Bachelorarbeit, 2009
23 Seiten, Note: 1,3
1. Introduction
2. Women and Writing in the Eighteenth-Century
3. A Feminist Reading of the Novels
3.1 Evelina
3.2 Sense and Sensibility
4. Conclusion
Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion weiblicher Charaktere in Frances Burneys Evelina und Jane Austens Sense and Sensibility durch eine feministische Lesart, um die Auswirkungen gesellschaftlicher Unterdrückung und normativer Verhaltensvorgaben des 18. Jahrhunderts auf die literarische Darstellung von Frauen aufzuzeigen.
The world of Evelina
The world of Evelina is a world in which men appear licensed to abuse and violate women. In fact, only three men – Lord Orville, Mr. Villars and Monsieur Du Bois – characteristically show respect for the feelings and integrity of females. In order to show what technique Burney uses to challenge this oppressive condition I would like to introduce the term “violent comedy”. “For my purpose, the phrase violent comedy provides a more adequate description of a comic mode in which brutal and painful events are described in a setting or tone that invites laughter” (Bilger 189). One must understand that Evelina is not the only female character in the novel experiencing physical or mental abuse. I will leave the protagonist Evelina Anville for a short moment to look closer into the characters of Evelina’s grandmother Madame Duval and Mrs. Mirvan, who represent conditions of married and single women in the novel. Both women experience strong abuse by men, which is frequently conducted by the concept of violent comedy. However, whenever violent comedy occurs the political message may be misunderstood. Margaret Doody argues that critics have found Austen’s comedy more satisfying than Burney’s because of mixed feelings about Burney’s violent comedy: “Austen may or may not have superior comic vision – it depends partly on one’s feelings about violence in comedy.”
1. Introduction: Die Einleitung erläutert die Motivation der Autorin, durch eine feministische Analyse die Darstellung weiblicher Charaktere bei Jane Austen und Frances Burney im Kontext des 18. Jahrhunderts zu erforschen.
2. Women and Writing in the Eighteenth-Century: Dieses Kapitel untersucht den kulturellen Hintergrund und die Rolle der Verhaltensliteratur (Conduct Books), die darauf abzielte, Frauen zu unterwerfen und ihre Handlungsspielräume einzuschränken.
3. A Feminist Reading of the Novels: Der Hauptteil analysiert die Romane Evelina und Sense and Sensibility, wobei er die Protagonistinnen in Bezug auf ihre gesellschaftliche Stellung und ihre Möglichkeiten zur Selbstbestimmung betrachtet.
3.1 Evelina: Hier wird aufgezeigt, wie Burney durch das Konzept der "violent comedy" die prekären Lebensbedingungen und die Anfälligkeit für Übergriffe thematisiert, denen ihre Heldin ausgesetzt ist.
3.2 Sense and Sensibility: Die Untersuchung von Austens Werk zeigt auf, wie durch die Gegenüberstellung von Elinor und Marianne die Möglichkeiten weiblicher Vernunft und Autorität gegen patriarchale Erwartungen verteidigt werden.
4. Conclusion: Das Fazit fasst zusammen, dass beide Autorinnen durch die literarische Auseinandersetzung mit der Unterdrückung von Frauen in ihrer Zeit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung starker weiblicher Charaktere leisteten.
Feminismus, achtzehntes Jahrhundert, Frances Burney, Jane Austen, Conduct Literature, weibliche Protagonisten, häusliche Ideologie, Ehemarkt, patriarchale Strukturen, Aufklärung, Sinn und Sinnlichkeit, Geschlechterrollen, literarische Analyse, soziale Unterdrückung, weibliche Autonomie.
Die Arbeit untersucht, wie weibliche Charaktere in den Romanen von Frances Burney und Jane Austen konstruiert sind und wie diese Darstellung als Kritik an den restriktiven gesellschaftlichen Bedingungen des 18. Jahrhunderts verstanden werden kann.
Die zentralen Themen sind die Rolle der "Conduct Literature" bei der Unterdrückung von Frauen, der ökonomische Druck durch den Ehemarkt sowie die subversive Kraft von Humor und Komik als Mittel der Kritik.
Das Ziel ist es, durch eine feministische Lektüre aufzuzeigen, dass Burney und Austen trotz gesellschaftlicher Zwänge weibliche Autonomie thematisierten und die ungleichen Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern in ihren Werken reflektierten.
Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse, die historische Kontexte (wie die Verhaltensliteratur) mit einer close-reading-Methodik der Primärtexte kombiniert, um die Bedingungen weiblicher Charaktere zu untersuchen.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Analyse von Evelina und Sense and Sensibility, bei der die Charaktere Evelina Anville und Elinor Dashwood im Zentrum stehen, um deren Reaktion auf soziale Unterdrückung zu beleuchten.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind feministische Literaturkritik, patriarchale Autorität, "violent comedy", soziale Dekorum-Regeln und die Darstellung von Unabhängigkeit versus Abhängigkeit.
Der Begriff beschreibt eine spezifische erzählerische Form Burneys, bei der brutale oder schmerzhafte Erfahrungen von Frauen in einen komischen Ton eingebettet werden, um die Aufmerksamkeit der Leserschaft auf die prekäre Lebenswirklichkeit zu lenken.
Elinor wird als Repräsentantin von Vernunft ("sense") und Verantwortung dargestellt, während Marianne für Spontaneität und Gefühl ("sensibility") steht, wobei die Arbeit die Gefahren dieser einseitigen Rollenverteilung herausarbeitet.
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