Bachelorarbeit, 2011
60 Seiten, Note: 1,0
1 Vorstellung des Themas
2 Entwicklung von Ganztagsschulen in Deutschland
3 Sportvereine als außerschulische Kooperationspartner
3.1 Die Bedeutung von Sportvereinen in der Bildungslandschaft
3.2 Bedenken der Vereine gegenüber der Ganztagsschule
3.3 Motive der Sportvereine zur Kooperation
4 Schule als Kooperationspartner für Sportvereine
4.1 Motive für Schulen zur Kooperation mit Sportvereinen
4.2 Kooperationsmodelle „Schule – Verein“
4.2.1 Additive Kooperationsmodelle
4.2.2 Integratives Modell
5 Bedingungen für eine erfolgreiche Kooperation von Sportvereinen mit Ganztagsschulen
5.1 Vorbereitung der Kooperation
5.1.1 Ausgangsbedingungen analysieren
5.1.2 Formulierung der Kooperationsziele
5.1.3 Schaffen von Rahmenbedingungen
5.2 Durchführung der Kooperation
5.2.1 Aufbau einer erfolgreichen Kommunikation
5.2.2 Zusammenarbeit und gemeinsame Qualifikation
5.2.3 Öffentlichkeitsarbeit
5.3 Auswertung der Kooperation
5.3.1 Abgleich der Ziele mit dem Erreichten
5.3.2 Reflexion der eigenen Rolle
5.3.3 Kontinuität gewährleisten
5.4 Einfluss und Gewichtung der formulierten Gelingensbedingungen
6 Untersuchung der Ganztagsschulkooperationen des Basketballvereins „Basket Dragons Marzahn e.V.“
6.1 Interviews mit den Kooperationspartnern
6.2 Bewertung der Kooperationen
7 Fazit
Die vorliegende Bachelor-Arbeit untersucht die Voraussetzungen für eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen und Ganztagsschulen. Ziel ist es, basierend auf einer theoretischen Fundierung der Gelingensbedingungen, ein praxisnahes Modell zu identifizieren und dessen Anwendung am Beispiel der Kooperationen des Basketballvereins „Basket Dragons Marzahn e.V.“ zu analysieren.
1 Vorstellung des Themas
Kein bildungspolitisches Thema wurde in den letzten zehn Jahren so intensiv diskutiert wie die Einführung der Ganztagsschule. Obwohl die Einführung oft als Reaktion auf die PISA-Studie von aus dem Jahr 2000 gesehen wird, wurde bereits in den 1970er-Jahren darüber diskutiert (Holtappels & Rollet, 2009, S. 63). Die Befürworter versprechen sich von der Ganztagsschule institutionelles Mittel gegen soziale Ungleichheit und für die individuelle Förderung von Schülern. Darüber hinaus sollen Kinder mit Migrationshintergrund besser integriert werden. Die Ansätze der Ganztagsschule werden von den Fachgremien als besonders reformorientiert charakterisiert. Sie richten die Schulentwicklung auf ein „Leben und Lernen“ in der Schule aus (Böcker & Laging, 2010, S.9). Mit dem Slogan „Ganztagsschulen. Zeit für mehr“ (BMBF, 2010a) wirbt die Bundesregierung für einen Schultyp, welcher der Bildung einen größeren Anteil am Alltag der Schüler zusichert. Damit vollzieht sich derzeit im deutschen Bildungssystem eine „mentale Wende“ (Schultz, 2011, S. 3) von der Halbtagsbildung zur Ganztagsbildung. Diese Ausweitung des Schultages geht mit einer verringerten Freizeit zu Ungunsten der Familien, der Freunde und des organisierten Sports einher. Da für Kinder und Jugendliche in Deutschland der organisierte Vereinssport am Nachmittag eine sehr große Rolle spielt, kommt es zwischen Schule und Sportverein zu einem Interessenkonflikt.
1 Vorstellung des Themas: Einführung in die bildungspolitische Relevanz der Ganztagsschule und die resultierende Problematik der Interessenkonflikte mit dem organisierten Vereinssport.
2 Entwicklung von Ganztagsschulen in Deutschland: Darstellung der historischen Entwicklung sowie der verschiedenen Schultypen und Formen ganztägiger Angebote in Deutschland.
3 Sportvereine als außerschulische Kooperationspartner: Analyse der Rolle von Sportvereinen, ihrer spezifischen Motive zur Kooperation sowie bestehender Bedenken gegenüber dem Ganztagsschulsystem.
4 Schule als Kooperationspartner für Sportvereine: Untersuchung der Perspektive der Schulen und Vorstellung gängiger Kooperationsmodelle zwischen Schule und Verein.
5 Bedingungen für eine erfolgreiche Kooperation von Sportvereinen mit Ganztagsschulen: Erarbeitung struktureller und prozessualer Gelingensbedingungen für eine nachhaltige Kooperation, gegliedert in Vorbereitung, Durchführung und Auswertung.
6 Untersuchung der Ganztagsschulkooperationen des Basketballvereins „Basket Dragons Marzahn e.V.“: Empirische Anwendung der theoretisch erarbeiteten Kriterien anhand von Interviews mit den Kooperationspartnern des Vereins.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Reflexion über die Bedeutung der Gelingensbedingungen für die praktische Umsetzung.
Ganztagsschule, Sportverein, Kooperation, Bildungslandschaft, Gelingensbedingungen, Schulentwicklung, Vereinssport, Bildungsangebot, Zusammenarbeit, Qualitätssicherung, Evaluation, Basket Dragons Marzahn, außerschulische Partner, Bewegung, Integration.
Die Arbeit befasst sich mit den notwendigen Bedingungen für eine erfolgreiche Kooperation zwischen Sportvereinen und Ganztagsschulen, um Synergieeffekte zu erzielen.
Im Mittelpunkt stehen die gegenseitigen Erwartungen, strukturelle Gelingensbedingungen und die praktische Umsetzung der Zusammenarbeit im Schulalltag.
Ziel ist es, Kriterien für eine nachhaltige und qualitätsvolle Kooperation zu definieren und diese durch eine Fallstudie zu überprüfen.
Es erfolgt eine Literaturanalyse zur Erarbeitung der Gelingensbedingungen, ergänzt durch eine qualitative Untersuchung in Form von Experteninterviews mit den Partnern der Basket Dragons Marzahn.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Kooperationsmodelle und der Erfolgsfaktoren sowie in einen empirischen Teil, der die tatsächliche Praxis der Vereinskooperationen bewertet.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ganztagsbildung, Kooperationsmodelle, Gelingensbedingungen und die Verzahnung von formaler und non-formaler Bildung definiert.
Die Ausweitung des Schultages durch Ganztagsangebote beansprucht die Zeitressourcen der Schüler, was zu einer Konkurrenzsituation mit dem traditionellen Vereinssport am Nachmittag führt.
Das Fallbeispiel verdeutlicht, dass Kooperationen oft primär auf der Gewinnung von Mitgliedern basieren und häufig eine tiefgehende pädagogische Vernetzung vermissen lassen.
Die Kommunikation zwischen Sportlehrern und Übungsleitern wird als zentrale Gelingensbedingung identifiziert, ist jedoch in der Praxis häufig unzureichend strukturiert.
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