3 TAFELBILDER
3.1 1. STUNDE, THEMENKREISE IM ROMAN
3.2 2. STUNDE, DIE PROTAGONISTEN
3.3 4. STUNDE, DIE GESCHICHTE IN DER GESCHICHTE
3.4 8. STUNDE, DISTANZ UND NÄHE
Ziel der Arbeit ist die didaktische und methodische Aufbereitung einer Unterrichtseinheit zum Roman „Agnes“ von Peter Stamm für die 10. Jahrgangsstufe am Gymnasium. Dabei steht die Hinführung der Schüler zu einem reflektierten und kritischen Umgang mit moderner Gegenwartsliteratur unter besonderer Berücksichtigung der Erzählperspektive und zentraler Motivik im Vordergrund.
1.1.2 Themenkreise im Roman
Ein typisches Merkmal von Peter Stamms Erzählstil, das sich durch sein gesamtes Werk zieht, ist die deutliche Markierung des Doppelsinns vieler Stellen. Dadurch entsteht ein dichtes Geflecht an Verweisen, Motiven und symbolhaften Themenkreisen, von denen die wichtigsten im Folgenden erläutert werden sollen.
1.1.2.1 Beziehungen und Suche nach Orientierung
Auf den ersten Blick steht bei Agnes zumindest auf der Ebene des Romangeschehens die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten im Vordergrund, die sich aufgrund von Beziehungs- und Bindungsunfähigkeit der Figuren als zunehmend problematisch erweist. Bei Agnes und dem Ich-Erzähler handelt es sich um sehr ungleiche Menschen, die in einer Welt der Singles leben und Probleme damit haben, sich auf die jeweils andere Person einzustellen, woran die Beziehung letztendlich scheitert. Bis zum Schluss sind die Beziehungen im Roman durch Distanz und die Abwesenheit von der Bereitschaft, sich dem anderen gegenüber zu öffnen, gekennzeichnet. Oft wird dieser Aspekt durch Symbole wie das Fenster, das sich nicht öffnen lässt, versinnbildlicht. Beide schaffen es nicht, in ihrer Beziehung zueinander den nächsten Schritt zu machen, so dass sich die Beziehung nicht über einen begrenzten Raum hinaus entwickeln kann und sich beide bis zum Schluss fremd bleiben. Immer, wenn der Ich-Erzähler versucht, Agnes besser zu verstehen oder sich in sie hineinzuversetzen, wird „das Bild wieder unscharf und sie wird von neuem zurück.“
1 VORBETRACHTUNGEN: Analyse der inhaltlichen, sprachlichen und epochenspezifischen Aspekte des Romans sowie didaktische und methodische Begründung für den Einsatz im Unterricht.
2 DURCHFUEHRUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT: Darstellung der Lernziele, des Verlaufsplans sowie einer detaillierten Einzelstunde und eines Erwartungshorizonts für Hausaufgaben.
3 TAFELBILDER: Zusammenstellung der in den jeweiligen Unterrichtsstunden erarbeiteten Visualisierungen.
Agnes, Peter Stamm, Gegenwartsliteratur, Didaktik, Deutschunterricht, Erzählperspektive, Motivik, Kommunikation, Distanz, Nähe, Tod, Medienkritik, Romananalyse, Unterrichtseinheit, Intertextualität.
Die Arbeit dokumentiert eine Unterrichtseinheit zum Roman „Agnes“ von Peter Stamm, die für eine 10. Gymnasialklasse konzipiert wurde.
Im Zentrum stehen die Problematik von Nähe und Distanz, die Todesthematik, medienkritische Aspekte sowie die Analyse der Erzählperspektive.
Das Ziel ist, Schüler der 10. Jahrgangsstufe zu einem kritischen und reflektierten Umgang mit anspruchsvoller Gegenwartsliteratur zu befähigen.
Es wird ein methodenintegrativer Ansatz gewählt, der sowohl textanalytische Verfahren als auch handlungsorientierte Elemente wie das Rollenspiel „Hot Chair“ und Bildanalysen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Sachanalyse, didaktische Überlegungen zur Lektürewahl und Konzeption sowie die konkrete Durchführungsplanung der Unterrichtssequenz.
Die Arbeit charakterisiert sich durch Begriffe wie Literaturdidaktik, Romananalyse, Subjektivität, Beziehungsunfähigkeit und Methodenvielfalt.
Da der Ich-Erzähler subjektiv und unzuverlässig agiert, ist die Hinterfragung seiner Perspektive entscheidend, damit die Schüler lernen, nicht als naive Rezipienten zu lesen.
Es dient als Bildebene, um die Themen Nähe und Distanz innerhalb der Gesellschaft und zwischen den Protagonisten zu abstrahieren und für die Schüler greifbar zu machen.
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